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Aus der Neuen Solidarität Nr. 16/2003

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Bürgerrechtsbewegung international


Marivilia Carrasco spricht vor Marineakademie
Seminar in Rom

Australien

Das "andere Amerika" auf der Münchner Friedensdemonstration

Marivilia Carrasco spricht vor Marineakademie

Trotz interner Widerstände entschied das Zentrum für fortgeschrittene Studien des mexikanischen Marinekorps (CESSM), die Präsidentin der Iberoamerikanischen Solidaritätsbewegung (MSIA) Marivilia Carrasco einzuladen, die Hauptrede auf einer Konferenz des CESSM zu halten. 150 Offiziere besuchten die Veranstaltung in Mexiko-Stadt am 28. März. Frau Carrasco schilderte die Rolle der Washingtoner "Drückebergerfalken", die Ideologie von Leo Strauss und den Einfluß von Leuten wie Bernard Lewis, Huntington, Brzezinski, Kissinger sowie Wells und Russell auf das Denken der US-amerikanischen Elite. Anhand von Landkarten erläuterte sie den "Kampf der Kulturen" und das britische Große Spiel in Zentralasien, um aufzuzeigen, warum Länder wie Rußland den Irakkrieg als Bedrohung ihrer Sicherheitssphäre ansehen.

Sie beschrieb auch den Ausweg aus der Krise; dazu gab sie einen Überblick über die Entwicklungen der Eurasischen Landbrücke und eine Einführung in die Grundlagen eines Neuen Bretton Woods. Carrasco betonte, Mexikos Präsident Vicente Vox habe in seiner kürzlichen Entscheidung, gegen den Krieg und für die Verteidigung der nationalen Identität Mexikos zu stimmen, die Grundlage zum Überleben eines Nationalstaats aufgezeigt. Nur so könnten die nationalen Institutionen die Befugnis zurückgewinnen, Kredit ausgeben, um so die Lage im Land grundlegend zu verändern.

Die Diskussion drehte sich u.a.um die Rolle der mexikanischen Wirtschaft im allgemeinen und der Ölfirmen im besonderen, die mit oder ohne Irakkrieg bankrott sind. "Wir entkommen der weltweiten finanziellen Desintegration nur, wenn wir unser Bündnis mit den Ländern der Eurasischen Landbrücke zu stärken suchen", antwortete Carrasco. Das Guadalajara-Forum für die Verteidigung des Nationalstaats, Zusammenarbeit mit Argentinien und Brasilien und LaRouches Vorschläge der Operation Juarez von 1982 seien der richtige Ausgangspunkt für eine Wende zum Guten.

Seminar in Rom

Am 20.März veranstaltete die italienische Bürgerrechtsbewegung Solidarität ein Seminar in Rom über die Weltwirtschaftskrise, ihre Auswirkungen auf Italien und die notwendigen Lösungen. Rund 80 Personen aus Regierungskreisen und -institutionen, viele davon Bekannte des ehemaligen Generaldirektors des Arbeitsministeriums Nino Galloni, sowie einige einflußreiche Journalisten nahmen daran teil. Die Sprecher waren neben Galloni der Vorsitzende der Solidaritätsbewegung Paolo Raimondi, Giuseppe DeRita, der einer wichtigen Organisation zur Erhebung von Daten und Statistiken vorsteht, der frühere verantwortliche Wirtschaftsredakteur der Tageszeitung La Repubblica Carlo Clericetti, der stellv. Arbeitsminister Alberto Brambilla, Senator Oskar Peterlini sowie Pater Ulisse Frascali, der ein bekanntes Sozialzentrum in Ravenna leitet.

Das Seminar begann nur wenige Stunden nach dem ersten Bombardement Iraks, was Raimondi als Anlaß nahm, die Drückebergerfalken, den "Kampf der Kulturen" und die wirtschaftlichen Grundlagen imperialer Kriege anzugreifen, nicht ohne die Lösungsstrategien von LaRouche und Roosevelt aufzuzeigen. In seiner Rede hob Sen. Peterlini, der einige Monate zuvor einen Antrag zur Einführung eines Neuen Bretton Woods in den Senat eingebracht hatte, erneut hervor, wie wichtig eine solche Initiative ist. LaRouches Analyse des Zustands der Wirtschaft und des begonnenen Krieges sei völlig richtig, sagte er, und der Diskussion über ein Neues Bretton Woods komme auf allen institutionellen Ebenen große Bedeutung zu. Einige Presseagenturen wie z.B. Agenparl veröffentlichten Berichte über das Seminar.

Australien

LaRouches Mitstreiter im Citizens Electoral Council (CEC) in Australien haben bei der Landtagswahl in Neusüdwales einen weiteren Wahlerfolg errungen. Nach den 7,3% in Westaustralien für Jean Robinson im Februar 2001 und den 8,9% in Victoria für André Kozlowski im November letzten Jahres erreichte Ann Lawler nun am 22. März in ihrem Wahlkreis Maitland nördlich von Sydney 8,4% der abgegebenen Stimmen und somit das drittbeste Ergebnis unter den acht Kandidaten. Die Lokalzeitung Maitland Mercury hatte zunächst versucht, Lawlers Kampagne wegen der Verbindung zu LaRouche zu verschweigen, war jedoch nach einer Mobilisierung des CEC gezwungen, ebenso objektiv über Lawlers Wahlkampf zu berichten wie über deren Gegenkandidaten. Die Episode demonstrierte den örtlichen Unterstützern des CEC, daß politische Auseinandersetzungen gewonnen werden können. Andere Kandidaten des CEC kamen in ihren Wahlkreisen auf Wahlergebnisse zwischen 2% und 4%. Das ist eine gute Grundlage für die in 15 Monaten anstehende Parlamentswahl in Australien.

Das "andere Amerika" auf der Münchner Friedensdemonstration

Bei der regelmäßigen Samstags-Friedensdemonstration in München kam diesmal zum Ende der Abschlußkundgebung auch ein Vertreter des "anderen Amerika", der aus Missouri stammende Carl Schoeppel, zu Wort. Zuvor hatte eine Rednerin über den Sozialabbau und die Wirtschaftskrise gesprochen - ein Thema, das bisher bei diesen Demonstrationen unter den Tisch gefallen war. Vor 4-500 Zuhörern und vielen Passanten auf dem Münchner Marienplatz berichtete Carl Schoeppel ausführlich über den wachsenden Widerstand in Amerika. Er sprach auch über die historische Rede der Bürgerrechtlerin Amelia Boynton Robinson am Montag zuvor bei der Leipziger Friedensdemonstration und ihre Erklärung, daß der amerikanische Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche der Kopf der Opposition in Amerika sei. Anschließend sang er Oh Freedom. Einer der Organisatoren war so inspiriert, daß er spontan einen der vielen anwesenden Palästinenser aufs Podium holte und ihn und Carl bat, sich - als Araber und Amerikaner - die Hände zu reichen, was mit viel Applaus quittiert wurde. Viele Zuhörer ließen sich Informationsmaterial geben.

Am Montag drauf begegneten BüSo-Aktivisten einer Dame am Infotisch, die ausdrückte, wie froh sie am Samstag gewesen sei, daß "endlich einmal jemand etwas anderes aus Amerika" zu berichten wußte. Wer mithelfen möchte, den Widerstand in den USA zu unterstützen, bitte unbedingt melden bei BüSo Bayern: 089-7254011 oder by@bueso.de!

 

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