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Aus der Neuen Solidarität Nr. 29/2002 |
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Der Vorsitzende des Finanzausschusses des italienischen Senats fordert erneut ein Neues Bretton Woods, um die weltweite Finanzkrise zu lösen.
Senator Riccardo Pedrizzi, Vorsitzender des Finanzausschusses im italienischen Senat und Mitglied der Partei Alleanza Nazionale, die der Regierungskoalition angehört, hat am 2. Juli in einer Erklärung ein Neues Bretton Woods gefordert. Sen. Pedrizzi war schon vor über einem Jahr der Erstunterzeichner einer Parlamentseingabe für ein Neues Bretton Woods. Seine neue Erklärung erschien im Bulletin der Presseagentur Agenparl, die über politische und parlamentarische Entwicklungen berichtet; andere Presseagenturen griffen Teile der Erklärung auf. Senator Pedrizzi schreibt:"Nach den schockierenden Fällen Enron und WorldCom, die beide mit Arthur Andersen zusammenhängen, ist nunmehr klar, daß selbst das amerikanische Kontrollsystem versagt hat. Italien muß Referenzpunkte definieren, damit jemand, der Unternehmensberater ist, nicht gleichzeitig eine Rolle als interner Buchprüfer und Zulassungsunternehmen einnehmen kann. Wir prüfen derzeit ein entsprechendes Gesetz. Die finanzielle Globalisierung schafft gegenseitige Abhängigkeiten und Übertragungen von einem System zum anderen. Wir müssen Maßnahmen zum Schutz von Marktminderheiten entwickeln, die häufig Bürger - Shareholder - als Sparer vertreten, weil die ultraliberale Vorstellung, der Markt könne sich aus sich selbst heraus reformieren, von der Realität weitgehend widerlegt worden ist. Während die Regierungen die grundlegenden Wirtschaftsprozesse nicht beeinflussen können, läßt sich die Spekulationsblase von der Hochfinanz, die sie geschaffen hat, nicht mehr kontrollieren."
Angesichts eines solchen Szenarios der "globalen Krise" sieht Pedrizzi nur eine Antwort: "Man muß auf internationaler Ebene die notwendigen Kräfte für eine Reform des Weltwährungs- und Finanzsystems mobilisieren, für ein von Regierungen beschlossenes Neues Bretton-Woods-System. Damit kann über kontinentale Großprojekte zur wirtschaftlichen Entwicklung die produktive Weltwirtschaft wiederbelebt und ein erneuter Dialog sowie eine friedliche Zusammenarbeit und Beschäftigung in Gang gesetzt werden."
Agenparl berichtete außerdem unter der Überschrift "Globale Krise, die Antwort ist ein Neues Bretton Woods" ausführlich über die Konferenz mit Lyndon LaRouche vom 2. Juli in Rom. Auch die dem Außenministerium nahestehende Agentur AISE und die auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Fidest berichteten zustimmend über die Veranstaltung.
pra
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