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Aus der Neuen Solidarität Nr. 36/2002 |
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Ronny Leibelt ist Kandidat der BüSo in Dresden I, Wahlkreis 160.
Angesichts der Naturkatastrophe, die unsere Stadt Dresden, das Erzgebirge, ganz Sachsen und nun auch Sachsen-Anhalt, Prag und Passau so furchtbar heimsuchte, stellt sich für uns alle die Frage, wie es weitergehen soll. Ob direkt oder indirekt, es betrifft uns alle. Es gibt kein fremdes Leid. Wie oft habe ich in dieser Woche daran gedacht. Man muß schon ein Herz aus Stein haben, wenn einen die Schicksalsschläge, die so viele unserer Mitmenschen erlitten haben, kalt lassen.Aber es zeigte sich wieder einmal etwas, was wir in unserer Welt schon fast vergessen haben. Das Wertvollste, was wir in unserem Land haben, sind unsere Menschen: der Nachbar, der half oder Wohnraum zur Verfügung stellte; der Soldat, der Student, der Bürger, die Sandsäcke füllten; der Polizist, der Feuerwehrmann - ob sie nun aus einem kleinen Dorf oder aus Dresden, Nürnberg oder Hamburg kamen - , geholfen und gekämpft hat jeder auf seine Weise und tut dies auch weiterhin, wie die hohe Spendenbereitschaft zeigt. Der Bürger, ob in Zivil oder Uniform, lebt das vor, was unsere Politiker jetzt begreifen müssen.
Die Wiederherstellung der Normalität ist eine nationale Aufgabe unserer Nation. Es ist eine große Aufgabe und sie wird nicht von heute auf morgen zu schaffen sein. Der Aufbau Ost, der längst noch nicht erledigt war, hat einen schweren Rückschlag erlitten. Wir wissen alle, wie vieles noch vor der Katastrophe im Argen lag. Viele kleine und mittlere Unternehmen, die in den vergangenen Jahren schwer zu kämpfen hatten, Kommunen, welche ohnehin zu wenig Mittel hatten, stehen jetzt vor dem nichts - nur noch vor einem Haufen Trümmer und einem weiteren Haufen Schulden.
Unsere Kunst- und Kulturstätten müssen umgehend wieder hergestellt, die Infrastruktur muß in Ordnung gebracht werden, und vor allem müssen die Menschen spüren, daß sie weiterhin hier zu Hause sind.
Welchen Ausweg gibt es? Nach der Weltwirtschaftskrise gelang es den USA, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Auch der Bundesrepublik gelang es nach dem Zweiten Weltkrieg, ein "Wirtschaftswunder" hervorzubringen. Also: die Pläne für so etwas sind da, der Wille der Bevölkerung auch, was hindert uns? Erwarten wir keine Wunder - vollbringen wir sie. Jetzt!
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