Aus der Neuen Solidarität Nr. 29/97:


Interview:

"Wenn LaRouche rehabilitiert wird,
sind auch wir bald frei!"

Anita Gallagher: In der amerikanischen Justizbürokratie sind heute britische Einflüsse tonangebend, die sich auch durch Präsidentschafts- und Kongreßwahlen nicht ändern. Das US-Justizministerium leitet manipulierte Strafverfolgungen gegen all jene Personen ein, die von den etwa 1000 Familien, die der britischen Eliteorganisation Club of the Isles angehören, als Feinde betrachtet werden. Ihnen werden Straftaten angehängt, die sie nicht begangen haben.

Es ist jetzt neun Jahre her, daß das US-Justizministerium mit diesen Methoden gegen LaRouche vorgegangen ist. Und der Wahrheit wurde bis heute nicht zu ihrem Recht verholfen. LaRouche ist noch immer nicht rehabilitiert, und fünf von uns sitzen noch immer in Virginia im Gefängnis. Aus den Prozeßakten geht eindeutig hervor, daß die Strafverfolger der US-Regierung zu jedem Zeitpunkt wußten, daß LaRouche und seine Mitarbeiter unschuldig waren. Der ehemalige US-Justizminister Ramsey Clark hat zur Strafverfolgung LaRouches gesagt, daß diese ein "größeres Ausmaß vorsätzlicher Arglist und systematischen Fehlverhaltens, über einen längeren Zeitraum als in irgendeinem anderen Verfahren der Regierung zu meiner Zeit oder meiner Kenntnis, unter Mißbrauch der Regierungsmacht" darstellt.

Selbst bei Todesurteilen kümmert das heutige US-Justizministerium die Wahrheit nicht - die "Endgültigkeit" des angesetzten Hinrichtungstermins ist wichtiger als herauszufinden, ob die betreffende Person zu Unrecht verurteilt wurde. Die drakonischen Strafen, die mein Mann und ich und die drei anderen Mitarbeiter LaRouches verbüßen, basieren auf einer Rechtsauslegung, bei der wir für Dinge verantwortlich gemacht wurden, die erst dann zu Verbrechen erklärt wurden, als wir bereits angeklagt waren. Die Urteile sind also ganz eindeutige "Spuren", die auf den politischen Hintergrund dieser unrechtmäßigen Strafverfolgung hinweisen.

Die Rehabilitierung LaRouches wird darüber entscheiden, ob und wann in den USA wieder Gerechtigkeit herrscht.

Anita Gallagher: Die politisch-juristische Verfolgung LaRouches - sie ist der einzige Grund, warum wir im Gefängnis sitzen - war ein Projekt von George Bush, der für seine Dienste für das britische Empire von der Queen geadelt wurde. Bush überwachte ab 1983 als Vizepräsident alle verdeckten Operationen der USA. Er leitete die Iran-Contra-Machenschaften, die von LaRouche strikt abgelehnt wurden. Hinzu kommt, daß ab dem Moment, als Präsident Reagan 1983 LaRouches Vorschlag für die Strategische Verteidigungsinitiative (SDI) übernahm, von britischer Seite alles getan wurde, LaRouche mundtot zu machen, um Bertrand Russells Doktrin der "gegenseitig zugesicherten Vernichtung" (MAD) zu bewahren.

Unterlagen der Bundespolizei FBI, die wir über das Gesetz für Informationsfreiheit (FOIA) erhalten haben, beweisen, daß das FBI schon 1973 mit der Kommunistischen Partei der USA zusammenarbeitete, um LaRouche, wie es wörtlich heißt, zu "eliminieren", also umzubringen. Schon damals hielt man also LaRouche wegen seiner Denkweise für so gefährlich, daß man ihn durch Mord oder gezielte Diffamierung loswerden wollte.

In einer Krisenlage wie der jetzigen Weltfinanzkrise sind LaRouches Ideen und Vorschläge wichtiger denn je. Anders als Bush ist Präsident Clinton kein Handlanger der Briten, und deshalb ist jetzt LaRouches Rehabilitierung möglich.

Anita Gallagher: Der Grund, warum das an uns begangene Unrecht weiterbesteht, liegt ganz entscheidend darin, daß Lyndon LaRouche noch nicht rehabilitiert ist. Wenn er rehabilitiert wird, sind auch wir bald frei.

Präsident Clinton braucht von allen Seiten Unterstützung für eine Entscheidung zur Rehabilitierung LaRouches. Ihre Leser können Unterschriften dafür sammeln. Weiterhin sollte man Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - Politiker, Wissenschaftler, Professoren, Kirchenleute u.a. - dafür gewinnen, persönliche Briefe an den Präsidenten zu schreiben. Die Adresse lautet:

Hon. Bill Clinton
President of the United States
1600 Pennsylvania Ave., N.W.
Washington, D.C. 20500

Eine Kopie des Briefes sollte der Redaktion der Neuen Solidarität zugeschickt werden.

Überall auf der Welt sollten Demonstrationen und Veranstaltungen zum Thema "Warum Lyndon LaRouche jetzt rehabilitiert werden muß" stattfinden. Es ist dringend notwendig, daß Clinton LaRouches volle Rechte wiederherstellt, bevor das Weltfinanzsystem zusammenbricht, damit LaRouche die amerikanische Regierung direkt darüber beraten kann, wie ein "neues Bretton-Woods-System" aufzubauen ist.

Die USA müssen zusammen mit China, und mit der Unterstützung Europas und Rußlands, durch diese gezielte Neuordnung des Weltfinanzsystems die Macht des britischen Empire ein für allemal beenden. Ansonsten versänke die Welt unrettbar in einem neuen finsteren Zeitalter. Das ist der Grund, warum der Kampf um die Rehabilitierung LaRouches jetzt im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen sollte.