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Aus der Neuen Solidarität Nr. 30/2002

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Aufbau Ost war geopolitisch unerwünscht

Originalton Samuel Huntington

Samuel Huntington, der Theoretiker des "Kampfes der Kulturen", schrieb 1991 einen Aufsatz mit dem Titel "Amerikas sich wandelnde strategische Interessen", der in der Zeitschrift Survival des Londoner International Institute of Strategic Studies (IISS) (Vol. 33, Nr. 1) erschien. Er vertritt darin die Auffassung, nachdem die Vereinigten Staaten 1990 den Kalten Krieg gegen die Sowjetunion gewonnen hätten, bestünden ihre "gewandelten strategischen Interessen"

Originalton Samuel Huntington:

Um dieser Bedrohung zu begegnen, empfiehlt der anglo-amerikanische Geopolitiker, "Deutschlands Macht im neuen Europa zu begrenzen, indem man Deutschlands Beteiligung in der NATO und den europäischen internationalen Organisationen fördert, während man gleichzeitig gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich, Frankreich und anderen Ländern darauf hinwirkt, Deutschlands Einfluß in diesen Organisationen zu beschränken."

So wurde es dann leider auch gemacht. Und diese Meister des "Teile und Herrsche" erfüllt es vermutlich mit Genugtuung, wenn die Deutschen in Ost und West sich heute gegenseitig die Schuld für die Sabotage des Aufbaus Ost geben.