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Aus der Neuen Solidarität Nr. 8/2003

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Friedenskundgebung einmal anders

Auch in Hessen machen die Kirchen in Deutschland gegen den drohenden Irakkrieg mobil. Am 1. und 2. Februar wurde in den Kirchengemeinden der evangelischen und katholischen Kirchen im Kirchenbezirk Hessen und Nassau und in Kurhessen-Waldeck bzw. im Bistum Limburg zu einer Friedenskundgebung auf dem Römerberg in der Frankfurter Innenstadt aufgerufen - unter dem Motto "Es ist fünf vor zwölf".

Trotz des naßkalten Wetters war der Römerberg dann am 8. Februar - tatsächlich um 11.55 Uhr - bis auf die Treppenstufen des historischen Rathauses angefüllt mit rund 5000 Christen, denen die geopolitischen Machenschaften der Bush-Regierung nicht egal sind. Die Kundgebung war begleitet von Gebet und Gesang; ein Posaunenchor von 300 Posaunen- und Trompetenbläsern spielte zur Begleitung der Demonstranten, die die Texte einem zuvor ausgeteilten Blatt entnahmen. In einem Zelt lagen Unterschriftenlisten aus, wo sich die Teilnehmer eintragen und so persönlich gegen den Krieg Stellung nehmen konnten. In den Reden klang die Ermahnung durch, die Christen sollten sich nicht damit abfinden, daß den Bürgern von den Medien und den politisch Verantwortlichen eingeredet werde, daß ein Krieg unausweichlich sei. "Ein Krieg ist vermeidbar", betonte Kirchenpräsident Dr. Steinacker.

Auch Mitglieder der BüSo nahmen an der Kundgebung teil und verteilten Flugblätter mit der Gegenrede Lyndon LaRouches zu der kriegslüsternen Fernsehansprache des amerikanischen Präsidenten George W. Bush an das amerikanische Volk. Sie versicherten den Zuhörern, daß sie in ihrem Anliegen trotz des Opportunismus vieler Politiker nicht alleine stehen. Eine beachtliche Zahl der Demonstranten reagierte positiv, als sie hörten, daß die Amerikaner keineswegs alle für einen Irakkrieg seien, sondern daß es auch dort eine wachsende Opposition - allen voran die LaRouche-Bewegung - zur Kriegsfraktion im amerikanischen Establishment gibt.

Peter Rudolf Hummel