James Earl Ray gestorben. "Das ist eine Tragödie, nicht nur für Mr. Ray und seine Familie, sondern für die ganze Nation," erklärte Coretta Scott King, nachdem James Earl Ray, der angebliche Mörder ihres Mannes Martin Luther King, am 23. April verstorben war. Amerika werde um die Früchte eines neuen Verfahrens betrogen, bei dem neue Beweise über die wahren Hintergründe des Attentats auf Dr. King vorgebracht und die Unschuld von Ray bewiesen worden wären, erklärte sie. Ray starb an Leberversagen in einem Krankenhaus in Nashville. Er hoffte auf eine Lebertransplantation, die ihm aber von der Gefängnisverwaltung verweigert wurde. Frau King forderte zur Aufklärung des Mordanschlags die Einrichtung einer Wahrheitskommission, die das Recht haben soll, Zeugen Amnestie und Immunität zu gewähren, damit die Wahrheit ans Licht kommt.
Außerdem sollten die Akten über den Mord veröffentlicht werden, wie dies jetzt mit Akten im Zusammenhang mit der Ermordung von Präsident John F. Kennedy geschieht. Der Kongreß hatte mit dem "JFK Act" ein Gesetz verabschiedet, wonach jetzt schrittweise viele wichtige Unterlagen deklassifiziert werden. Gleiches sollte mit den Dokumenten über das Attentat auf King geschehen. Eine ernsthafte und erschöpfende Untersuchung würde zweifellos nicht nur Korruption in FBI und Teilen des militärischen Nachrichtendienstes enthüllen, die bis heute anhält, sondern darüber hinaus zu der "Mord-GmbH" des britischen Nachrichtendienstes führen, den Permindex-Netzwerken, die auch für den Mord an Kennedy verantwortlich sind.
Rechtsradikale treten Israels Regierung bei. Mit der Aufnahme der Moledet-Partei in die israelische Regierung habe Ministerpräsident Netanjahu den Friedensprozeß im Nahen Osten endgültig "auf Eis gelegt", schreibt Joel Marcus in der israelischen Tageszeitung Ha'aretz vom 24. April. Die Moledet-Partei hält jeden weiteren Rückzug israelischer Soldaten aus dem Westjordanland für Verrat. Marcus endet seinen Kommentar: "So schließt Bibi [Netanjahu] mit diesem noch fehlenden Glied die Kette der Nationalisten bestehend aus Scharon, dem Landwirtschaftsminister und Führer der Tsomet-Partei Raphael Eitan und den Nationalreligiösen, und diese Kette wird bei allen künftigen Schritten der Regierung den Ton angeben. Mit der Moledet-Partei im Kabinett kann die Tiefkühlphase beginnen, und alle Hoffnungen, eine solche Regierung könnte je ein Friedensabkommen zustande bringen, kann man vergessen. Doch von jetzt an wird die verwirrte Öffentlichkeit endlich wissen, wer dabei die Spieler sind..."
Zeugen im Mordfall Diana. Staatsanwalt Hervé Stephan, der die Untersuchungen des tödlichen Unfalls von Prinzessin Diana, Dodi al Fayed und deren Fahrer Henri Paul am 31. August 1997 leitet, hat jetzt mehr als 20 Zeugen zu einer außerordentlichen Vernehmung (in der französischen Justiz als confrontation bezeichnet) geladen. Zu den Zeugen zählen neun Paparazzi, gegen die zum Teil noch wegen Totschlags ermittelt wird, weil sie die Rettungsarbeiten behindert haben sollen, Polizisten, Rettungssanitäter und andere. Der Staatsanalt ordnete außerdem eine genaue Untersuchung der Krankenakte von Prinzessin Diana an, um zu ermitteln, ob das Notfall-Team zu ihrem Tod beigetragen hat. Laut Londoner Times fiel diese Entscheidung "nach Behauptungen, Dianas Leben hätte gerettet werden können, wenn sie sofort in ein Krankenhaus eingeliefert worden wäre." Der Rettungswagen mit Diana erreichte das Krankenhaus erst eine Stunde und 43 Minuten, nachdem die ersten Retter am Unfallort eingetroffen waren. Im Krankenhaus hatte der Innenminister bereits seit einer Stunde gewartet.