Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 11/2003

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Physische Wirtschaft
  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Kernenergie
  Die Kriegsfraktion
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Terror - Cui bono?
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

Zwischenruf

Gedankenloser Sprachgebrauch

In diesen Tagen ist fast nur noch von "Behinderten" die Rede, wenn das Für und Wider von PID und Klonen, die vermeintlichen Heilungsversprechen embryonaler Stammzellenforschung für "Behinderte" diskutiert wird. Käme indes jemand auf die Idee, von dem oder den "Gesunden" zu sprechen? Ein "Behinderter" ist wie ein "Gesunder" zunächst einmal ein Mensch.

Einigen wir uns also doch bitte darauf, sofern diese Differenzierung nötig ist, von einem behinderten oder einem kranken Menschen zu sprechen. Ein anderes Sprachgebaren begünstigt - gewollt oder nicht - ein Menschenbild, das behinderte Menschen auf ihre Behinderung reduziert. Dies ist in Zeiten von Peter Singer und anderen Bioethikern keine harmlose oder gedankenlose Nachlässigkeit, sondern kann für die betroffenen Menschen lebensgefährliche Implikationen haben.

Zudem begünstigt solch eine nur scheinbar "nebensächliche" Gedankenlosigkeit die Erosion der eigenen wie auch der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Wachsamkeit.

jut