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Aus der Neuen Solidarität Nr. 34/2002

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Al-Watan: Die Kriegslunte wird gezündet


Kritik an Richard Perle

In der großen saudi-arabischen Tageszeitung Al-Watan erschien am 12. August ein Artikel von Dr. Ahmed Al-Kedidi mit dem Titel "Eine Unterhaltung mit Lyndon LaRouche über die gefährlichsten Fragen der Welt". Kedidi ist ein früherer tunesischer Diplomat und lehrt derzeit an der Universität von Qatar.

"Ich traf meinen Freund an, wie ich ihn [1984] verlassen hatte, lebhaft, enthusiastisch und mit dem gleichen wachen Blick - trotz seines Alters von 80 Jahren", schreibt Kedidi. "Ich fragte ihn nach Amerika und danach, daß dort zum Angriff auf den Irak geblasen wird." Die tiefgehende Antwort LaRouches bezog sich auf die Krise des Weltfinanzsystems, darauf, wie die Finanzoligarchie die Kriegstrommeln rühre und welche Interessen aus der Kriegsindustrie in den USA dahinter stünden. Die von dieser Kriegspartei angestrebten Kriege würden die neuen "Brücken", die zwischen China, Indien, Rußland und Pakistan entstanden sind, zerstören, Zentralasien isolieren und die Landkarte im Nahen Osten neu zeichnen.

"Diese Kriegslobby ist nichts Neues", zitiert Kedidi LaRouche. "Es gibt sie seit dem Vietnamkrieg. Die 90er Jahre brachten die Desintegration des Finanzsystems. Vor diesem Hintergrund wurde Bush als Sprecher ausgesucht, um den Krieg des ,angeschlagenen Empires' gegen die ,Achse des Bösen' zu erklären, anstatt die USA zu einer führenden Nation in einer neuen historischen Bewegung zu machen, die auf der Grundlage von Frieden und einer universellen moralischen Revolution weltweit Entwicklung anstrebt. Die Welt braucht dringend Entwicklung auf der Grundlage einer Prinzipiengemeinschaft, wofür ich seit einem halben Jahrhundert kämpfe. Die Welt ist heute gespalten. Auf der einen Seite sind die entwickelten reichen Nationen mit einer geringen Bevölkerung und auf der anderen Seite arme bevölkerungsstarke Nationen... das ist ein Molotow-Cocktail, der im Begriff ist zu explodieren... Und leider sind die Kriegsfalken dabei, die Lunte zu zünden."

Kritik an Richard Perle

Bereits am 9. August hatte Al-Watan einen Artikel des amerikanischen EIR-Redakteurs Jeffrey Steinberg veröffentlicht, worin es um LaRouches Einschätzung des "Falken" Richard Perle im Pentagon ging. Das Verhalten Perles und des Defense Policy Board angesichts des Widerstands führender amerikanischer Militärs gegen einen Irak-Krieg erinnere an die Kreise um Adolf Hitler, die seinerzeit den deutschen Militärführern, die Hitlers Kriegspläne ablehnten, mit Liquidation drohten, heißt es dort. "Viele Köpfe werden rollen müssen, damit der Krieg gegen den Irak losgehen kann", hätte laut Steinberg Perle im Defense Policy Board gedroht. Aber die Opposition gegen einen Irak-Krieg innerhalb des US-Militärs nehme eher zu.


Lesen Sie dazu bitte auch Asharq Al-Awsat: BüSo-Programm ist "Keim für einen Dialog der Kulturen" in dieser Ausgabe.

 

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