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Aus der Neuen Solidarität Nr. 30/2002

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Fehlentwicklungen in Gesellschaft

Pressestimme, Donau-Post, Wörth an der Donau, 12. Juli 2002

Zwei Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo), die sich am Dienstag vor der Postfiliale vorstellte, warben für ihre Organisation und deren Stimmkreiskandidaten für die anstehende Bundestagswahl. Der Landwirt Helmut Eichinger aus Aufhausen-Triftlfing kandidiert für die BüSo, dem es in erster Linie um eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung auf der Grundlage souveräner Nationalstaaten geht.

Birgitta Gründler und Norbert Scholl von der BüSo-Bayern betreuten am Dienstag den Infostand vor der Post. Dabei versuchten sie, mit den Passanten in ein ungezwungenes Gespräch zu kommen über Grundlegendes in der Gesellschaft und der globalisierten Wirtschaft.

Denn laut der Bürgerrechtsbewegung wären fundamentale Veränderungen zum Besseren nötig und nicht nur irgendwelches Flickwerk. "Wirtschaftliche und moralische Mißstände" hätten Birgitta Gründler zu ihrem Engagement gebracht. ..."In unserem eigenen Land", so meint sie, "läuft doch vieles schief. Angefangen von der Spaßgesellschaft über Drogenmißbrauch bis hin zu den Gewaltvideos. Das Prinzip des Gemeinwohls wird dabei immer weniger beachtet." Eingebettet wäre dieser Verfall in eine "ungerechte Weltwirtschaftsordnung mit einem ungezügelten Freihandel und Turbokapitalismus".

Dagegen offerierten die beiden Wahlkämpfer Rezepte in ihren Infobroschüren und Handzetteln. Ein wichtiges Element wäre dabei das Prinzip souveräner Nationalstaaten, die sich besser um ihre örtlichen Probleme kümmern könnten. "Das unterscheidet uns von den anderen angeblichen Globalisierungsgegnern, die ja selbst die Nationalstaaten ablehnen und nur die Großkonzerne bekämpfen."

Die Bodenständigkeit verkörperte auch der zweite BüSo-Mann Norbert Scholl. "Ich habe einen landwirtschaftlichen Hintergrund und bin dadurch wachgerüttelt worden, daß der deutsche Bauernstand erledigt werden soll." Trotz angeblicher EU-Überschüsse könnte eine Eigenversorgung Deutschlands mit Getreide und Fleisch ohne Importe nicht mehr aufrechterhalten werden. Der 44jährige aus dem hessischen Odenwald beklagte zudem das große Drogenproblem, das auch in seinem persönlichen Umfeld schon für Opfer gesorgt hätte...

 

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