Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 23/2004

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Die Kriegsfraktion
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

BüSo-Kandidaten stellen sich vor

86 Kandidaten der BüSo wollen ins Europäische Parlament. Die ganze Liste finden Sie im Internet unter www.bueso.de. Hier eine kleine Auswahl der Kandidatenvorstellungen, die dort zu lesen sind.


Unseren Kindern wird vieles vorenthalten
Menschlichkeit und Gemeinwohl sichern!

Die Bürger müssen eingreifen!

Nicht für dumm verkaufen lassen!

Für eine Renaissance der Kernenergie

Hilde Reynen-Kaiser, 68 Jahre, Buchhalterin
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Listenplatz 6

Unseren Kindern wird vieles vorenthalten

Da ich als Inhaberin einer kleinen Firma für Büroservice mit Schwerpunkt Buchführung auch einiges mit Krankenkassen zu tun habe, fiel mir ein Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten-Krankenkasse in die Hände. Nach diesem Report zu urteilen, waren noch nie so viele 20 bis 25jährige junge Menschen psychisch krank. Haben wir hier eine Generation ohne Hoffnung vor uns? Umfragen zufolge glauben 72% dieser Altersgruppe nicht an eine gute Zukunft, 67% sind unglücklich oder deprimiert, 97% vertrauen Politikern nicht mehr, finden sie korrupt und unerträglich arrogant. Der Leistungsdruck in den Schulen wird zwar immer größer, aber etwas Vernünftiges und Richtiges lernen sie nicht.

Eine Schülerin soll für den Geschichtsunterricht ein Referat schreiben. Da sie in der gesamten Schulzeit aber kaum in Geschichte unterrichtet wurde und nur über die Zeit des Nationalsozialismus etwas lernte, war sie verzweifelt und fragte mich um Rat. Ich gab ihr Bücher über die Geschichte der Araber in Europa und zeigte ihr Bilder, z.B. von der Alhambra. Sie war total fasziniert, blätterte alle Bücher durch, gestand, daß sie noch nie davon gehört hatte und war glücklich, nun darüber das Wissen erlangen zu können, um ein gutes Referat zu schreiben.

Ihre Schwester besucht ein Gymnasium hier in Düsseldorf und lernt im Geschichtsunterricht etwas über die Einrichtung von Schweineställen in Bayern. Ehrlich - es ist kein Witz.

Eine andere Schülerin steckt mitten im Abitur, hat aber noch nie etwas von Schiller oder Goethe gelesen, kennt die Namen Heinrich Heine oder Lessing nicht und hörte bei mir zum ersten Mal Musik von Brahms, Schubert und Chopin. Natürlich findet sie keinen Ausbildungsplatz und weiß jetzt nicht, was sie studieren soll. Von Betriebswirtschaft habe ich ihr dringend abgeraten. Selbstverständlich war sie auch noch nie in einem Museum. Im Theater war sie einmal mit der ganzen Klasse. Dort sahen sie etwas von Bertolt Brecht. Natürlich!

Diese jungen Leute, die ich hier genannt habe, sind symptomatisch für alle anderen jungen Menschen, die lange die Schulbank drücken in der Hoffnung, etwas zu lernen für ein späteres Leben, für ein erfülltes Leben, für einen späteren Beruf mit guten Zukunftsaussichten.

Und sie wissen inzwischen allzu gut, daß unsere korrupten Politiker dafür sorgen, daß es nicht so kommt. Sie sind frustriert, wenn sie entdecken, was die Erwachsenen, vor allem die Schule, ihnen an schönen Dingen vorenthalten haben. Sie bekommen Lebensangst, weil sie arbeitslos oder schullos oder lehrstellenlos sind, ohne jede Perspektive für die Zukunft. Nur 35% sagen, sie könnten mit Computern einigermaßen gut umgehen. Noch nicht einmal das bringt man ihnen bei!

Kurz und gut! Inzwischen konnte ich feststellen, daß die LaRouche-Jugend lernt und gelernt hat, sich zur Wehr zu setzen, selbst für eine bessere Zukunft zu streiten, und das macht mir Hoffnung für alle jungen Menschen der Welt, vor allem in Europa. Ich möchte mit den vielen jungen Menschen auf unserer Liste ins Europaparlament einziehen und die eingeschlafenen Abgeordneten dort so richtig aufmischen. Ich möchte diesen Leuten in Straßburg sagen, sie sollen sich trollen und nach Hause gehen, und dann möchte ich endlich frischen Wind in die Hallen des Europaparlamentes bringen, indem ich umgehend dafür sorge, daß Schule wieder die Inhalte bekommt, die junge Leute bereichern und glücklich machen. Ich durfte zum Teil noch den Segen des Humboldtschen Systems erleben, obwohl das zu meiner Zeit schon sehr verwässert war. Aber es war allemal besser als alles, was den Kindern heute aufgetischt wird.

