|
|
|
|
|
| Kernthemen | Suchen | Abonnieren | Leserforum |
|
Aus der Neuen Solidarität Nr. 20/2005 |
|
|
|
Adhoc-Komitee. Der jüngste Aufruf des Schiller-Instituts für eine Konferenz der Regierungschefs zur Neuordnung des desolaten Weltfinanzsystems findet ein reges Echo.
Die Herabstufung der Anleihen von General Motors und Ford auf "Ramschstatus" wird nicht die letzte Hiobsbotschaft bleiben. Um den unerträglichen Schaden abzuwenden, den ein unkontrollierter Einsturz des Weltfinanzsystems anrichten würde, fordern die Unterzeichner eines von Helga Zepp-LaRouche verfaßten Aufrufs die "sofortige Einberufung einer Notkonferenz auf Regierungsebene, die eine neue globale Finanzarchitektur in der Tradition des von Franklin Roosevelt initiierten Bretton-Woods-Systems von 1944 beschließen muß".
Der Aufruf verweist auf die Entschließung des italienischen Parlaments vom 6. April 2005, in der auch eine solche internationale Konferenz gefordert wird. Außerdem wird in sechs Punkten das Programm einer derartigen Vereinbarung der Regierungschefs umrissen:
1. feste Wechselkurse,
2. Verbot der Derivatspekulation,
3. Reorganisation der Schulden,
4. staatliche Kreditschöpfung für Infrastrukturinvestitionen. Wörtlich heißt es weiter:
"5. Der Ausbau der Eurasischen Landbrücke als Kernstück eines Wiederaufbaus der Weltwirtschaft ist dabei die Vision, die nicht nur ein neues Wirtschaftswunder bringen wird, sondern auch eine Friedensordnung für das 21. Jh. werden kann.
6. Ein neuer ,Westfälischer Friedensvertrag' muß auf mindestens 50 Jahre die Erschließung und Entwicklung von Rohstoffen für alle Nationen dieser Erde garantieren."
Täglich treffen beim Schiller-Institut nun die Unterschriften weiterer Unterzeichner ein, von denen wir hier nur einige nennen können. Aus Italien: der Initiator der Entschließung der italienischen Abgeordnetenkammer Mario Lettieri und weitere italienische Abgeordnete aus Regierungs- und Oppositionsparteien, die Professoren Natale Ammaturo, Aldo Servidio und Giulio Salierno, Dr. Nino Galloni vom Sozialministerium, Dr. Giovannini Santilli vom Wirtschaftsministerium und Pino Vecchio, der Chefkorrespondent des Fernsehsenders Teleambiente. Aus Deutschland: der ehem. Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Dr. Claus Noé und zwei Landtagsabgeordnete aus Bayern, Wolfgang Hoderlein und Heidi Lück. Aus Ungarn: eine ganze Gruppe ungarischer Juristen und Ökonomen, darunter der Leiter der Wirtschaftsfakultät der Universität Sopron Dr. Csaba Lentner, Dr. Szilvia Szegö und Dr. Tibor Kovàts. Aus Dänemark: der Präsident der Vereinigten Bauernorganisation Fritz Hermann und der Präsident des Verbandes der Weizenbauern Erling Svendsen. Aus Afrika: der ehem. Chefberater des nigerianischen Präsidenten, Prof. Sam Aluko, und Jean Gahururu, der im deutschen Exil lebende außenpolitische Berater der ruandischen Opposition.
|
|
| Kernthemen | Suchen | Abonnieren | Leserforum |