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Aus der Neuen Solidarität Nr. 27/2002

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Finanzkollaps und Kriegsgefahr!
Wir haben keine Sekunde zu verlieren!

Von Helga Zepp-LaRouche,
Bundesvorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität
und Direktkandidatin für den Bundestag für Berlin Mitte

Die Kernschmelze des globalen Finanzsystems ist in vollem Gang. Die Aktienmärkte krachen weltweit: Alleine die führenden 600 Unternehmen in Europa haben seit Januar 1,46 Billionen Euro (1460 Milliarden!) an Aktienwert verloren! Aber auch der Mittelstand, und damit das Herzstück der deutschen Wirtschaft, bricht ein. Argentinisierung droht in ganz Lateinamerika, Japan stürzt in die Depression. Der Dollarkollaps ist der Anfang vom Ende, denn daran hängt die gesamte weltweite Finanzarchitektur.

Lange Zeit haben Finanzinstitutionen und Parteien in völliger Realitätsverweigerung die Krise geleugnet: "Das System ist in Ordnung; der Aufschwung steht unmittelbar bevor." Ich war bisher die einzige Politikerin in Deutschland, die vom systemischen Kollaps des globalen Finanzsystems und der Notwendigkeit einer grundsätzlichen Reorganisation des Finanzsystems, einem "Neuen Bretton Woods", gesprochen hat.

Die ökonomischen Prognosen meines Ehemanns, des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers und Präsidentschaftskandidaten für 2004, Lyndon LaRouche, haben sich stets und immer wieder auf der ganzen Linie bestätigt, während seine Kritiker hoffnungslos falsch lagen. Jetzt warnt LaRouche davor, daß wir in den nächsten Monaten die endgültige Kernschmelze das globalen Finanzsystems, vielleicht auch einen großen Krieg erleben werden.

Das Verhalten der Regierungen der G-8-Staaten auf dem Gipfel in Kanada deutet leider darauf hin, daß sie unfähig sind, die vorhandene Lösung, nämlich die von LaRouche vorgeschlagene Reorganisation des Weltfinanzsystems, rechtzeitig umzusetzen. Die große Gefahr ist, daß wir die Inkompetenz dieser Regierungen alle sehr teuer bezahlen werden. In der europäischen Geschichte hat sich schon einmal aus Finanzkrise und Depression ein Weltkrieg entwickelt!

Mein Mann und ich waren gerade eingeladen, vor wichtigen Gremien in Brasilien über den systemischen Finanzkollaps und seine Lösung zu sprechen. Dort haben die Menschen große Angst, daß ihnen und ganz Lateinamerika das gleiche Schicksal wie Argentinien bevorsteht. Argentinien war einmal das drittreichste Land der Welt - und heute herrscht Hunger im Land des Weizens und der Rinder, es drohen territoriale Auflösung und Chaos! In Argentinien dachten die Menschen auch, sie hätten noch Zeit, aber sie hatten keine. Eines Morgens wachten sie auf und hatten alles verloren!

Genau das droht auf der ganzen Welt, auch hier in Deutschland!

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