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Aus der Neuen Solidarität Nr. 22/2002
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Die Wunder der Deregulierung
Nach der Fusion mit vier privatisierten deutschen Versorgungsunternehmen will der schwedische Energieriese Vattenfall mehr als 4000 Arbeitsplätze streichen. Zu der "neuen Kraft" auf dem deutschen Strommarkt werden vier große ehemals kommunale Versorgungsbetriebe aus Hamburg (HEW), Berlin (BEWAG) und Ostdeutschland (VEAG und LAUBAG) gehören. Damit wird der Vattenfall-Konzern zum drittgrößten Energieunternehmen in Deutschland nach RWE und E.ON. Derzeit sind bei den regionalen Versorgungsbetrieben etwa 20000 Arbeitskräfte beschäftigt, aber der designierte Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europa, Klaus Rauscher, hat bestätigt, daß man bis 2005 mehr als 4000 Stellen streichen werde.
Ungeachtet dessen bezeichnete Kanzler Schröder indes den Zusammenschluß als "gute Nachricht für den Wettbewerb im Energiesektor, die Versorgungssicherheit und die Beschäftigung in Ostdeutschland". Auf einem Kongreß der Vattenfall-Gruppe nutzte Schröder die Gelegenheit, um sich für die weitere vollständige Liberalisierung der europäischen Energiemärkte stark zu machen. Manche lernen nie.
alh