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Aus der Neuen Solidarität Nr. 34/2002 |
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Der Vortrag von Dr. Kwiczak auf dem Seminar in Dresden trug den Titel "Die Rolle Polens beim Bau der Eurasischen Landbrücke und bei der Überwindung der Weltwirtschaftskrise".
Der Bau der Eurasischen Landbrücke und die Abwendung der Weltwirtschaftskrise setzen eine veränderte Herangehensweise an die Mechanismen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung voraus. Um die Wahrheit zu sagen: Man muß mit der neoliberalen Theorie und Praxis bei der Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen und ähnlichen Vorhaben brechen.Wenn die jetzige neoliberale Politik im Weltmaßstab, d.h. die Globalisierung, fortgesetzt wird, werden einige wenige unvorstellbaren Reichtum anhäufen, der größte Teil der Weltbevölkerung jedoch wird im Zuge der Weltwirtschafts- und Finanzkrise, die mit der Zerstörung von Staaten, einem kulturellen Niedergang und dem Verfall nationaler Traditionen einhergeht, in Armut und Elend gestürzt werden.
Aus genau diesem Grund stimme ich Lyndon LaRouche zu, daß es notwendig ist, zu den Ideen der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung der Vereinigten Staaten zurückzukehren - und auch zu den Ideen der polnischen Verfassung vom 3. Mai 1791.
Staaten und Regierungen sollten sich um die Entwicklung der Wirtschaft, Kultur und Wissenschaften kümmern, sie sollten dem Gemeinwohl und der Entwicklung aller Menschen auf dieser Welt dienen. Hungersnöte und Hungertod von Millionen Menschen, besonders in Afrika, sind eine Schande für das 20. und 21. Jahrhundert, angesichts der Tatsache, daß wir über hohe Überschüsse bei Nahrungsmitteln sowie über moderne landwirtschaftliche Technologie verfügen und gleichzeitig extrem teure Kriege geführt und Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben werden.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sollten wir auch zur internationalen Arbeitsteilung und zur Spezialisierung im Weltmaßstab zurückkehren, damit die Entwicklung einzelner Staaten und ihrer Gesellschaften gewährleistet ist.
Vernünftige Investitionen in die Entwicklung der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kultur ermöglichen die Entwicklung einzelner Gesellschaften und Staaten. Man sollte sich daran erinnern, daß eine optimale Verteilung der Investitionsmittel im Interesse der Effizienzmaximierung ein vernünftiges Vorgehen internationaler Organisationen (WTO, Weltbank, Internationaler Währungsfonds) voraussetzt, sowie starke Staaten, denen es um die Entwicklung der Nationen, ihrer Kultur und Wissenschaften, und nicht um Profitmaximierung geht, wobei die Profite um ihrer selbst willen vermehrt werden, was nur den wenigen Superreichen zugute kommt.
Die Erfahrung lehrt weiterhin, daß der Marktmechanismus allein den oben beschriebenen angestrebten Zweck nicht erreicht. Ein vernünftiges Zusammenwirken anderer externer Faktoren, die die Verwendung von Investitionsmitteln sowie die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und ihrer Zweige regeln, ist auf der Ebene der einzelnen Länder und der Weltwirtschaft erforderlich. Auf der Ebene der Volkswirtschaft muß der Staat eine solch regulierende Rolle spielen, in der Weltwirtschaft müssen internationale Organisationen diese Rolle übernehmen.
Was die Rolle Polens beim Bau der Eurasischen Landbrücke und bei der Überwindung der Weltwirtschaftskrise angeht, sollten wir folgende Tatsachen berücksichtigen: Polen umfaßt eine Fläche von 312700 km2, die Bevölkerung beträgt fast 40 Millionen Menschen. Das ist im Vergleich zu den USA und Deutschland ein relativ kleines wirtschaftliches Potential, aber im Hinblick auf das Produktionsvolumen in der Energieindustrie und Kommunikationsinfrastruktur sowie das wissenschaftliche und intellektuelle Potential - Polen verfügt über einen relativ hohen Anteil gut ausgebildeter Menschen - ist das Land durchaus ein wichtiger Faktor in Europa.
Der wichtigste Faktor ist jedoch, daß Polen an der sogenannten Neuen Seidenstraße liegt. Aufgrund dessen kann Polen folgende Beiträge zum Bau der Eurasischen Landbrücke leisten:
Und für Polen bringt der Bau und das Funktionieren der Eurasischen Landbrücke die folgenden Vorteile:
Dr. Zbigniew Kwiczak
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