|
|
| Suchen | Abonnieren | Leserforum |
|
Aus der Neuen Solidarität Nr. 30/2002 |
|
8. November 1989: Helga Zepp-LaRouche rät als Präsidentin des Schiller-Instituts zur deutsch-französischen Zusammenarbeit mit Moskau, um einer Absprache der Supermächte über Europa entgegenzutreten und nach dem Börsenkrach von 1987 eine aufbauorientierte Wirtschaftspolitik durchzusetzen. Sie schlägt ein fünfstufiges Notprogramm für den Wiederaufbau Polens vor, wobei der DDR mit ihren Industriekapazitäten eine wichtige Rolle zukommen soll.
November 1989: Helga Zepp-LaRouche verfaßt als Bundesvorsitzende der Patrioten für Deutschland (Vorläufer der BüSo) Flugblätter, die nach Öffnung der innerdeutschen Grenze hunderttausenfach an den Grenzübergängen verteilt werden ("Geliebtes Deutschland, weiter so - mit Zuversicht!"). Sie schlägt die Verknüpfung der europäischen Industriezentren im Westen und Osten vor, so daß diese zur "Lokomotive für die Weltwirtschaft" werden könnten.
4. Dezember 1989: Lyndon LaRouche warnt in der Schrift "Der Mittelstand als Lokomotive für Osteuropa" vor den nachindustriellen Utopien des Westens und weist dem zu entwickelnden Hochtechnologie-Mittelstand eine Schlüsselrolle bei der raschen Modernisierung der Volkswirtschaften der DDR und der osteuropäischen Länder zu.
13. Dezember 1989: Helga Zepp-LaRouche fordert in der Neuen Solidarität: "Freie Wahlen in der DDR - Keine Wiederholung des Wiener Kongresses" (Bush/Gorbatschow auf Malta).
Januar 1990: Das Programm Das Produktive Dreieck Paris-Berlin-Wien als Lokomotive der Weltwirtschaft wird in einer Auflage von mehreren 100000 verteilt, den europäischen Regierungen zur Verfügung gestellt und auf Seminaren in ganz Osteuropa präsentiert.
9./10. Februar 1990: Pariser Konferenz des Schiller-Instituts: "Deutsch-französische Allianz: Fortschritt und Freiheit für 400 Millionen Europäer". Es nehmen über hundert Gäste aus der DDR teil.
3. März 1990: Deutsch-deutsches Seminar zur Landwirtschaftspolitik mit 200 Teilnehmern in Hünfeld bei Fulda.
28. Februar 1990: Aufruf an die Bürger der DDR zur Volkskammerwahl am 18. März 1990: "Vergeßt die größeren Ziele nicht!" Helga Zepp-LaRouche warnt vor dem materialistisch-pragmatischen Zeitgeist der Bundesrepublik. Die friedliche deutsche Revolution sei eine "Sternstunde der Geschichte". Sie begrüßt die Währungsunion und Einführung der DM, betont aber, die dafür notwendigen wirtschaftlichen Wachstumsraten könnten nur unter Bedingungen des Produktiven Dreiecks und nicht unter monetaristischen Vorgaben erreicht werden.
Frühjahr 1990: Amerikanische Bürgerrechtler wie Amelia Boynton Robinson und Rev. James Cokeley aus New York sprechen bei den Montagsdemonstrationen (Halle/Leipzig) und halten Vorträge in DDR-Städten.
August 1990: Die Patrioten treten mit Kandidaten in Thüringen und Sachsen zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl an. In Flugblättern fordern sie, im Rahmen des Gesamtkonzepts des "Produktiven Dreiecks" das Industriepotential der DDR zu modernisieren.
November 1990: Helga Zepp-LaRouche veröffentlicht ein "Vier-Punkte-Programm gegen die Arbeitslosigkeit" für ein kommunales Aufbauprogramm und staatliche Kredite für Gas-, Elektrizitäts- und Wasserversorgung. Es dürfe keine Verzögerungen bei notwendigen Investitionen geben, Entschädigungsansprüche müßten später geklärt werden. Angesichts der instabilen Lage in der Sowjetunion befürwortet sie die Bereitstellung zugesagter Kredite direkt an die DDR-Firmen, um den Warenfluß in die Sowjetunion nicht zu unterbrechen.
März 1991: Europaweite Konferenz des Schiller-Instituts in Berlin "Frieden durch Entwicklung" mit über hundert hochrangigen Vertretern aus Ost- und Westeuropa sowie der Sowjetunion. Verabschiedung der "Berliner Erklärung": Schaffung von integrierten Hochtechnologie- und Infrastrukturkorridoren in ganz Europa als Ausweg aus der Weltwirtschaftsdepression und als Gegenkonzept zur imperialen anglo-amerikanischen "neuen Weltordnung".
März 1991: Das Programm Ein Wirtschaftswunder für Osteuropa - das produktive Dreieck Paris-Berlin-Wien als Lokomotive der Weltwirtschaft erscheint als Taschenbuch in einer Auflage von 40000 Exemplaren.
10. Juli 1991: "Adam Smith gegen Leipziger Kranbauer": Die Neue Solidarität beleuchtet exemplarisch, wie die TAKRAF Leipzig zu Fall gebracht wurde.
18. Dezember 1991: "Grundstückshaie am Checkpoint Charlie": Neue Solidarität berichtet über Spekulanten wie den US-Geheimdienstmann Mark Palmer und sein "American Business Center" in Berlin.
11. März 1992: "Jeder zweite Ostdeutsche ohne Arbeit": Neue Solidarität" fordert den Rücktritt von Bundesfinanzminister Theo Waigel, der sich mehr dem IWF als der Bevölkerung verpflichtet fühlt. Forderung nach einem "Aufbauministerium" nach dem Beispiel des japanischen MITI.
Oktober 1992: "Schuldenerlaß für den Wohnungssektor Ost!" titelt Neue Solidarität" und fordert ein Moratorium auf die Altschulden der DDR.
28. Oktober 1992: "Zweite Demontage voll im Gang", ein ausführlicher Bericht über die Kahlschlagspolitik der Treuhand in der Neuen Solidarität.
November 1992: Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) wird als gesamtdeutsche Partei aus der Taufe gehoben: eine wirkliche Bürgerrechtsbewegung in der Tradition Martin Luther Kings, die sich an der Idee des Gemeinwohls orientiert.
März 1993: Extrablatt der BüSo in hoher Auflage: Was blockiert den Aufbau Ost? Forderungen sind u.a. die Streichung der Buchschulden ehemaliger DDR-Betriebe, Kommunen und LPGs sowie die Bereitstellung umfangreicher Nationalbankkredite als Anschubfinanzierung für die Belebung des produktiven Sektors, für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.
In besonderen Kampagnen setzte sich die BüSo für den Erhalt von Arbeitsplätzen in wichtigen produktiven Zweigen der Ost- Wirtschaft ein:
|
|
| Suchen | Abonnieren | Leserforum |