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Aus der Neuen Solidarität Nr. 9/2003

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Widerstand gegen PID ist Pflicht!

Auszüge aus einem Schreiben des Club of Life an alle deutschen Bundestagsabgeordneten.

Es gibt Situationen, da möchte man jemanden haben, der einen aufweckt und sagt: "Du hast nur geträumt." Eine solche Situation war für mich die kürzliche Anhörung des Nationalen Ethikrates, auf der betroffene Menschen und ihre Betreuer nach den Folgen der Einführung der Präimplantationsdiagnostik (PID) befragt wurden.

Leider war dies kein Traum, sondern im Jahre 2003 in Deutschland eine "ordentliche" Anhörung zum Thema Eugenik, Aufspüren, Selektion, Umbringen behinderter Menschen im frühesten Stadium ihrer Existenz. Dabei ist es natürlich kein Geheimnis, daß schon die Pränataldiagnostik den Umgang mit Behinderten verändert hat, bei der auch vornehmlich Auslese und Tötung - nur zu einem späteren Zeitpunkt - betrieben wird.

In welchem Jahr, in welchem Land befinden wir uns, daß wir so etwas überhaupt diskutieren?! Sind wir wirklich nicht mehr fähig, für die wenigen kranken Mitbürger Sorge tragen, um die es bei dieser gnadenlosen Jagd geht? Warum Jagd auf sie machen, sie umbringen, zerstückeln, beforschen? Warum haben wir es überhaupt bis an diesen Punkt kommen lassen? Und was unterscheidet uns in dieser Beziehung denn von den Nazis? Daß wir keine braunen Uniformen anhaben? Daß die Nazis noch nicht an die Embryos im Frühstadium "herankamen" und erst die späteren "Unmenschen" beforschen und in Vernichtungslager schicken konnten?

Jetzt hilft nur noch eines: ein schlichtes "Nein". Lassen Sie sich nicht blenden von der angeblichen Legitimität und Seriosität dieser Diskussionen, lassen Sie sich am besten überhaupt nicht darauf ein. Wir haben eine Verfassung, wir haben ein Grundgesetz. Dort ist alles geregelt, was es diesbezüglich zu regeln gibt. Oder soll man allen Ernstes im Deutschen Bundestag "ruhig und gelassen" über Menschenvernichtung diskutieren? Was wäre das für ein Signal an die Bevölkerung, an die alten und kranken Menschen? Und welches an die Welt?

PID ist vor allem Mord und Mittel zur "Rohstoffgewinnung Mensch". PID ist Mord an den Ungeborenen und an den empfindenden Herzen der Lebenden. PID ist Mord an ungezählten Kindern. Mord an Eltern, die zu ihrem Kind stehen. Mord an Eltern, die nicht zu ihrem Kind stehen. Mord am Gewissen. Nochmaliger Mord aller auf deutschem Boden gemordeten "unnützen Esser". Mord an der Gesellschaft. Mord an allen, die dafür arbeiteten, die hofften, daß das "Nie wieder" ein "Nie wieder" bliebe.

Und: PID ist Mord an der Zukunft, die immer und für alle Zeiten erst durch ein Kinderlächeln lebenswert wird.

Spätestens jetzt wird Widerstand zur Pflicht.

Jutta Dinkermann für den Bundesvorstand des Club of Life e.V.
Dr. med. Wolfgang Lillge für den medizinischen Beirat


Der ganze Text ist auf der Internetseite des Club of Life www.club-of-life.de nachzulesen oder kann beim Club of Life e.V. Postfach 1913, 65009 Wiesbaden, bezogen werden (Umschlag mit Rückporto beilegen).

 

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