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Forschung und Technik für das 21. Jahrhundert [---------------------------------------------------]

Aus dem Inhalt 1/1999


[FUSION 1/1999]

 

EDITORIAL

Damoklesschwert Atomausstieg

 

Zum Titelbild:
4000 Menschen demonstrierten am 4. Februar in Stade für die Kernenergie.
Foto: Preußen Elektra



KURZNACHRICHTEN

Neuer Sternensensor in Jena entwickelt - Lichtgeschwindigkeit gebremst - Stürzt der Himmel ein? - Tunnel zwischen chinesischem Festland und Taiwan vorgeschlagen - China will bemannte Raumfahrt - Jiang Zemin: Historische Rede in Novosibirsk


KERNENERGIE

Tragikomödie oder Beginn einer neuen Ära? - Zur Lage der Kernenergie in Deutschland [Demo für Kernenergie]

 


35.000 Demonstranten forderten am 9. März in Bonn ein Ende der realitätsfremden rot-grünen Ausstiegspläne. Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) war mit einem großen Banner dabei und verteilte ein Massenflugblatt mit dem Titel "Spekulation vernichtet Arbeitsplätze, Kernenergie schafft Arbeit".
Foto: Birgit Vitt

 

Zwischenruf
Atomenergie: Einstieg in den Ausstieg oder Ausstieg aus der Realität?

Neue Technik löst das Atommüllproblem
Es gibt eine neue technische Alternative zum "Ausstieg": Mit Hilfe der "Transmutationstechnik" lassen sich jetzt hochradioaktive Abfälle direkt im Kernkraftwerk in ungefährliche Stoffe umwandeln, was nicht nur den Betrieb von Kernkraftwerken wesentlich sicherer macht, sondern auch die verfügbaren Energiereserven vergrößert.


KALTE FUSION

[Dr. Edmund Storms]

Was ist eigentlich aus der "Kalten Fusion" geworden?
Von Dr. Edmund Storms
Das Fazit nach fast zehn Jahren Forschung an dem Phänomen der kalten Fusion ist verhalten: Es wurden zwar Hunderte von Beispielen für die Erzeugung von Überschußenergie veröffentlicht und Dutzende von anomalen nuklearen Produkten entdeckt, aber inzwischen dominiert der Skeptizismus - nicht zuletzt wegen der systematischen Ausgrenzung der beteiligten Forscher.

 


Der Autor Dr. Edmund Storms bei einem Vortrag auf dem Cold Fusion and New Energy Symposium im Oktober 1998.
Foto: Infinite Energy

[Roger Stringham]

 

 

 


Roger Stringham (rechts) auf dem ICCF-7 in Vancouver, April 1998.
Foto: Edmund Storms

Ultrasonische Kavitation
Eine reproduzierbare Methode zur Erzeugung von Wärme und Helium


WELTRAUMFORSCHUNG

So könnte der Mond besiedelt werden
Interview mit Dr. Alan Binder
Mit der Sonde "Lunar Prospector" ist die Tür zur Besiedlung des Mondes ein gutes Stück weiter geöffnet worden, denn alles deutet darauf hin, daß sich vor allem an den Mondpolen große Ablagerungen von Wassereis befinden.

Dr. Alan Binder ist Chefwissenschaftler der NASA-Mondmission Lunar Prospector. Die am 6. Januar 1998 gestartete Sonde, die klären soll, ob sich auf dem Mond Wassereis in größeren Mengen befindet - eine wesentliche Vorbedingung für die dauerhafte Besiedlung und Nutzung des Erdtrabanten - , soll Anfang 1999 ihre Haupterkundungsaufgabe erfüllt haben und wird dann von einer Umlaufbahn von etwa 100 km auf weniger als 25 km über der Mondoberfläche abgesenkt, um noch größere Details erfassen zu können. Mit Dr. Binder, der auch zehn Jahre in Deutschland arbeitete und jetzt in Tucson (Arizona) sein eigenes Lunar Research Institute gegründet hat, sprach Marsha Freeman vom US-Wissenschaftsmagazin 21st Century Science & Technology am 2. November 1998.


