Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 16/2005

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

Zwei Formen der politischen Kultur

Nordrhein-Westfalen. Tezira Olobo-Lalobo berichtet über ihre Eindrücke vom Wahlkampf im einstigen "industriellen Herzland" Europas.

Da ich gehört hatte, daß die Ruhrregion vor 40 Jahren das industrielle Herzland Deutschlands war mit der weltweit höchsten Konzentration an Industriearbeitern, war ich sehr gespannt, als ich am 9. April in Dortmund zu einer SPD-Veranstaltung kam, um zu sehen, ob die SPD irgendwelche Ideen hat, um die eine Million neuer Arbeitsplätze zu schaffen, welche die Region dringend benötigt.

Es wäre noch untertrieben zu sagen, daß ich enttäuscht wurde. Mehr als eine Stunde lang mußten die Gäste sich von einer billigen Varieté-Show "unterhalten" lassen, in der sie schreckliche Popsongs und einen Sketch vorgeführt bekamen, in dem zwei betrunkene Fußballfans auftraten. Noch deutlicher wurde die erniedrigende Wirkung der "römischen" Kultur, vor der Lyndon LaRouche immer wieder gewarnt hat, als im weiteren Verlauf die Ergebnisse der Fußballspiele bekannt gegeben wurden und die Menge wie vor 2 000 Jahren im Kollosseum reagierte. Viel mehr ist über diese Veranstaltung leider nicht zu sagen.

Auf der anderen Seite erkennt man die durchschlagende Wirkung des Wahlkampfs der BüSo und der LYM an den lächerlichen Bedingungen, an die die lokalen Verwaltungen die Büchertischgenehmigungen knüpfen, etwa, daß sie versuchen, uns das Recht auf die Verbreitung von Schönheit durch Gesang zu nehmen oder das Recht auf Verteilen von Flugblättern einzuschränken.

Das hält uns nicht davon ab, die Bevölkerung durch unsere politischen Kanons "Glück auf", "Willst du immer weiter jammern" etc. aus ihrem selbsterrichteten Gefängnis zu befreien, in dem sie mit ihren Sorgen um ihr kleines, sterbliches Leben sitzen, und ihnen die frohe Botschaft zu vermitteln, daß in den USA eine Revolution im Gange ist; daß das italienische Parlament in einer Resolution ein Neues Bretton Woods gefordert hat; daß der Abgeordnete John Conyers und andere führende Demokraten sich um einen Dialog mit der LaRouche-Bewegung bemühen, und daß man mit Lyndon LaRouche an der Spitze einer weltweiten Bewegung in der Lage ist, für den Kampf für eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung zu mobilisieren und ihn zu gewinnen. Der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen bietet uns eine Gelegenheit, die ganze Region neu zu orientieren, und dies wird entscheidend dazu beitragen, die Eurasische Landbrücke zu schaffen und auf diese Weise die Wirtschaft wiederaufzubauen - in NRW, in Deutschland und der Welt.

Tezira Olobo-Lalobo

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum