Deutscher Ärztetag: Tötung auf Verlangen ist keine ärztliche Handlung
"Aktive Sterbehilfe ist das vorsätzliche Töten von Menschen. Das steht im krassen Widerspruch zum ärztlichen Auftrag, das Leben zu schützen. Der ärztliche Beruf würde so ein anderer, der Arzt würde zum Vollstrecker werden", heißt es in einem Beschluß des 104. Deutschen Ärztetages. Jeder Patient müsse sich zu jeder Zeit sicher sein, daß Ärzte konsequent für das Leben eintreten und weder aus wirtschaftlichen noch aus politischen Gründen das Leben zur Disposition stellen. Diese Sicherheit könne nur dann garantiert werden, wenn Ärzte das Töten von Patienten kategorisch ablehnen. Es gäbe schon Wissenschaftler, die von "Sterbekosten" sprechen, wenn sie die Behandlung und Hilfe in der Zeit vor dem Tod meinen. "Wenn Schwerstkranke schnell und kostengünstig sterben sollen, kommt eine makabre Kostenlogik in Gang. Aktive Sterbehilfe bahnt den Weg für Willkür und Kostendruck auf unheilbar Kranke", so die Warnung des Ärztetages.