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Aus der Neuen Solidarität Nr. 12-13/2003 |
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In Antwort auf unseren Aufruf Irakkrieg verhindern! Helfen Sie mit! und unsere Berichterstattung über den weltweiten Widerstand schickten uns mehrere Leser Berichte über eine Reihe bemerkenswerter Stellungnahmen und Aktionen gegen den Krieg.
Andreas Etl hat die Presseerklärung eines führenden ungarischen Kardiologen übersetzt, der bereits in den Irak gefahren ist, um sich dort als "lebendes Schutzschild" zur Verfügung zu stellen. Das ungarische Original steht in www.dnp.hu. Die Erklärung lautet:
Unter keinen Umständen kann ich den Tod von Menschen in Kauf nehmen, der durch Entscheidungen anderer hervorgerufen wird. Ich akzeptiere keine Art von Krieg! Ich akzeptiere keinen Terrorismus!
Ich bin kein Mitglied irgendeiner politischen Partei, ich bin Christ und Arzt, und meine Lebensaufgabe kann nur sein, Menschen zu heilen. Ich bin im Irak - wie andere auch - , um den Mord an Unschuldigen zu verhindern. Mein einziges Ziel ist, selbst wenn ich damit den Krieg nicht aufhalten kann, mit meiner Präsenz hier die Friedensbotschaft meines Volkes an die Weltöffentlichkeit zu tragen. Ich will den Mördern ins Gesicht sagen, daß ich auf der Seite des unschuldigen irakischen Volkes stehe.
Sollte ein Krieg ausbrechen, werde ich hier als vereidigter Chirurg alles tun, um Leben zu retten. Damit wende ich mich an alle Ärzte der Welt - in den Irak zu kommen, um den Krieg zu verhindern, und wenn uns das nicht gelingen sollte, zu helfen, Menschenleben zu retten.
Ich vertraue mich bedingungslos den Menschen guten Willens und Gottes Gnade an. Als überzeugter Christ wende ich mich an unseren Papst Johannes Paul II., unseren geistlichen Vater, mit der Bitte, in den Irak zu kommen, um mit seiner persönlichen Präsenz einen Krieg abzuwenden. Dies könnte nicht nur den geplanten Krieg verhindern, sondern auch ein Zeichen setzen, daß der Weg zur Versöhnung zwischen Christen und Moslems endlich frei wird. Eine solche Handlung könnte die Krönung eines beispielhaften päpstlichen Lebens sein, im Dienste der Menschheit in Ewigkeit.
Bis auf obige Erklärung lehne ich alle weiteren öffentlichen Äußerungen ab."
Rüdiger Sibiller aus Murrhardt schickte uns den Aufruf der amerikanischen Organisation "MoveOn" (www.moveon.org) und der "Win Without War"-Koalition, die zusammen mit dem Erzbischof Desmond Tutu zu Mahnwachen am Sonntag, dem 16.März, um 19 Uhr auf der ganzen Welt aufrufen. Jeder, der eine noch so kleine Mahnwache mit Kerzen in seinem Ort organisieren will, soll sie auf der Internetseite www.globalvigil.org anmelden, damit schon im Vorfeld eine eindrucksvolle Wirkung erzielt wird.
Rüdiger Sibiller selbst schreibt, die MoveOn-Aktivisten hätten innerhalb von Tagen nicht nur viele hunderttausend Unterschriften gesammelt, sondern auch 400000 Dollar an Spenden für diese Zwecke. Er ruft alle Mitstreiter von BüSo und Schiller-Institut dazu auf, die Mahnwachen-Aktion zu unterstützen, "zumal sie von amerikanischen Bürgern initiiert wurde und deshalb besonderes Gewicht hat". Außerdem schlägt er vor, Stadt-und Gemeinderäte in Deutschland "anzumailen und zu animieren, wie die 120 amerikanischen Städte Resolutionen gegen den Krieg zu verabschieden und an die Mitglieder des Weltsicherheitsrats zu senden".
Patrick Grete verwies auf eine von 45 Nobelpreisträgern unterzeichnete Erklärung gegen einen unilateralen Präventivkrieg gegen den Irak. Die Petition vom Januar 2003 lautet:
gal
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