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Aus der Neuen Solidarität Nr. 19/2002 |
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Welchem Zweck dienen Killer-Computerspiele wie Counterstrike, Global Operations oder Retaliation? Man stelle sich diese Frage vor dem Hintergrund dessen, was real auf der strategischen Weltbühne heute vor sich geht.
Ein neuer Renner unter den Killerspielen ist Global Operations, das die US-Firma Grave Entertainment am 20. März auf den Markt brachte. In der Werbung der Computerspiele-Zeitschrift Bionic Games Review wird es folgendermaßen beschrieben: "Bis an die Zähne mit der fragwürdigsten Moral der Welt bewaffnet, werden Sie sich als Kämpfer, Anführer und Befehlshaber den Weg durch eines der härtesten Geisel-Szenarien bahnen, durch Aufklärungspatroullien und Einsätze zur Niederzwingung irgendwelcher Kriegsherren. Für Ihre Ausrüstung in Tschetschenien, Sri Lanka, Beirut und Mexiko können Sie wählen zwischen Scharfschützen, Aufklärern, Sanitätern und Schwerbewaffneten aus einem Sortiment von 25 Elitekampftruppen, darunter die Wolverhampton Red Hand Gang, um damit Ihre blutige Kriegsmaschinerie schlagkräftig zu machen."
Das neue Computerkampfspiel Retaliation (Vergeltung) beinhaltet amerikanische verdeckte Operationen gegen Rußland. In flashpoint review wird das Skript folgendermaßen beschrieben: "In dem Kampfeinsatz Retaliation spielen Sie den russischen Soldaten Dmitrij Astachow, der auf der Insel Everon stationiert ist. Als Mitglied einer Friedenstruppe besteht Ihre Aufgabe darin, die Bevölkerung vor Terroristen zu schützen und ein sicheres Leben zu führen. Aber wegen der strategisch bedeutsamen Lage Everons sind westliche Regierungen ganz und gar nicht erfreut über die russische Militärpräsenz und beginnen, die Extremisten und Rebellen zu unterstützen. Außerdem setzen die USA Sondereinsatzkommandos ein, um die prosowjetische (sic!) Einstellung der Inselbewohner zu untergraben und die russische Friedenstruppe von der Insel zu vertreiben."
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