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Aus der Neuen Solidarität Nr. 51/2001:

Israelische Spione in Putsch
vom 11. September verwickelt?

Der große amerikanische Fernsehsender Fox hat schockierende Berichte über die Rolle israelischer Geheimdienst-Netzwerke bei den Anschlägen vom 11. September ausgestrahlt. Diese Fernsehsendungen erfolgten fast zeitgleich mit dem internationalen Medienrummel um das "Bin-Laden-Video". Zugleich dürften die Fox-Sendungen ein Wink mit dem Zaunpfahl bestimmter amerikanischer Regierungskreise an den "wildgewordenen Verbündeten" Scharon sein.


"Mutmaßliche israelische Spione in USA festgehalten"
Weitergehende Ermittlungen

Als sich am 11. September die dramatischen Ereignisse in den USA abspielten, war Lyndon LaRouche in einem parallel laufenden Radiointerview zu dem Schluß gekommen, daß ein versuchter Staatsstreich gegen die USA im Gange sei. In den Tagen darauf ergänzte LaRouche seine Analyse und sprach von "verbrecherischen Elementen" im US-Militär und Geheimdienst sowie von einer wahrscheinlichen Beteiligung britischer und israelischer Kreise. Ein strategisches Ziel der Angriffe sei gewesen, die amerikanische Regierung in einen Krieg gegen die arabische und islamische Welt hineinzuziehen. Nach nunmehr drei Monaten liegt offen zutage, wie der israelische Ministerpräsident Scharon und das israelische Militär systematisch auf diesen Krieg hinarbeiten, der zugleich den "Zusammenprall der Zivilisationen" auslösen würde.

Vor diesem Hintergrund hat nun der Fernsehsender Fox, der zum Imperium des Medienmoguls Rupert Murdoch gehört, hochbrisante Enthüllungen über die Tätigkeit israelischer Geheimdienst-Netzwerke in den USA im Vorfeld des 11. September gemacht. Am 11. Dezember brachte Fox News dann einen ausführlicheren Bericht über diesbezügliche Ermittlungen der US-Behörden, der am 12. und 13. Dezember fortgesetzt wurde. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, daß Fox von amerikanischen Regierungsbehörden diesbezügliches Material "zugespielt" wurde.

EIR hatte bereits vor Wochen erfahren, daß amerikanische Ermittlungsbehörden dem Verdacht nachgingen, Scharon habe eigene nachrichtendienstliche Sondereinheiten nach Nordamerika entsandt, die in die Ereignisse des 11. September verwickelt sein könnten. Das Thema kam auf im Zusammenhang der Diskussion über die Ausweisung von fünf Israelis, die am 11. September festgenommen worden waren. Sie hatten sich verdächtig gemacht, als sie vom Dach eines Hauses in Hoboken (New Jersey) beobachteten, wie das World Trade Center jenseits des Hudson in Flammen aufging.

In der New York Times vom 21. November wurden die Namen der fünf Männer mit Paul Kurtzberg, Oded Ellner, Omer Gavriel Marmari, Sivan Kurzberg und Yaron Shmuel angegeben. Kurtzberg habe sich "prinzipiell geweigert, etwas über seine Rolle in der israelischen Armee oder spätere Tätigkeiten für Personen mit möglichen Verbindungen zum israelischen Geheimdienst" preiszugeben. Insgesamt wurden mehr als 60 Israelis nach dem 11. September in den USA festgenommen.

"Mutmaßliche israelische Spione in USA festgehalten"

Dies ist der Titel des Beitrages in Fox News am 11. Dezember, der von dem Reporter Carl Cameron recherchiert wurde. Darin sagt Cameron:

"Etwa 60 Israelis, die nach Angaben von Ermittlern Teil langfristig angelegter Spionageangriffe gegen die amerikanische Regierung sind, zählen zu den Hunderten von Ausländern, die seit den Terrorangriffen des 11. September festgenommen wurden.

Die Israelis, von denen eine Handvoll als aktive israelische Militär- oder Geheimdienstagenten gelten, werden aufgrund von Einreiseverstößen bzw. nach dem neuen Antiterrorismusgesetz festgehalten. Ermittler sagten, einige von ihnen hätten den Lügendetektortest nicht bestanden, als sie über mutmaßliche nachrichtendienstliche Aktivitäten gegen die und in den Vereinigten Staaten verhört wurden.

Es gibt keine Hinweise darauf, daß die Israelis in die Angriffe des 11. September verwickelt sind, aber die Ermittler vermuten, daß sie im Vorfeld Informationen über die Angriffe gesammelt und nicht weitergegeben haben könnten. Ein hochgestellter Ermittler sagte Fox News, es gebe ,Querverbindungen', weigerte sich aber auf Nachfrage strikt, weitere Einzelheiten zu nennen. ,Indizien, die diese Israelis mit dem 9. September in Verbindung bringen, unterliegen der Geheimhaltung. Ich kann Ihnen über die von uns gesammelten Informationen nichts sagen. Sie sind geheim', sagte die Quelle."

