EDITORIAL
Allerhöchste Eisenbahn für den Transrapid
Zum Titelbild:
Zu dem berühmten Atom-Ei in Garching, das seit 1957 der
Forschung zur Verfügung steht, gesellt sich jetzt eine neue,
sehr viel leistungsstärkere Neutronenquelle, der FRM-II.
Foto: Pressestelle FRM-II
Warum wir ein neues "Atom-Ei" brauchen
Die Bedeutung der Neutronenquelle in Garching
Mit Neutronen gegen den Krebs
Interview mit Prof. Christian Streffer, ehemaliger Leiter des
Instituts für medizinische Strahlenbiologie am
Universitätsklinikum Essen.
Erstaunlich: Der Atomplan der SPD von 1956
Angesichts der sich zuspitzenden Debatte um den von Rot-Grün
betriebenen Ausstieg aus der Kernenergie lohnt sich ein Blick
zurück in andere Zeiten. Die SPD, heute ideologisch auf
Antikernkraftkurs, trat einmal in den 50er Jahren mit sehr
vernünftigen Argumenten für die friedliche Nutzung der
Kernenergie ein. Das folgende vom "Ausschuß für Fragen der
Atomenergie beim Vorstand der SPD" erarbeitete Papier wurde auf
dem SPD-Bundesparteitag in München 1956 als offizielle
Parteiposition beschlossen. Es folgen einige Auszügen.
Kohlendioxid, Windenergienutzung und Klima
Von Prof. Dr. Josef Weigl
Mit 4 Millionen Windturbinen könnte man der Atmosphäre
theoretisch nur 1 Promille ihres CO2-Gehalts jährlich
ersparen - ein kümmerlicher Versuch, in das Klimageschehen
einzugreifen. Selbst eine Reduktion der gesamten globalen
CO2-Emissionen mittels Windkraftnutzung um 3% hätte nicht
die geringste klimatische Wirkung.
Ein Drama über das schöpferische Denken
Fresnels und Ampères wissenschaftliche Revolution
Von Dr. Jonathan Tennenbaum
In Frankreich nach 1815 herrschte eine völlige wissenschaftliche
Sterilität, die erst durch die bahnbrechenden Entdeckungen von
Fresnel und Arago auf dem Gebiet der Optik und des
Elektromagnetismus durchbrochen wurde. Ganz neue
Wissenschaftsgebiete eröffneten sich. Die erbitterten
Auseinandersetzungen zwischen den "Leibnizianern" und
"Newtonianern" dieser Zeit werden in diesem Vortrag plastisch
deutlich.
Der Nuklearunfall von Tokaimura
Niemand ist sicher vor den Folgen neoliberaler
Wirtschaftspraktiken. Jüngstes Beispiel ist der schwere Störfall
in einem japanischen Brennstoffwerk, wo massiver Kostendruck und
mangelnde Aufsicht der Behörden zu fahrlässiger Schlamperei der
Belegschaft führte.
Unglücksserie bei der Bahn: Wenn Sparen tötet
Die Eisenbahnkatastrophe in England im Oktober ist die
direkte Folge des Privatisierungsprozesses der britischen Bahnen
unter Thatcher. Aber auch die Deutsche Bahn gerät immer mehr in
den Strudel von Börsengang und Sparzwängen.
Audi TT: Design top - Funktion flop
Die Unbelehrbarkeit des Audi-Vorstands führt zu
Hochgeschwindigkeitsunfällen mit dem neuen Sportwagen.
Hoechst wird zu Aventis
Ein Traditionsunternehmen verliert seine Identität
Jürgen Dormann ist der Prototyp des "neuen Managers", der
ohne Scheu das 135jährige Renommee eines deutschen
Weltunternehmens den kurzfristigen Maßgaben der "Shareholder
Value" opfert.