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Aus der Neuen Solidarität Nr. 32/2003

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Standpauke an die deutschen Medien

Offener Brief. Daniel Buchmann von der LaRouche-Jugendbewegung will sich mit dem absurden Medienboykott in Deutschland gegenüber LaRouche und der BüSo nicht abfinden.

Mit dem sich zuspitzenden Wirtschaftskollaps, aber insbesondere seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, George W. Bushs Rede zur "Achse des Bösen" und dem Irakkrieg wächst das Interesse an LaRouches Einschätzung der Weltlage und der Entwicklungen in den USA in Regierungskreisen und Massenmedien weltweit. Die Menschen haben ein natürliches Interesse zu erfahren, was da los ist in Amerika, verbunden mit der Frage, was zu tun ist, um das zu stoppen, was einige Neokonservative als "vierten Weltkrieg" bezeichnen.

So erschien in einem in dem großen südkoreanischen Wochenmagazin SISA jüngst ein zweiseitiger Artikel über die neokonservative Kriegsfraktion , die "allmählich den Nazis immer ähnlicher wird". Weiterhin erfährt der südkoreanische Leser, daß amerikanische Präsidentschaftskandidat LaRouche die "Neocons" am schärfsten verurteilt und Cheneys Rücktritt fordert. Der Autor Kwang Huh, ein europäischer Korrespondent des Blattes, berichtet auch über die Hintergründe der Neocon-Ideologie und verweist dabei auf Leo Strauss, den Synarchismus und den Naziphilosophen Carl Schmitt. Ein anderes Magazin in Südkorea brachte einen ausführlichen Bericht zur Eurasischen Landbrücke.

In der Türkei wurde LaRouche vor einigen Wochen nicht nur mit großer Aufgeschlossenheit, sondern geradezu mit "rotem Teppich" empfangen. Ein türkischer Vertreter meinte: "Mr. LaRouche, ich habe ihre Jugendbewegung vor zwei Wochen in Straßburg getroffen und auch ein Flugblatt erhalten." LaRouches Kandidatur und sein Programm wurden in der gesamten türkischen Presse diskutiert. Der türkische Fernsehsender in Deutschland TD1 strahlte zu bester Sendezeit ein längeres Interview mit der BüSo-Vorsitzenden Helga Zepp-LaRouche aus.

Während des Irakkrieges führte die britische BBC zwei Interviews mit LaRouche, von denen eines später in der Financial Times aufgegriffen wurde. Konferenzen, Seminare in Italien, Indien, Frankreich, Deutschland, Brasilien, Mexiko, USA usw. haben dazu beigetragen. Die Briten interessiert natürlich auch, daß LaRouche in seiner Internetrede vom 2. Juli von einer notwendigen Neuauflage der Churchill-Roosevelt-Allianz des Jahres 1933 im Jahr 2003 sprach, um die synarchistische Armageddon-Fraktion zu stoppen.

Summa summarum: In führenden Kreisen vieler Länder und deren Medien wird LaRouche als vernünftige Alternative zum amerikanischen "Imperium insanum" gesehen. Dies gilt sogar für Großbritannien - von Tony Blair und dem, was er repräsentiert, einmal abgesehen. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es zur Zeit wenig Hoffnung, einen nuklearen Weltkrieg zu verhindern. Da fragt man sich, wer handelt zur Zeit eigentlich so, wie man es von einem amerikanischen Präsidenten erwarten darf? LaRouche oder Bush?

Diese Frage stellen sich zur Zeit auch viele Amerikaner. Artikel im New Yorker bis hin zur New York Times reflektieren unsere Nachrichtenarbeit. Der Ausflipper von Robert Bartley im Wall Street Journal am 9. Juni zeigt, daß sogar unser synarchistischer Gegner nicht umhin kommt, sich mit LaRouche öffentlich auseinanderzusetzen. Neulich sagte uns jemand in Washington, als wir die Broschüre über die US-Kriegsfraktion Children of Satan verteilten: "Sie brauchen mir diese Broschüre nicht zu geben. Ich arbeite im Weißen Haus, da liest das jeder." Uniformierte Militärs bedanken sich für unser Exposé über Rumsfeld und Wolfowitz, da aktive Pentagon-Beamte sich so direkt natürlich nicht äußern können.

Ein Machtkampf tobt in den USA und weltweit, und die Chancen, Cheney und seine Gruppe aus dem Amt zu werfen und LaRouche zum Präsidenten zu machen, stehen besser denn je. Allein in Kalifornien haben wir ein beständig wachsendes Wahlkampfteam von derzeit 90 Leuten, 70 davon sind jünger als 25. (Gouverneur Davis kann z.B. nur etwa drei Leute einsetzen.) Und die Broschüre gegen die neokonservativen Children of Satan hat eine Millionenauflage erreicht.

In Deutschland fragen uns viele Leute, Unterstützer oder nicht: Warum berichten die Massenmedien nicht über LaRouche? Und wenn berichtet wird, wie neulich im Spiegel-Artikel "Die Spur des Falken", warum dann auf so unglaublich dämliche Weise? Sehen diese Journalisten nicht, daß LaRouche sich grundlegend von allen Verschwörungstheoretikern unterscheidet?

Ist Deutschland in Bezug auf Pressefreiheit gegenüber der Türkei ein Entwicklungsland? Vielleicht sollte die deutsche Presse in Ankara und Istanbul Nachhilfestunden buchen, wozu und wie man Pressefreiheit richtig einsetzt. Wenn selbst in Deutschland tätige Südkorea-Korrespondenten LaRouche für so wichtig halten, daß sie zuhause über ihn berichten, was verstellt dann der deutschen Presse den Blick? Einfach Ignoranz - oder doch Korruption?

Wenn die deutschen Medien ihre Einstellung zu LaRouche nicht ändern, hat die Neue Solidarität wohl ab dem Jahr 2005 in Deutschland das Monopol, über den Präsidenten der USA zu berichten. Das ist für uns kein Problem, es stellt sich dann allerdings die Frage, wer daran mitgewirkt hat, die USA wieder zu dem zu machen, was die Gründerväter um Ben Franklin beabsichtigt hatten: einen Tempel der Freiheit und ein Leuchtfeuer der Hoffnung.

Daniel Buchmann

 

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