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Aus der Neuen Solidarität Nr. 22/2002

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Israelis in USA unter Terrorismusverdacht

Am 7. Mai wurden in der Nähe des Marineluftwaffenstützpunktes Whidbey Island im US-Bundesstaat Washington zwei Israelis festgenommen, als man in ihrem Lastwagen Spuren von Sprengstoff feststellte. Der LKW war wegen zu schnellen Fahrens angehalten worden, und ein Bombenspürhund hatte dann an einem der Männer und in dem Fahrzeug Sprengstoffspuren gefunden. Nach einem Bericht von Carl Cameron im Nachrichtensender Fox TV wurde anschließend "mit Hilfe moderner Spürgeräte die Existenz von TNT und RDX-Plastiksprengstoff bestätigt". Fahrer wie Beifahrer des LKW, beide israelische Staatsbürger, wurden wegen Verletzung der Einreisebestimmungen in Haft genommen.

Nach diesem ersten Bericht Camerons in Fox TV verlief die Geschichte dann im Sande. Der Seattle Post Intelligencer versuchte sogar, die Vorgänge herunterzuspielen. Unter Berufung auf nicht genannte Polizeikreise wurde behauptet, die an Lenkrad und Schalthebel gefundenen Sprengstoffspuren könnten auch von einem Zigarettenanzünder stammen. In der amerikanischen Bundeshauptstadt war jedoch aus verläßlichen Quellen zu erfahren, daß gegen die beiden Israelis weiter unter Terrorismusverdacht ermittelt werde.