Fox News berichtete weiter, daß eine kürzlich in North Carolina entdeckte Gruppe von Israelis eine Wohnung in Kalifornien unterhalten haben soll, um eine Gruppe von Arabern auszuspionieren, gegen die US-Behörden wegen Terrorismusverbindungen ermittelt.

Die israelische Botschaft in Washington dementiert den Fox-Bericht natürlich und bestreitet kategorisch jegliche israelische Spionage gegen die Vereinigten Staaten. Der Pressesprecher der Botschaft Mark Rogov sagte gegenüber EIR, oft gehe ehemaliges israelisches Militärpersonal in den USA, um sich dort für eine gewisse Zeit ein finanzielles Zubrot zu verdienen. Mehr sei an der Sache nicht dran.

US-Außenminister Powell hingegen rief bei seiner Pressekonferenz am 13. Dezember im State Department als ersten Fragesteller den EIR-Korrespondenten Bill Jones auf und antwortete auf dessen Frage nach diesen israelischen Spionageaktivitäten, er sei sich sehr wohl bewußt, daß israelische Bürger festgenommen wurden, und stehe in dieser Angelegenheit mit der israelischen Regierung in Verbindung. Darüber hinaus gehende Informationen seien Sache der amerikanischen Nachrichtendienste und der Ermittlungsbehörden, meinte Powell kurz aber bestimmt.

Weitergehende Ermittlungen

Fox News berichtete weiter, daß der Sender "zahlreiche geheime Dokumente" erhalten habe, die zeigten, daß seit Jahren systematisch und im großen Stil gegen die Vereinigten Staaten spioniert werde. "Bis zu 140 andere Israelis" seien schon vor dem 11. September "im Rahmen geheimer Ermittlungen" über vermutete israelische Spionage in den USA festgenommen worden. "Ermittler aus mehreren Regierungsbehörden gehören zu einer Arbeitsgruppe, die seit Mitte der 90er Jahre in diesem Komplex Beweismaterial sammelt. In den Dokumenten sind Hunderte von Vorkommnissen in Städten überall im Land aufgeführt, die nach Auffassung der Ermittler ,sehr wohl als organisierte Nachrichtenbeschaffung' bezeichnet werden könnten.

Teilweise geht es bei den Ermittlungen um Israelis, die angeblich Kunststudenten von der Universität Jerusalem oder der Bezalel-Akademie seien. Sie hätten wiederholt US-Regierungsbeamte angesprochen, um ihnen günstig Kunstgegenstände zu verkaufen. Die Dokumente besagen, ihre Ziele seien Militärbasen, die Drogenbekämpfungsbehörde [DEA], das FBI, Dutzende von Regierungseinrichtungen und sogar geheime Büros und Privathäuser von Geheimdienstmitarbeitern gewesen.

Andere Ermittlungen führten zu Festnahmen mehrerer Dutzend Israelis, die in Kiosken in amerikanischen Einkaufszentren arbeiteten, wo sie Spielzeuge wie ,Puzzlecar' und ,Zoomcopter' verkauften. Ermittler vermuteten, daß dies nur eine Fassade war. Kurz nachdem die New York Times und die Washington Post über die Festnahme von Israelis wegen Einwanderungsverstößen im letzten Monat berichtet hatten, verschwanden die Verkaufswagen."

Cameron fragt dann nach den Motiven israelischer Spionageversuche in den USA und kommt zu dem Schluß: "Eine Untersuchung des Bundesrechnungshofes [GAO] bezieht sich auf Israel als Land A und schreibt: ,Nach Darstellung einer US-Geheimdienstbehörde betreibt die Regierung von Land A eine äußerst aggressive Spionage gegen die USA und ihre Verbündeten.' In einem Bericht des Militärgeheimdienstes [DIA] heißt es, Israel habe einen ,unersättlichen Appetit auf Informationen'. ,Die Israelis werden von einem starken Überlebensinstinkt getrieben, der jeden Bereich ihrer Politik diktiert', heißt es in dem DIA-Bericht. Sie sammeln aggressiv militärische und industrielle Technologien, und die USA sind dabei ihr Hauptziel. ,Israel besitzt die Ressourcen und die technischen Fähigkeiten, um seine Ziele zu erreichen', heißt es in dem Dokument."

In zwei weiteren Beiträgen berichtete Cameron am 12. und 13. Dezember über die private israelische Telekommunikationsfirma AMDOCS, die Verträge mit den 25 größten Telefongesellschaften der USA unterhalte und damit Zugang zu praktisch allen Telefongesprächen und deren Belegen dort habe. 1997 war AMDOCS bereits vorgeworfen worden, Telefongespräche zwischen Präsident Clinton und Monica Lewinsky abgehört zu haben. Eine weitere israelische Hightech-Firma Comverse Infosys sei bis in das Kernstück der amerikanischen Sicherheitsinteressen eingedrungen, indem sie die Abhöranlagen für Polizei und Geheimdienste liefert.

 

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