EDITORIAL
China und sein Deutschlandbild
Zum Titelbild:
In diesem Jahr fällt der 250. Geburtstag Goethes und 200 Jahre
Lateinamerikafahrt Alexander von Humboldts zusammen. Abgesehen
von der Farbenlehre waren beide in vielen Fragen einer Meinung.
Die Montage zeigt Alexander von Humboldt in einer idealisierten
Tropenlandschaft und Goethe beim Diktat mit seinem Schreiber John.
Fotomontage: Cicconi
Die Atmosphäre kann die Erde nicht erwärmen
Eine erfundene Umweltgefahr: Der angebliche "Treibhauseffekt"!
CO2-Düngung in Gewächshäusern mittels Abgas aus Blockheizkraftwerken
Pflanzen wandeln durch den chemischen Prozeß der Photosynthese mit dem Blattgrün als Katalysator Kohlendioxid (CO2) in Kohlenstoff um und beziehen daraus einen Teil ihrer Wachstumsquelle. In der natürlichen Umgebungsluft sind im Regelfall ca. 350 ppm CO2 enthalten, der für die Pflanzen verkraftbare und optimale Anteil liegt jedoch bei 800 bis 1000 ppm. Durch eine Anreicherung der Atmosphäre mit CO2 auf dieses Niveau kann das Pflanzenwachstum auf natürliche und ökologisch verträgliche Art und Weise bis zu 40% gesteigert werden. Diese Technik wird als CO2-Düngung bezeichnet. Üblicherweise erfolgt die Anreicherung der Atmosphäre mit CO2 in den Gewächshäusern über sog. CO2-Kanonen durch Verbrennen von Erdgas.
Goethes Naturforschung
Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen...
Von Ralf Schauerhammer
Goethe sah sich selbst nicht nur als Dichter, sondern als
Universalgelehrter und insbesondere als Naturforscher. Er hat
neue fruchtbare Methoden eingeführt und hatte - soweit er sie
trieb - mit seiner Kritik der Newtonschen Dogmatik Recht. Man
tut ihm jedoch keinen Gefallen, wenn man ihn heute zum
Stammvater einer romantischen Naturbetrachtung zu machen
versucht, anstatt sich mit ihm auseinanderzusetzen.
200 Jahre Lateinamerikafahrt
Alexander von Humboldts Idee der Menschlichkeit:
Das Universum "geistig erobern"
Von Volkert Brenner
Vor 200 Jahren brach Alexander von Humboldt zu seiner Forschungsreise nach Iberoamerika auf und leitete damit eine Epoche neuer wissenschaftlicher Entdeckungen und Eroberungen ein. Im Gegensatz zum heutigen fortschrittsfeindlichen Zeitgeist, der ihn zum Wegbereiter von Grünenbewegung und Gaia-Kult machen will, hat Humboldt neben einer tiefen Bewunderung für die Schönheit der Natur auch immer deren Beherrschung durch den Menschen gefordert. Zweifellos wäre er heute ein Befürworter der naturfreundlichen Kernenergie und der Magnetbahn-Technologie. Und man würde ihn auch nicht lange bitten müssen, an einer Expedition zu den unentdeckten "Kontinenten" in unserem Universum teilzunehmen.
Interview mit Prof. Hanno Beck
"Er war kein Weichei, der Humboldt"
Prof. Hanno Beck, geb. 1922, ist der "Ehrliche Finder" (Friedrich Schiller) der Werke Alexander von Humboldts nach dem Zweiten Weltkrieg. 53 Semester lang lehrte er Geschichte der Geographie, Geschichte der Forschungsreisen, der Erdwissenschaften, der Kartographie und der Wissenschaftstheorie. Er veröffentlichte über zwanzig Bücher und unzählige Schriften und hielt viele Vorträge zu diesem Themenkreis. In Europa und Amerika gilt er als der erste systematische Humboldt-Forscher. Ihm ist es zu verdanken, daß Werke Humboldts, seit dessen Tod nicht wieder veröffentlicht, nach 150 Jahren erstmals wieder aufgelegt wurden. Das Gespräch führte Volkert Brenner am 17. Juli 1999.
Zum 100. Todestag von Robert Wilhelm Bunsen