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Aus der Neuen Solidarität Nr. 23/2002 |
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Eine neue US-Studie kommt zu dem Ergebnis, daß Kinderaugen durch PC-Bildschirme geschädigt werden. Das Betrachten von Computerbildschirmen sei gefährlicher als intensives Lesen, so Cary Herzberg. Die Untersuchung habe ergeben, daß das kindliche Auge eine krankhafte Verzögerung der Scharfeinstellung entwickele, was längerfristig die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit nach sich ziehe. Eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung sei daher bei PC-hungrigen Kindern dringlich.
Während die materialzertrümmernde Wirkung von Ultraschallwellen bei Steinleiden seit Jahren mit Erfolg genutzt wird, laufen jetzt an der Harvard Medical School in Boston unter Greg Clement Untersuchungen mit dem Ziel, Ultraschallwellen zur Zerstörung von Hirntumoren einzusetzen. Als erste Versuchsanordnung dient dabei ein mit Wasser gefüllter Schädel, an den eine Vielzahl von Ultraschallsendern angelegt werden. Durch Steuerung der Sender in Richtung und Intensität in Zusammenarbeit mit computertomographischen Aufnahmen und im Schädel angebrachter Mikrophone lassen sich durch Interferenzen Schallwellen aufheben, um gesundes Gewebe zu schonen, oder bündeln, um Tumorgewebe zu zerstören. Die Fokussierung der Schallwellen läßt sich damit millimetergenau steuern. Das Team um Greg Clement hofft nach weiteren Versuchen bald mit klinischen Prüfungen beginnen zu können.
Auf einem Fachkongreß der Neurochirurgen in Chicago stellten Ärzte vom Cedars Sinai Medical Center den Fall eines Parkinsonkranken vor, der mit adulten neuronalen Stammzellen behandelt worden war. Die Stammzellen wurden mittels Punktion aus dem Gehirn gewonnen, isoliert und mehrere Monate im Labor kultiviert. Hierauf erfolgte die Reimplantation. In dreimonatigem Abstand wurde der Patient von einem neutralen Ärzteteam, das über die Stammzellenbehandlung nicht informiert war, nachuntersucht. Es fanden sich dramatische Verbesserungen der motorischen Leistung wie auch der Dopaminwerte im Blut.
Der Behandlung des Mannes, der bereits seit elf Jahren an der fortschreitenden Parkinson-Erkrankung litt, waren Tierversuche vorangegangen, bei denen sich gezeigt hatte, daß nach Transplantation neuronaler Stammzellen der Verlust dopaminproduzierender Nervenzellen rückgängig gemacht werden konnte. Dopamin ist ein Überleitungsstoff bestimmter Nervenbahnen; sein Mangel bzw. Fehlen führt zu der charakteristischen Parkinson-Symptomatik.
Die Behandlung des erhöhten Blutdrucks ist ein zentrales Anliegen bei der Vorbeugung späterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen und -Komplikationen. Ein neues Medikament aus der Gruppe der Angiotensin-II-Antagonisten - Losartan - wirkt nicht nur der Entwicklung eines Diabetes mellitus und/oder eines Schlaganfalls entgegen, sondern senkt auch das Herzinfarktrisiko. Das ist das Ergebnis einer großangelegten Studie in den USA, Großbritannien und Skandinavien, die vom Losartan-Hersteller Merck finanziert wurde. Von 9200 Hochdruckpatienten wurde die Hälfte mit Losartan, die andere Hälfte mit dem seit Jahren bewährten Atenolol behandelt. Während es bei der Senkung des Blutdrucks keine wesentlichen Unterschiede gab, wurden bei Losartan deutlich weniger Spätkomplikationen beobachtet (Diabetes und Schlaganfall minus 25%, Herzinfarkt minus 13%). Aufgrund der Ergebnisse der Studie hält Professor Björn Dahlof von der Universität Göteborg ein Umdenken in der Blutdruckbehandlung für dringend geboten.
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