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Aus der Neuen Solidarität Nr. 24-25/2004

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"Der neue Weg ins All"

Zum "Jahr der deutschen Kultur in Rußland" wird in Moskau eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft eröffnet.

Am 7. Juni beginnt die Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "Der neue Weg ins All - Raumtransporter der nächsten Generation" im Staatlichen Museum für Zeitgeschichte in Moskau. Eröffnet wird sie von DFG-Präsident Prof. Ernst-Ludwig Winnacker zusammen mit dem russischen Forschungsminister Dr. Andrej Fursenko, dem Vizepräsidenten der Russischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Nikolai Plate, und dem deutschen Botschafter Dr. Hans-Friedrich von Ploetz. Zuvor wurde die Ausstellung bereits in verschiedenen Städten Deutschlands gezeigt, aber auch in Rio de Janeiro, Bangkok und Seoul.

In Moskau werden bei der Eröffnung eine ganze Reihe russischer Kosmonauten anwesend sein, sowie der erste Deutsche im All, der ehemalige DDR-Kosmonaut Dr. Sigmund Jähn und die beiden Astronauten Thomas Reiter und Prof. Ernst Messerschmid. Messerschmid leitet heute das Europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln.

Die Ausstellung der DFG ist ein Beitrag zu den von Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder vereinbarten Kulturbegegnungen. Nachdem 2003 das "Jahr der russischen Kultur in Deutschland" war, steht das Jahr 2004 im Zeichen der "Deutschen Kultur in Rußland". Nach Moskau wird die Ausstellung "Der neue Weg ins All" ab dem 30. Juni in Nowosibirsk zu Gast sein. Einige der vorgestellten Untersuchungen wurden in Zusammenarbeit mit russischen Wissenschaftlern durchgeführt. Daran beteiligt war auch das Institut für theoretische und angewandte Mechanik in Nowosibirsk.

Kernstück des Konzepts, mit dem sich die Ausstellung befaßt, ist ein wiederverwendbares flugzeugähnliches Raumtransporter-System: eine horizontal startende Unterstufe transportiert Huckepack eine kleinere Oberstufe bis in etwa 30 Kilometer Höhe. Dort trennen sich die beiden Flugkörper. Während die von Piloten gesteuerte Unterstufe wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt, beginnt für die Oberstufe der Aufstieg in die Erdumlaufbahn. Nach Beendigung der Mission landen beide Fluggeräte wieder auf dem Flughafen.

In Form eines fiktiven Fluges geben reich illustrierte allgemein verständliche Tafeln und eine Vielzahl von Exponaten - darunter die mit einer russischen Sojuz-Rakete ins All geschossene Weltraumkapsel Mirka - Einblick in die neuen Konzepte. Dabei wird der Bogen vom Start über den Flug bis zum Aufstieg ins All, von der Rückkehr in die Erdatmosphäre bis hin zur Landung geschlagen. Dabei stellt die DFG Ergebnisse von Sonderforschungsbereichen der Technischen Hochschule Aachen, der Technischen Hochschule München, der Universität der Bundeswehr München und der Universität Stuttgart vor. An diesen Vorhaben war auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt.

Die Ausstellung ist mit Sicherheit eine schöne Visitenkarte Deutschlands. Weltweit haben sie bisher etwa 160 000 Besucher gesehen. In dem der Weltraumfahrt mehr zugetanen Rußland werden es bald mehr sein. Zum vollständigen Ausstellungsangebot gehören eine Vielzahl realer und computeranimierter Filme. Weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter: www.dfg.de/raumtransportsysteme.

hhb

 

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