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Auf der jüngsten Konferenz des internationalen Schiller-Instituts, die vom 4.-6. Mai 2001 in Bad Schwalbach stattfand, beschäftigte sich einer der Themenkreise mit der Frage "Was ist Leben?" Da diese Frage in der heute vorherrschenden Molekularbiologie gar nicht mehr gestellt wird - Lebensvorgänge werden auf das komplizierte Zusammenspiel einzelner Bauteile reduziert - beleuchteten die Beiträge den genau umgekehrten Ansatz: Was sind die charakteristischen Merkmale, die lebende von nichtlebenden Prozessen unterscheiden. Ausgangspunkt hierfür waren die Hauptgedanken des russisch-ukrainischen Naturforschers Wladimir I. Werndadskij, der drei Bereiche der Natur unterschied: die nichtlebende Materie, die Biosphäre als Gesamtheit aller lebenden Prozesse und den Bereich der sog. "Noosphäre", der von der kognitiven Tätigkeit der Menschen geprägt ist.
Dr. Jonathan Tennenbaum faßte in seinem Beitrag das Gesamtkonzept des Wernadskijschen Denkens zusammen, das auf der Wissenschaftsmethode von Leibniz und Keplers basiert. Laurence Hecht zeigte anhand von Ampères Entdeckungen auf dem Gebiet des Elektromagnetismus die gesetzmäßigen Wirkungszusammenhänge des nichtlebenden Bereichs. Dr. Wolfgang Lillge berichtete über nichtmolekularbiologische Ansätze bei der Erforschung des Lebens, besonders über das erst in Ansätzen verstandene Phänomen der Biophotonen. Dino De Paoli beschäftigte sich schließlich mit der Sphäre des menschlichen Geistes, der "Noosphäre" Wernadskijs, die ohne Energieaufwand im physikalischen Sinn im Laufe der Menschheitsgeschichte gewaltige materielle Veränderungen der natürlichen Umwelt bewirkt hat.
Von Keplers Weltenharmonie zu Wernadskijs Noosphäre
Von Dr. Jonathan Tennenbaum
Dr. Jonathan Tennenbaum ist Europakoordinator des
Fusions-Energie-Forums und hat wichtige Beiträge zu vielen
grundlegenden Fragen der Naturwissenschaften geleistet.
Ampères "Winkelkraft" als Beispiel der Entdeckung
Von Laurence Hecht
Laurence Hecht ist Chefredakteur des amerikanischen
Wissenschaftsmagazins 21st Century Science and Technology.
Er gehörte zu jener Gruppe langjähriger Mitarbeiter Lyndon
LaRouches, die in den USA aus politischen Motiven zu
langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.
Biophysik und das Leben
Von Dr. Wolfgang Lillge
Dr. Wolfgang Lillge ist Chefredakteur des
Wissenschaftsmagazins FUSION - Forschung und Technik für das
21. Jahrhundert.
Die Noosphäre oder Geheimnis des Denkens
Von Dino De Paoli
Dino De Paoli beschäftigt sich seit langem mit
erkenntnistheoretischen Fragen im Bereich der Wissenschaft und
veröffentlichte zahlreiche Artikel in Fusion, Ibykus
und anderen Publikationen.
Die Rolle des Menschen im Universum
Im Anschluß an die wissenschaftlichen Beiträge auf der Konferenz
des Schiller-Institutes in Bad Schwalbach bot sich viel
Gelegenheit zur Diskussion. Eine Frage von Maria Channon,
Mitglied der amerikanischen Delegation, griff Lyndon LaRouche
auf, um in kondensierter Form darzustellen, wie man sich heute
die Entstehung des Universums vorstellen kann.
Großes Interesse an LaRouches Ideen in Rußland
Der Ökonom Lyndon LaRouche wurde erstmals offiziell vom
Parlament einer Weltmacht zu einer wichtigen Anhörung über den
drohenden Weltfinanzkrach und die wirtschaftlichen
Zukunftsperspektiven eingeladen. Seine Perspektive einer
eurasischen Kooperation für einen weltweiten
Wirtschaftsaufschwung trifft in Rußland auf immer mehr
Zustimmung. Ausdruck dafür war auch, daß er im weltberühmten
Lebedew-Institut einen wissenschaftlichen Vortrag halten konnte.
Amplituden-Quantisierung als elementare Eigenschaft
Von Dr. Jonathan Tennenbaum
Bisher fast unbekannt ist das Phänomen der
"Amplituden-Quantisierung", das in den sechziger und siebziger
Jahren bei einer Vielzahl makroskopischer Schwingungssysteme
entdeckt wurde. Diese Erscheinung und das zugrundeliegende
Prinzip wurden ursprünglich von Danil Dubotschinskij und
seinem Bruder Jakob während ihrer Studienzeit an der Universität
von Moskau entdeckt. Kürzlich hat Danil Dubotschinskij, der
jetzt in Paris arbeitet, auf die fundamentale Bedeutung seiner
Entdeckung hingewiesen, weil sie eine "Brücke" von der
sogenannten "klassischen" Physik zur "Quantenphysik" schlagen könne.
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