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Aus der Neuen Solidarität Nr. 24/2005

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- Interview -

"LaRouche spricht als Einziger die Probleme an"

LaMar Lemmons III. vertritt einen Bezirk der Autometropole Detroit im Landtag von Michigan. Er hat dort die Resolution 0013 eingebracht, die LaRouches Forderungen zur Rettung der US-Autoindustrie aufgreift.

Lemmons: Mein Wahlbezirk liegt im Osten der Stadt. Die Lebensbedingungen sind für viele eher düster. Früher gab es hier viele Fabriken und damit viele Arbeitsplätze. Heute liegt die Arbeitslosenrate bei schwarzen Männern bei 20 Prozent. Und 95 Prozent der Bewohner meines Wahlbezirkes sind Afro-Amerikaner. Die Demokraten haben hier eine deutliche Mehrheit. In vielen Schulen gibt es freie Schulspeisung, d.h. viele Bewohner leben an oder unter der Armutsgrenze.

Lemmons: Das stimmt; Ein hoher Anteil derjenigen, die sich entschlossen haben, hier zu bleiben, sind frühere Arbeitnehmer in der Automobilindustrie. Es ist ihnen aber leider nicht gelungen, ihre Arbeitsplätze sozusagen an ihre Kinder und Enkel weiterzugeben. Leider waren viele auf diese Wende in der Wirtschaft nicht vorbereitet, weil die Bildungsqualität schlecht ist und die allgemeinen Einstellung herrschte, man könne sich darauf verlassen, durch Automobilindustrie immer einigermaßen gut leben zu können...

Lemmons: LaRouches Ausführungen zu den Folgen der anstehenden Entlassungen kann ich nur aus ganzem Herzen zustimmen. Die Entlassungen haben verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft und indirekt auch auf das Steueraufkommen, von dem wiederum die Ausgaben des Staates [Michigan] abhängen... Meiner Ansicht nach ist LaRouche der einzige Politiker auf nationaler Ebene, der die wirtschaftlichen Problem ernsthaft anspricht.

Lemmons: Die Resolution liegt nun im Wirtschaftsausschuß. Dort sind die Abgeordneten gerade mit drängenden Haushaltsfragen befaßt, deshalb habe sie nicht die höchste Dringlichkeit, wie sie sagen. Aber sie wollen, ohne eine bestimmte Frist zu setzen, sich damit beschäftigen. Das könnte dann ganz schnell gehen... Ich habe sie als eine "Parallelresolution" eingebracht, was bedeutet, daß sich auch der Senats des Landes [Michigan] damit befassen muß...

Lemmons: Richtig, 14 gegen eine republikanische Stimme. Das bewegt sich also. ... Ich habe mit der Vorsitzenden des Rates von Wayne gesprochen, die mir zusicherte, die Resolution voranzutreiben. Philip Cavanagh, der die Resolution einbrachte, ist übrigens der Sohn eines früheren Bürgermeisters von Detroit in den 60er Jahren.

Lemmons: Ich werde die gleiche Resolution auch in den 13. Kongreßwahlkreis einbringen und im Stadtrat von Detroit [siehe nebenstehenden Text der Resolution], und auch versuchen, im Landtag von Michigan Mitunterstützer zu finden.

Lemmons: ... Im wesentlichen geht es [bei dem Streit] darum, daß der Stadtrat dem Bürgermeister vorwirft, er spare nicht genug, und das tatsächliche Defizit weitaus höher ist als die Einschätzung des Bürgermeisters, daß die Lage von Detroit weit schlimmer ist las er annimmt... Tatsache ist: Detroit hat zuwenig Geld, um sich selbst zu erhalten; man spricht bereits von einer Art Zwangsverwaltung. Wie die Dinge laufen, sind wir vielleicht noch drei Jahre davon entfernt, aber die Dinge laufen darauf hinaus...

Lemmons: Damit stimme ich überein... Wir brauchen jetzt ein Eingreifen auf Bundesebene, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Die lokale Ebene verfügt nicht über die Möglichkeiten, das umzusetzen, was meine Resolution fordert... Detroit braucht Entwicklung. Die gesamte Infrastruktur muß erneuert werden, die Abwassersysteme, die Straßen usw. Wir brauchen in Detroit ein öffentliches Personennahverkehrssystem, neue Beleuchtungsanlagen, Wasseraufbereitung. Man könnte noch viel mehr aufzählen. Die durchschnittliche Schule in Detroit ist etwa 80 Jahre alt.... es gibt Planungen, bis zum Herbst 30 Schulen zu schließen...

Lemmons: Sie müssen auf der Grundlage der Resolution tätig werden und die Konversion vorantreiben. Und auch die Vertreter aus Michigan im Repräsentantenhaus sollten parteiübergreifend die Resolution zur Reindustrialisierung unterstützen und in Amerika damit wieder Arbeitsplätze schaffen - und sie sollten auf LaRouche hören.

 

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