Deshalb habe ich mich bereit erklärt, mein Leben nochmals umzukrempeln und bei den Europawahlen zu kandidieren. Es ist mein Ziel, jungen Menschen zu einem ausgefüllten und glücklichen Leben zu verhelfen. Denn hätten wir älteren Menschen eine Zukunft ohne die Jungen?


Thomas Rottmair, 24 Jahre, Schlosser
Dresden, Sachsen, Listenplatz 4

Menschlichkeit und Gemeinwohl sichern!

Die Rolle der Bürgerrechtsbewegung und meiner Kandidatur für das Europaparlament im Juni sehe ich vor allem darin, Realität in die politischen und somit auch gesellschaftlichen Diskussionen zu bringen. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, daß eine Lösung der derzeitigen Wirtschafts- und Gesellschaftskrise gefunden werden kann.

Die Wahrheit ist, daß wir am Ende einer systemischen Wirtschaftskrise angelangt sind, für die es keine Lösung innerhalb des Systems gibt. Es besteht jeden Tag die Möglichkeit, daß eine der Spekulationsblasen platzt, die in den letzten rund 30 Jahren aufgeblasen worden sind, und das internationale Banken- und Finanzsystem auseinanderfällt. Daran wäre ein Zusammenbruch der produktiven Realwirtschaft gekoppelt, der weltweit fatale Auswirkungen hätte.

Auf der anderen Seite sehen wir eine brutale Eskalation im sogenannten Nahen Osten, besonders zwischen Israel und Palästina und im Irak, die schnell Ausmaße eines Weltkriegs annehmen kann. Lyndon LaRouche, US-Präsidentschaftsbewerber in der Demokratischen Partei und Ehemann von Helga Zepp-LaRouche, der Bundesvorsitzenden der BüSo, hat in seiner "LaRouche-Doktrin" die Prinzipien dargelegt, die einen Ausweg aus der Kombination von Krieg und Finanzkollaps aufzeigen. Die BüSo will, daß sie auch europäische Politik werden.

Das zugrundeliegende soziale Prinzip der "LaRouche-Doktrin", das mir besonders wichtig ist, ist Gottfried Wilhelm Leibniz' Konzept der Glückseligkeit. Diese Glückseligkeit war für Leibniz an unsere Menschlichkeit in dem Sinne gebunden, daß sie Entwicklung und Verbesserung des Lebens der ganzen Menschheit bewirkt. Diese einzigartige Fähigkeit, die nur wir Menschen besitzen, nämlich unsere eigenen Lebensumstände durch Anwendung wissenschaftlicher Entdeckungen zu verbessern, ist die eine Seite.

Die andere Seite ist, daß wir dieses Wissen an die nächsten Generationen wirksam vermitteln müssen, um das Gemeinwohl der nächsten Generationen zu sichern. Stellen Sie sich vor, im Laufe der letzten 200 Jahre hätten wir vergessen, unser Wissen über Elektrizität weiterzugeben!

Im allgemeinen kann man dieses Verhalten wohl als Nächstenliebe bezeichnen. Dieses Prinzip der Nächstenliebe für die derzeitige und zukünftigen Generationen muß sich jetzt in Form einer neuen gerechten Wirtschaftsordnung, nicht nur in Europa, sondern weltweit durchsetzen!


Ntshwarele Ndukula, 26 Jahre, Student, verheiratet, 1 Kind
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Listenplatz 13

Die Bürger müssen eingreifen!

Ich habe mich als Kandidat für diesen Europawahlkampf aufstellen lassen, weil wir als Bürger Europas und der Welt an einem Zeitpunkt angekommen sind, an dem das Versagen der meisten Regierungen immer deutlicher wird. Aus diesem Grund fühle ich mich verpflichtet, dem Wort "Mündigkeit" mit meiner Kandidatur neuen Inhalt zu verleihen.

Bürger zu sein heißt nicht einfach Weisungen zu befolgen, sondern am Prozeß der Menschheitsentwicklung aktiv teilzunehmen. Daher hat jeder Bürger die Pflicht, besonders in Krisenzeiten, in die Geschichte einzugreifen. Ziel muß es sein, Europa aus der geistigen Lethargie, in die uns das schlechte Bildungssystem gebracht hat, aus der Morbidität, die wir unserem Gesundheitssystem verdanken, und von dem enormen Verlust an menschlicher Arbeitskraft und menschlichem Potential als Folge unserer Finanz- und Wirtschaftspolitik, zu befreien.

Das Interesse Europas an den sogenannten "Drittweltländern" sollte nicht zur Gewissenserleichterung dienen, denn vorgeheuchelte Bestürzung hilft keinem. Vielmehr sollten die von der BüSo vorgeschlagenen Langzeitinvestitionen und Infrastrukturprojekte als wirkliche Entwicklungshilfe umgesetzt werden. Dieser enorme Bedarf würde unter anderem den dringend benötigten Aufschwung in Europa gewährleisten.

Insbesondere Europas Jugend ist gefordert, Kooperativen der Vernunft aufzubauen - wie dies z.Zt. mit jungen Leuten der BüSo und der LYM-Bewegung in den USA geschieht - , um eine bessere Zukunft anzusteuern.


