EDITORIAL
Zum Titelbild:
4000 Menschen demonstrierten am 4. Februar in Stade für die
Kernenergie.
Foto: Preußen Elektra
Tragikomödie oder Beginn einer neuen Ära?
- Zur Lage der Kernenergie in Deutschland
Zwischenruf
Atomenergie: Einstieg in den Ausstieg oder Ausstieg aus der
Realität?
Neue Technik löst das Atommüllproblem
Es gibt eine neue technische Alternative zum "Ausstieg": Mit
Hilfe der "Transmutationstechnik" lassen sich jetzt
hochradioaktive Abfälle direkt im Kernkraftwerk in ungefährliche
Stoffe umwandeln, was nicht nur den Betrieb von Kernkraftwerken
wesentlich sicherer macht, sondern auch die verfügbaren
Energiereserven vergrößert.
Was ist eigentlich aus der "Kalten Fusion" geworden?
Von Dr. Edmund Storms
Das Fazit nach fast zehn Jahren Forschung an dem Phänomen der
kalten Fusion ist verhalten: Es wurden zwar Hunderte von
Beispielen für die Erzeugung von Überschußenergie veröffentlicht
und Dutzende von anomalen nuklearen Produkten entdeckt, aber
inzwischen dominiert der Skeptizismus - nicht zuletzt wegen der
systematischen Ausgrenzung der beteiligten Forscher.
Ultrasonische Kavitation
Eine reproduzierbare Methode zur Erzeugung von Wärme und Helium
So könnte der Mond besiedelt werden
Interview mit Dr. Alan Binder
Mit der Sonde "Lunar Prospector" ist die Tür zur Besiedlung des
Mondes ein gutes Stück weiter geöffnet worden, denn alles deutet
darauf hin, daß sich vor allem an den Mondpolen große
Ablagerungen von Wassereis befinden.
Dr. Alan Binder ist Chefwissenschaftler der NASA-Mondmission Lunar Prospector. Die am 6. Januar 1998 gestartete Sonde, die klären soll, ob sich auf dem Mond Wassereis in größeren Mengen befindet - eine wesentliche Vorbedingung für die dauerhafte Besiedlung und Nutzung des Erdtrabanten - , soll Anfang 1999 ihre Haupterkundungsaufgabe erfüllt haben und wird dann von einer Umlaufbahn von etwa 100 km auf weniger als 25 km über der Mondoberfläche abgesenkt, um noch größere Details erfassen zu können. Mit Dr. Binder, der auch zehn Jahre in Deutschland arbeitete und jetzt in Tucson (Arizona) sein eigenes Lunar Research Institute gegründet hat, sprach Marsha Freeman vom US-Wissenschaftsmagazin 21st Century Science & Technology am 2. November 1998.
Jenseits der Molekularbiologie: Die Biophotonen-Revolution
Von Dr. Jonathan Tennenbaum
Die wissenschaftliche Grundlage des neuen biologischen Paradigmas
Von Wladimir Voeikow,
Biologische Fakultät der Lomonosov-Universität, Moskau
Der Zustand der Biologie am Vorabend des neuen Jahrtausends
erinnert einen an den Zustand der Physik am Ende des letzten
Jahrhunderts. Die Biologie des 20. Jahrhunderts beruhte auf der
Annahme, daß es möglich sei, alle wichtigen Erscheinungsformen
des Lebens auf Strukturen und Prozesse zu reduzieren, die den
aus dem Studium der unbelebten Natur abgeleiteten Gesetzen der
Physik und Chemie gehorchen. Die moderne Biologie konnte auf
diese Weise beeindruckende Erfolge bei der Entschlüsselung der
Struktur und bei der Unterscheidung bestimmter wichtiger
Eigenschaften des materiellen Substrats der lebenden Dinge
erzielen. Je tiefer unsere Kenntnis jedoch in die strukturelle
Organisation biologischer Gegenstände eindringt, desto
offensichtlicher wird es, daß sich mit dieser Grundannahme genau
jene Gesetze nicht verstehen lassen, welche die spezifischsten
Prozesse des Lebens bestimmen.
Eine alternative theoretische und experimentelle Grundlage für die Entwicklung der biologischen Wissenschaft, die das Phänomen des Lebens als primär postuliert, wurde im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vor allem von den russischen Wissenschaftlern E.S. Bauer, A.G. Gurwitsch und A.L. Tschischeswkij geschaffen. Wenn wir heute im Lichte der jüngsten Errungenschaften der Biologie, der Biophysik und der Biochemie auf ihre Ideen zurückgreifen, sollte davon ein Impuls zur Entwicklung der Biologie ausgehen, die spezifischen Gesetze des Phänomens des Lebens und des zentralen Gesetzes - des Gesetzes der organischen Entwicklung - zu verstehen, das es dem Menschen erlaubt, seine Aktivität in Übereinstimmung mit den objektiven Daseins- und Entwicklungsgesetzen zu bringen und nur durch diesen Ansatz von der Realität Besitz ergreifen.
Eratosthenes und die versuchte Erdumsegelung von Maui und Rata
Von Lyndon H. LaRouche
Lyndon LaRouche hat auf einer Konferenz des Schiller-Instituts
im November 1998 anhand der versuchten Erdumsegelung einer
ägyptischen Expedition in den Jahren 233-31 v.Chr. auf packende
Weise die Bedeutung menschlichen Entdeckergeistes geschildert.
Im Anschluß an seinen Aufsatz "Mit dem Strom schwimmen - warum
Gelehrte Odysseus' Atlantik-Fahrt bestreiten" in der letzten
FUSION-Ausgabe stellt er hier die provozierende Frage, warum es
1700 Jahre dauern mußte, bis die Menschheit erst zur Zeit der
Entdeckungsfahrten des Kolumbus wieder den kulturellen Stand der
frühen ägyptischen und griechischen Wissenschaft erreichte.
Wer war Eratosthenes?
Ein Silbenrätsel der besonderen Art
Wie der Philologe Barry Fell die merkwürdigen
Höhleninschriften in Neuguinea und Chile entzifferte
und damit eine der bedeutungsvollsten Entdeckungsfahrten
der Geschichte aufklärte.
Nikolaus von Kues und die großen Schiffsführer der goldenen Renaissance
Wie Maui und Rata verdanken auch Kolumbus und Vasco Da Gama
ihre Entdeckungen der engen Zusammenarbeit führender
Wissenschaftler.
Die Schwankungen des Meeresspiegels seit der letzten Eiszeit
Unser Klima: Ein Zyklus von Eis- und Warmzeiten