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Aus der Neuen Solidarität Nr. 4/2003

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Was ist Demenz?

Mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren ist es heute möglich, die Alzheimer-Krankheit relativ frühzeitig von anderen Demenzerkrankungen zu unterscheiden. So mißt SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography) die Durchblutung des Gehirns. Mit PET (Positron Emission Tomography) lassen sich Stoffwechselstörungen in Zellen, wie sie bei Alzheimer im Frühstadium auftreten, diagnostizieren.

Alzheimer gehört zu den Demenzerkrankungen. Der Begriff Demenz umfaßt einen ganzen Symptomenkomplex: Gedächtnisstörungen, Sprachstörungen, das Verlernen einfacher Handgriffe, Nichterkennen vertrauter Personen, mangelnde Urteilsfähigkeit und schließlich der Verlust der sozialen Kompetenz. Das Auftreten eines verbreiteten Anfangssymptoms wie Gedächtnisstörungen bedeutet natürlich nicht automatisch, an Demenz erkrankt zu sein.

Jeder Zehnte über 75 Jahre ist schwer bis mittelschwer dement. Ab 98 ist es jeder Zweite. Rund 75 Prozent aller Demenzerkrankungen in Deutschland werden durch die Alzheimer-Krankheit verursacht.

Die Erkrankung spielt sich heutigen gängigen Erkenntnissen zufolge auf drei Ebenen ab. Innerhalb der Nervenzelle kommt es zu Stoffwechselstörungen. Zudem verstopfen unlösliche Eiweißverbindungen, sogenannte fibrilläre "Tangles" das Innere der Nervenzelle. Um die Nerven herum lagert sich ein zelluläres Abfallprodukt, das Amyloid, ab. Beim Versuch des Organismus, diese Plaques abzubauen, entstehen Entzündungen, die auch die Nerven angreifen. Die gängigen Therapien bekämpfen diese Entzündungen und sollen gleichzeitig den Zellstoffwechsel wieder in Gang bringen. Hiermit läßt sich der Krankheitsverlauf für eine kurze Weile aufhalten, bis der Verfall meist weiter voranschreitet.