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Aus der Neuen Solidarität Nr. 15/2002

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Fundsache

Manche Wirtschaftsleitartikel, vor allem die über den nahenden Aufschwung, lesen sich wie Satiren. Die Absurdität dessen, was man ihnen zu schreiben aufträgt, entgeht bisweilen auch den Verfassern nicht. So lautete die Überschrift des Hauptartikels der FAZ-Wirtschaftsseite am 4. April 2002: "Wirtschaft trotz Insolvenzwelle zuversichtlicher". Untertitel: "Noch keine Wende am Arbeitsmarkt/ Firmenzusammenbrüche typisch für die Konjunkturwende". Und dann: "Die Lage vieler Unternehmen ist schlecht - doch der Optimismus in der Wirtschaft wächst. Zwar meldet derzeit ein Unternehmen nach dem anderen Insolvenz an. Aber die konjunkturellen Frühindikatoren deuten auf Aufschwung... Die maßvoll optimistischen Konjunkturprognosen stützen sich bislang auch ausschließlich auf die verbesserte Stimmung; reale Daten bestätigen die Zuversicht bislang noch nicht."