Robert Chittka, 25 Jahre, Student
Gießen, Hessen, Listenplatz 83

Nicht für dumm verkaufen lassen!

Ich wurde am 21. Juni 1978 in Rostock, jetzt Mecklenburg/Vorpommern geboren. Nach einer zwölfjährigen Schulbildung in Ribnitz-Damgarten an der wunderschönen mecklenburgischen Ostseeküste und einem zwölfmonatigen Wehrdienst in Neumünster/Schleswig-Holstein begann ich ein Studium der Anglistik in Gießen.

Warum ich für die BüSo kandidiere:

Die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR, zu der mein Heimatort Ribnitz-Damgarten gehörte, machte einem Volk klar, daß, wie es Abraham Lincoln sagte, nicht alle Menschen ihr ganzes Leben für dumm verkauft werden können. Zu lange lebten wir unter einem selbstherrlichen Staat, dessen Technologiefeindlichkeit und geistige Unfreiheit zum unausweichlichen Zusammenbruch führten. Eine solche Zusammenbruchskrise steht auch dem derzeitigen Wirtschaftssystem bevor, wenn es sich nicht wieder selbst in die Lage versetzt, sich durch Kreditschöpfung souveräner Nationalbanken aus der selbstverschuldeten Krise herauszuproduzieren.

In der selben Weise, in der kurz vor dem Zusammenbruch der DDR der Bevölkerung noch erzählt wurde, daß das System des Sozialismus noch ewig bestehen würde, wird heute wieder einem Großteil der Weltevölkerung weisgemacht, daß nichts an einer brutalen Austeritätspolitik, einer dem Prinzip des Gemeinwohls diametral entgegengesetzten Sparpolitik, vorbeiführe. Die derzeitigen Sparmaßnahmen der deutschen Regierung in den Bereichen der Sozialfürsorge, des Ausbildungssektors und der Renten stehen hierfür nur exemplarisch.

Das Gegengift stellt hier eine Politik dar, die sich an den Prinzipien der von Gottfried Wilhelm Leibniz, Friedrich List und Alexander Hamilton entwickelten Nationalökonomie orientiert. Eine solche Politik, die heute in Deutschland nur noch von der BüSo vertreten wird, muß europaweit diskutiert werden, so daß die derzeitige Wirtschaftskrise überwunden und der Absturz in ein neues finsteres Zeitalter aufgehalten werden kann. Diese Krise allerdings ist aber hauptsächlich eine Krise im Geist. Sind wir fähig, den technologischen Fortschritt unserer Gesellschaft so zu steuern, daß zukünftige Generationen einen besseren Lebensstandard genießen können?

Zentral für diese Frage ist der Zustand unserer Kultur und unseres Bildungssystems. Die derzeitige Orientierung der Ausbildung auf ein Bildungsangebot, das auf den "Markt" zugeschnitten und auf zukünftige Verwertbarkeit ausgerichtet ist, hat schon verheerende Konsequenzen für die moralische und charakterliche Bildung, aber mehr noch unterbindet sie die Fähigkeit, neue, universelle Wirkprinzipien des physischen Universums zu entdecken.

Das Desaster, daß die Brandtschen Bildungsreformen in Deutschland hinterließen, muß deshalb rückgängig gemacht und das Axiom einer im Pragmatismus eines John Dewey wurzelnden Bildung verworfen werden. Die Wirkung des von Wilhelm von Humboldt und Friedrich Schiller entworfenen Bildungssystems muß wieder als Standard für eine dem Menschen würdige Erziehung genommen werden.


Siegmar John, 64 Jahre, Diplomingenieur
Görlitz, Sachsen, Listenplatz 80

Für eine Renaissance der Kernenergie

Ich bin 1939 geboren, habe eine Ausbildung als Diplomingenieur in der Elektrotechnik absolviert und dann in mehreren Großkraftwerken gearbeitet. Bei der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes in Rheinsberg war ich dabei. Da ich also weiß, daß Kraftwerke und insbesondere Kernkraftwerke sicher sind, setze ich mich optimistisch für die Zukunft der Kernenergietechnologie ein. Das gestörte Verhältnis unserer Gesellschaft, was durch die Art und Weise, wie man in den Medien damit umgeht, entstanden ist, war mir von Anfang an suspekt.

Die Bürgerrechtsbewegung ist die einzige Partei, die rational mit diesem Thema umgeht, und deshalb ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, diese Partei durch meine Kandidatur zu unterstützen. Weiter setzt die BüSo eine moralische und weltanschauliche Wertedebatte in Gang, ohne die man gar nicht versteht, warum um die Kernenergiefrage ein solcher Aufstand gemacht wird. Gemeinsam mit der BüSo stehe ich zu dem klassisch humanistischen Menschenbild. Ich bin für die Renaissance der Kernenergie und dafür, daß die BüSo im Europaparlament vertreten ist.


Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesen Ausführungen? Schreiben Sie an die Kandidaten unter info@bueso.de und besuchen Sie die Internetseite www.bueso.de.

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum