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Aus der Neuen Solidarität Nr. 48/2002 |
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Bayern
Im Rahmen der traditionellen Jugend-Korbinianswallfahrt auf dem Freisinger Domberg am 16. und 17. November waren auch die beiden BüSo-Kandidaten Elke Fimmen (München) und Franz Maier (Traunstein) zu einem Podiumsgespräch mit Kandidaten und Abgeordneten anderer Parteien als Nachlese zu den Bundestagswahlen 2002 eingeladen. Die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese München-Freising organisierte Wallfahrt fand dieses Jahr unter dem Motto "Farbe bekennen" statt und sollte Jugendliche und junge Erwachsene ermuntern, im Leben einen eigenen, festen Standpunkt einzunehmen und sich nicht vom Zeitgeist "verbiegen" zu lassen.
Elke Fimmen rief die Jugendlichen auf, sich angesichts von Wirtschaftskrise und Kriegsgefahr mehr in die Politik einzumischen, denn nur so könnten sie auf ihre eigene Zukunft Einfluß nehmen. Franz Maier bezeichnete die amerikanische Bürgerrechtlerin Amelia Boynton Robinson als sein großes Vorbild und sagte, er wolle auch in Deutschland das Konzept "Menschenliebe" in der Politik verankern.
Auf die Frage, ob Jugendliche sich politisch engagieren sollten, führte er aus, daß niemand außerhalb der politischen Beziehungen existiere. Allein das Beispiel der allmorgendlichen Tasse Kaffee zeige, daß ein jeder mit der Welt und ihren politischen Verflechtungen in vielfacher Weise verknüpft ist.
Am Ende wurden alle Diskussionsteilnehmer nach ihrer Lieblingsfarbe gefragt. Während die meisten der anderen Parteienvertreter mehr oder weniger einfallslos ihren jeweiligen Parteifarben fröhnten, fielen auch hier die beiden BüSo-Repräsentanten mit ihren gut durchdachten Antworten auf. Franz Maier: "Da ich auf einem Hof aufgewachsen bin, ist Grün meine Lieblingsfarbe. Es ist die Farbe der wachsenden Natur. Aber das soll nicht heißen, daß ich gegen Industrie und technischen Fortschritt bin. Ganz im Gegenteil! Denn nur mit Natur pur kann niemand lange überleben."
Niedersachsen
Die BüSo hat begonnen, ihre Kandidaten für die niedersächsische Landtagswahl am 2.2. aufzustellen. Der Vermessungstechniker Andreas Richter kandidiert im Wahlkreis Braunschweig-Südost. In Osterholz tritt der Spediteur Karl Kasimir an, in Verden die Schwesternhelferin Maria Räuschel. In Hannover wurden die Krankenschwestern Frauke Richter (Mitte) und Katharina Pagel (Südost) sowie der Beamte Steffen Brosig (Südwest) nominiert. Wer Kontakt zu den Kandidaten aufnehmen bzw. sie unterstützen will (z.B. durch Einladung in Gesprächskreise etc.), kann sich bei der BüSo Niedersachsen melden.
Außerdem muß jeder Kandidat 100 Unterstützungsunterschriften für seine Kandidatur sammeln. Wer helfen will, indem er im Bekanntenkreis Unterschriften sammelt oder zumindest die eigene Unterschrift gibt, kann sofort Formulare von uns erhalten. Er muß nur in einem der Wahlkreise wohnen. 0511/868327 oder nord-ost@bueso.de
Hessen
Bei einer Diskussionsveranstaltung der SPD in Wiesbaden mit Sven Giegold, einem Mitglied des Koordinationskreises von Attac-Deutschland, kam es zu einem öffentlichen Disput zwischen dem Attac-Vertreter und dem BüSo-Landtagskandidaten Alexander Hartmann. Das Thema der Veranstaltung lautete: "eine gerechte Weltordnung" - etwas, wofür die LaRouche-Bewegung seit drei Jahrzehnten eintritt. Giegold hatte sich in seinem Vortrag - nach einer durchaus zutreffenden Analyse der negativen Konsequenzen der Globalisierung - dafür eingesetzt, die "Globalisierung" zu zähmen.
Hartmann wendete in seiner Wortmeldung dagegen ein, es sei falsch, das gegenwärtige System der Globalisierung als gegeben hinzunehmen und es nur reformieren zu wollen. Die heutigen Wertpapiere seien wertlos, denn sie seien Schulden von Ländern und Institutionen, die sie nicht zurückzahlen können. "Wäre es nicht richtiger, dies anzuerkennen und sie für null und nichtig zu erklären, damit wir die Schuldenlast loswerden, und ein Finanzsystem zu schaffen, mit dem wir die Welt wiederaufbauen können, anstatt zu versuchen, mit einem Heftpflaster die brechenden Dämme zu flicken?"
Giegold distanzierte sich zwar von der BüSo, betonte in seiner Antwort jedoch, daß Attac sich dafür einsetzt, die Deregulierung des Weltfinanzsystems rückgängig zu machen und es, zur Not durch Kapitalverkehrskontrollen, zu stabilisieren. Zu dem Eingeständnis, daß das Weltfinanzsystem bankrott ist, konnte Giegold sich aber nicht durchringen.
Sachsen
"Wie sieht unsere Zukunft aus? Gehen wir zur Schule, um dann in die Langzeitarbeitslosigkeit entlassen zu werden, wie unsere Eltern? Werden wir demnächst in irgendeinem Krieg verheizt?" Diese Fragen stellen sich derzeit viele Jugendliche in den neuen Bundesländern. Eine erschreckend große Zahl von ihnen greift inzwischen zu Alkohol und Drogen. Andere sagen: "Wir müssen das System bekämpfen - wir brauchen eine Revolution!" Aber was für eine? Durch Kaputtschlagen wird doch nichts gelöst. Dann sind wir auf der gleichen Ebene wie Bush und seine Berater, die gegen jeden Krieg führen wollen. Oder? Laßt uns die Revolution weiterführen, die unsere Eltern im Herbst 1989 begonnen aber nicht vollendet haben. Und diesmal weltweit!
So verlaufen viele Diskussionen an den Infoständen der BüSo und der internationalen LaRouche-Jugendbewegung. "LaRouche-Jugendbewegung für eine Zukunft" und "LaRouche: Baut die Eurasische Landbrücke" steht dann auch auf den Bannern beim Einsatz in Dresden (Foto). Diese Woche finden Aktionstage in Berlin statt. Wer noch kurzfristig mitmachen will, meldet sich bei Thomas (0171-6088377).
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