BIOPHYSIK

Jenseits der Molekularbiologie: Die Biophotonen-Revolution
Von Dr. Jonathan Tennenbaum

Die wissenschaftliche Grundlage des neuen biologischen Paradigmas
Von Wladimir Voeikow,
Biologische Fakultät der Lomonosov-Universität, Moskau

Der Zustand der Biologie am Vorabend des neuen Jahrtausends erinnert einen an den Zustand der Physik am Ende des letzten Jahrhunderts. Die Biologie des 20. Jahrhunderts beruhte auf der Annahme, daß es möglich sei, alle wichtigen Erscheinungsformen des Lebens auf Strukturen und Prozesse zu reduzieren, die den aus dem Studium der unbelebten Natur abgeleiteten Gesetzen der Physik und Chemie gehorchen. Die moderne Biologie konnte auf diese Weise beeindruckende Erfolge bei der Entschlüsselung der Struktur und bei der Unterscheidung bestimmter wichtiger Eigenschaften des materiellen Substrats der lebenden Dinge erzielen. Je tiefer unsere Kenntnis jedoch in die strukturelle Organisation biologischer Gegenstände eindringt, desto offensichtlicher wird es, daß sich mit dieser Grundannahme genau jene Gesetze nicht verstehen lassen, welche die spezifischsten Prozesse des Lebens bestimmen.

Eine alternative theoretische und experimentelle Grundlage für die Entwicklung der biologischen Wissenschaft, die das Phänomen des Lebens als primär postuliert, wurde im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vor allem von den russischen Wissenschaftlern E.S. Bauer, A.G. Gurwitsch und A.L. Tschischeswkij geschaffen. Wenn wir heute im Lichte der jüngsten Errungenschaften der Biologie, der Biophysik und der Biochemie auf ihre Ideen zurückgreifen, sollte davon ein Impuls zur Entwicklung der Biologie ausgehen, die spezifischen Gesetze des Phänomens des Lebens und des zentralen Gesetzes - des Gesetzes der organischen Entwicklung - zu verstehen, das es dem Menschen erlaubt, seine Aktivität in Übereinstimmung mit den objektiven Daseins- und Entwicklungsgesetzen zu bringen und nur durch diesen Ansatz von der Realität Besitz ergreifen.


GESCHICHTSFORSCHUNG

Eratosthenes und die versuchte Erdumsegelung von Maui und Rata
Von Lyndon H. LaRouche
Lyndon LaRouche hat auf einer Konferenz des Schiller-Instituts im November 1998 anhand der versuchten Erdumsegelung einer ägyptischen Expedition in den Jahren 233-31 v.Chr. auf packende Weise die Bedeutung menschlichen Entdeckergeistes geschildert. Im Anschluß an seinen Aufsatz "Mit dem Strom schwimmen - warum Gelehrte Odysseus' Atlantik-Fahrt bestreiten" in der letzten FUSION-Ausgabe stellt er hier die provozierende Frage, warum es 1700 Jahre dauern mußte, bis die Menschheit erst zur Zeit der Entdeckungsfahrten des Kolumbus wieder den kulturellen Stand der frühen ägyptischen und griechischen Wissenschaft erreichte.

Wer war Eratosthenes?

Ein Silbenrätsel der besonderen Art
Wie der Philologe Barry Fell die merkwürdigen Höhleninschriften in Neuguinea und Chile entzifferte und damit eine der bedeutungsvollsten Entdeckungsfahrten der Geschichte aufklärte.

Nikolaus von Kues und die großen Schiffsführer der goldenen Renaissance
Wie Maui und Rata verdanken auch Kolumbus und Vasco Da Gama ihre Entdeckungen der engen Zusammenarbeit führender Wissenschaftler.

Die Schwankungen des Meeresspiegels seit der letzten Eiszeit

Unser Klima: Ein Zyklus von Eis- und Warmzeiten

 

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