Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 27/2002

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

Roosevelt und Pearl Harbor

Der Blick in die Geschichte

Lyndon LaRouche wurde von Unterstützern gebeten, eine Frage zu klären, über die unter Kritikern der "offiziellen These" des 11. September vor allem in den USA diskutiert wird: War Präsident Franklin D. Roosevelt schon vorher über den geplanten Angriff der Japaner auf Pearl Harbor informiert? Manchmal wird der "Vergleich" angestellt: "Damals wußte Roosevelt vorher etwas, heute wußte Bush vorher etwas." LaRouche antwortete hierauf:

Der entscheidende Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg war das Zusammentreffen der Niederlage der 6. Armee bei Stalingrad und der amerikanischen Landung in Nordafrika. Das war elf Monate nach dem Angriff auf Pearl Harbor und es war ein Ausdruck davon, daß Roosevelt sich schon sieben Jahre zuvor darüber bewußt war, daß ein Krieg gegen Nazi-Deutschland unausweichlich war. In den letzten sieben Jahrzehnten wurde ich mit einer wachsenden Zahl von Berichten konfrontiert, wonach Roosevelt im vorhinein von dem Angriff auf Pearl Harbor gewußt habe und ihn bewußt geschehen ließ. Im Endeffekt wird dabei immer mehr oder weniger ausführlich, manchmal auch völlig irrational, mit dem Finger auf den Verdächtigen gezeigt, ohne daß echte Beweise für die vermeintliche Schlußfolgerung vorliegen.

Gute Gründe, einen bestimmten Sachverhalt zu vermuten, sind zwar eine gute Grundlage für Ermittlungen, aber nur ein Narr wird auf dieser Grundlage seine Schlußfolgerung schon als erwiesen betrachten. Wir dürfen eben niemals Narren sein - anders als Präsident Bush, der sich in der Reaktion auf den 11. September und in der Israelpolitik zum Narren macht.

Hinsichtlich der Argumentation "weil es mit Pearl Harbor so und so war, steckte Präsident Bush hinter dem 11. September": Damit wird der Intellekt des Präsidenten massiv überschätzt. Wie man an seinem jüngsten törichten Verhalten gegenüber Arafat ablesen kann, ist er nicht der Typ, der etwas, was er vor drei Minuten noch wußte, auch jetzt noch weiß. In der Angelegenheit des 11. September war Bush die Marionette, die in der Luft herumflattert. Wenn man die strategischen Kontrolleure sucht, die einen 11. September organisieren wollen und können, dann muß man sich in den Reihen der Leute mit stechendem Blick umsehen, die einen Markt von Narren wie Brzezinski, Wolfowitz usw. betreiben.

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Suchen Abonnieren Leserforum