Das Hubble-Weltraumteleskop lieferte ebenso wie die
Galileo-Sonde beeindruckende Bilder vom Jupiter. Hier der
gesamte Jupiter mit herausvergrößertem Io.
Foto: NASA
Ios Plasmatorus ist eine höchst interessante Erscheinung:
zustande kommt er durch die Wechselwirkung zwischen Ios
Vulkanität und der riesigen Jupitermagnetosphäre. Die
Mittelachse des Plasmarings fällt etwa mit Ios Umlaufbahn
zusammen, und seine Dicke entspricht ungefähr dem Durchmesser
Jupiters. Im Ring bewegen sich energiereiche Schwefel- und
Sauerstoffionen mit einer Temperatur von rund 100000°C.
Da die Magnetfeldachse Jupiters gegenüber seiner
Rotationsachse geneigt ist, bewegt sich Io in diesem Ring
während eines Umlaufs auf und ab. Durch den Plasmaring wird eine
riesige elektrische Flußröhre erzeugt, die beim Ein- und
Austritt durch die Atmosphäre Jupiters große Aurorazonen
erzeugt - die schon von den Voyager-Missionen entdeckten
"Polarlichter". Diese Aurorae wurden 1994 und 1995 besonders
schön vom Hubble-Weltraumteleskop aufgenommen.