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Aus der Neuen Solidarität Nr. 13/2002 |
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Gedankenaustausch. Der französische Präsidentschaftskandidat Jacques Cheminade besuchte vom 10.-13. März Moskau, wo er intensive Gespräche führte.
Jacques Cheminade, der langjährige Mitstreiter LaRouches und derzeitige Präsidentschaftskandidat in Frankreich, besuchte vom 10.-13. März Moskau, wo er intensive Gespräche über die Rolle Rußlands und Europas in der wirtschaftlichen und strategischen Weltkrise führte. In der Duma traf Cheminade den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses Sergej Glasjew und den Vorsitzenden des Rechtsausschusses und früheren Präsidenten des Obersten Sowjets, Anatolij Lukjanow. Weitere Gespräche führte er mit dem bekannten Militärexperten Leonid Iwaschow sowie strategischen Analysten der Russischen Akademie der Wissenschaften am Institut für Weltwirtschaft und Politik (IMEMO) und am Fernost-Institut.Daneben hielt Cheminade Vorträge vor 35 Diplomaten und außenpolitischen Experten an der Diplomatischen Akademie des Außenministeriums sowie vor 40 Studenten an der renommierten Wirtschafts-Hochschule.
Cheminade forderte dabei ein neues russisch-europäisches Bündnis, "das nach Eurasien und Zentralasien wirkt", dabei aber einen "sterilen, impotenten Antiamerikanismus vermeidet", sondern "den Kräften in den USA hilft, die gegen die Diktatur der Finanzoligarchie und ihre Helfershelfer im Militär sind". Gemeinsam mit China, Indien und anderen asiatischen Ländern sollten Rußland und Europa am Aufbau der Eurasischen Landbrücke und eines neuen Weltfinanzsystems (Neues Bretton Woods) arbeiten. Bei den finanziell-wirtschaftlichen Vereinbarungen für den Aufbaus Eurasiens sollte man "einen Euro ins Auge fassen, der goldgestützt ist - nicht Goldstandard, sondern Goldreserve - oder auf einem Warenkorb von Rohstoffen und Industriegütern beruht", sagte Cheminade. Mit diesem Euro und einem gold- oder gütergedeckten Rubel könnten die Bankensysteme beider Nationen bei der Finanzierung großer Infrastrukturvorhaben zusammenarbeiten.
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