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Aus der Neuen Solidarität Nr. 33/2002

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BüSo warnt seit Jahren vor dem Crash

Eine Chronologie unserer Lösungsvorschläge

Der Finanzkrach, der sich in diesem Wahlsommer vor unser aller Augen vollzieht und uns praktisch jeden Tag neue Tiefstrekorde beschert, war für jeden, der es wissen wollte, lange vorhersehbar. Zusammen mit LaRouche hat die BüSo jedenfalls schon seit Jahren davor gewarnt - und konstruktive Lösungsvorschläge gemacht.

Juni 1994: Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche veröffentlicht seine Neunte Vorhersage: Der Zusammenbruch des derzeitigen Finanz- und Währungssystems sei unvermeidlich und könne allenfalls "durch die politisch unwahrscheinliche Entscheidung der führenden Regierungen", das bankrotte System einem "Konkursverfahren zu unterziehen", aufgehalten werden.

Juni/Oktober 1994: Die Europawahlen im Juni bestreitet die BüSo mit dem Slogan: "Wir haben das Patentrezept". Auf ihrem Wahlplakat, das die Bundesvorsitzende und Spitzenkandidatin Helga Zepp-LaRouche zusammen mit der "großen alten Dame" der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Amelia Boynton Robinson zeigt, fordert die BüSo: "Frieden durch Entwicklung", "Produktion statt Spekulation", "Aufbau Ost statt Schocktherapie" und "Mit dem Transrapid ins 21. Jahrhundert".

Mit dem in hoher Auflage verteilten Wahlextra Finanzsystem unwiderruflich am Ende - Globaler Wiederaufbau muß sofort beginnen! zieht die Büso auch in den Bundestagswahlkampf im Oktober.

März 1995: Die BüSo reicht beim zuständigen Ausschuß des Deutschen Bundestages eine Petition ein, in der vor der Derivatspekulation der Länder und Gemeinden gewarnt wird, nachdem Pläne in diese Richtung u.a. in Schleswig-Holstein und München bekanntgeworden waren.

April 1995: "Nur Esel spekulieren bis zum Krach" - mit diesem frechen Slogan geht die BüSo in den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen. Das Plakat zeigt eine Radierung aus Goyas Los Capriccios, in denen der spanische Maler mit der Darstellung eines "Eselunterrichts" gegen aristotelisch-schematische Denkmethoden polemisiert. Dies BüSo-Plakat mit der Überschrift Schluß mit der Eselei! - Wirtschaftsaufbau statt Finanzkrach sorgt nicht nur in NRW für Furore.

Juli 1996: In einem Brief an deutsche Bundes- und Landtagsabgeordnete schlägt der BüSo-Bundesvorstand vor, die Gesetzesinitiative des Demokraten Harold James zur "Erhebung einer Spekulationssteuer" im Landtag von Pennsylvania (USA) aufzugreifen. Sie habe "Vorbildcharakter" und sollte "so schnell wie möglich von vielen Parlamenten der Welt verabschiedet werden".

Februar 1997: Helga Zepp-LaRouche richtet zusammen mit der ukrainischen Parlamentsabgeordneten Natalja Witrenko einen Dringenden Appell an Präsident Clinton zur Einberufung einer neuen Bretton-Woods-Konferenz. Der Aufruf wird auch von der BüSo verbreitet und in den nächsten Monaten von vielen tausend Persönlichkeiten in aller Welt unterzeichnet, darunter drei ehemalige Staatspräsidenten - López Portillo (Mexiko), General Joao Baptista Figueiredo (Brasilien) und Godfrey Binaisa (Uganda) - , ehem. Minister, Abgeordnete, Gewerkschafter und Unternehmer. In den USA sind neun ehemalige Kongreßmitglieder, mehrere hundert Abgeordnete der Parlamente der Bundesstaaten sowie viele Bürgerrechtler aus der Bewegung von Martin Luther King dabei.

November 1997: Am 19. November berät im Deutschen Bundestag der zuständige Ausschuß über die im März 1995 vom BüSo-Bundesvorstand eingereichte Petition. (Antwort der Regierung, siehe "Worte von gestern".)

Sommer/Herbst 1998: Im Bundestagswahlkampf 1998 warnt die BüSo mit dem Plakat "Weltfinanzsystem vor dem Super-GAU!" In einem Flugblatt zur Wahl am 27. September heißt es: "Was vor einem Jahr als ,Asienkrise' begann, hat sich zur weltweiten Finanz- und Währungskrise ausgeweitet, deren Ende nicht abzusehen ist... Die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland und der EG kann nur dann erfolgreich bekämpft werden, wenn die globale Wirtschafts- und Finanzkrise gelöst wird."

November 1999: Die BüSo verweist auf den unhaltbaren Schuldenberg in den USA, im Leitartikel der Neue Solidarität vom 17. November heißt es, dieser Schuldenberg ist "weltweit die größte Gefahr für das globale Finanzsystem... Im ersten Quartal 1999 türmten sich in Amerika Schulden von insgesamt 97 Billionen Dollar auf... 1998 war das Volumen der Finanzaggregate (93,62 Bio.$) 33mal größer als das der Güterproduktion (2,85 Bio.$) - eine beispiellose Entwicklung in der Geschichte."

März 2000: Am "Superdienstag", dem 7. März, beginnt (im historischen Rückblick) der Krach an den internationalen Börsen, vor dem die BüSo die deutsche Öffentlichkeit jahrelang gewarnt hatte. Der Crash läuft, Anfang vom Ende der "Neuen Wirtschaft", titelt die Neue Solidarität am 12. April.

April 2001: BüSo und Neue Solidarität warnen vor dem "wirklichen Rentenbetrug, die 'private Vorsorge' in Zeiten des Börsencrashs" (so die Schlagzeile der Neuen Solidarität am 11. April). Die BüSo erklärt: "Alle Parteien sind sich einig: Die Bürger müssen ihre zukünftige Rente privat mit Pensionsfonds absichern. Wie kann man so etwas vorschlagen, wenn doch absehbar ist, daß der Kollaps der Finanzmärkte diese Kapitaleinlagen vernichtet?"

Juli 2002: Mitte Juli fordert die BüSo im Bundestagswahlkampf die Auflage von "Infrastrukturanleihen" zur Finanzierung eines umfassenden Transrapid-Netzes.

Im Leitartikel der Neuen Solidarität Systemkrise erfaßt Großbanken - Politikern fehlt der Mut zur Wahrheit heißt es am 31. Juli: "Nach US-Großunternehmen wie WorldCom drohen nun ganz große Wallstreet-Banken abzustürzen."

 

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