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Aus der Neuen Solidarität Nr. 1-2/2002:

Wichtiges kurz gefaßt


Rumsfeld zum Osama-Bin-Laden-Video
FBI durch Flugschule vorgewarnt

"Wird Präsident Bush jetzt Brixton bombardieren?"

Neue Zürcher Zeitung warnt vor "Opium-Boom" in Afghanistan

Rumsfeld zum Osama-Bin-Laden-Video

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erklärte am 20. Dezember bei einer Lageberichterstattung des Pentagon im Zusammenhang mit dem angeblichen "Geständnis" Bin Ladens, das unter großem Medienaufwand von der Regierung Bush präsentiert worden war: "Ich stehe nicht dahinter. Ich spreche kein Arabisch... Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden."

FBI durch Flugschule vorgewarnt

Der US-Abgeordnete James Oberstar erklärte gegenüber der Minneapolis Star Tribune, eine Flugschule aus seinem Bundesstaat habe das FBI im August darüber informiert, daß Zacarias Moussaoui, der jetzt als erster wegen der Anschläge vom 11. September angeklagt wird, unbedingt lernen wollte, wie man eine Boeing 747 fliege. Der Fluglehrer, selbst ein früherer Kampfflieger, habe sehr deutlich auf die Gefahr hingewiesen, daß eine vollbetankte Passagiermaschine als Bombe eingesetzt werden könnte. Das FBI habe aber bis zum 11. September keinerlei Interesse an dem Fall gezeigt.

Oberstar, sein demokratischer Parteikollege Martin Sabo und andere waren von Vertretern der Flugschule, der Pan Am International Flight Academy, bereits vor einigen Wochen über den Zwischenfall informiert worden, hatten aber den Gang in die Öffentlichkeit gescheut, bis jetzt offiziell Anklage erhoben wurde. Ein Sprecher des Abgeordnete Sabo erklärte, die Flugschule selbst habe um den Gesprächstermin gebeten. "Sie riefen an und sagten, sie gehörten zu unserem Wahlkreis und hätten eine unglaubliche Geschichte, die sie uns erzählen wollten", sagte er.

"Wird Präsident Bush jetzt Brixton bombardieren?"

Diese Frage stellte der Kolumnist der Londoner Times Mick Hume am 31. Dezember im Zusammenhang mit dem "Schuhbomber" Richard Reid und fuhr fort: "Oder wird Premierminister Blair Friedenstruppen in die Jugendjustizvollzuganstalt Feltham entsenden? An allen diesen Orten bastelte sich der angebliche 'Schuhbomber' Richard Reid seine verquere Weltanschauung zusammen - nicht in Kabul und mit Sicherheit nicht in Bagdad. Die Amerikaner behaupten, er habe sich später in Al-Kaida-Ausbildungslagern in Afghanistan aufgehalten. Wenn dies der Fall gewesen sein sollte, war er dort nicht als harmloser Tourist hingekommen und als Terrorist wieder abgereist. Reid ist 'made in England', ebenso wie die rassistischen Skinheads, die sich normalerweise ihr Brandzeichen auf ihre Haut tätowieren lassen."

Neue Zürcher Zeitung warnt vor "Opium-Boom" in Afghanistan

Die NZZ berichtete am 28. Dezember über einen massiven Anstieg des Opiumanbaus in den südlichen "befreiten" Gebieten Afghanistans. Im April sei daher mit einer erheblichen Ernte zu rechnen. Die Taliban hätten 2001 einem UN-Bericht zufolge die Opiumproduktion um 90 Prozent zurückgefahren. Allerdings sei die Rauschgiftproduktion in den von der Nordallianz kontrollierten Gebieten massiv angestiegen.

 

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