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Aus der Neuen Solidarität Nr. 24/2005

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Lob für den Beitrag von Prof. Schachtschneider
Heißer Herbst steht bevor

Lob für den Beitrag von Prof. Schachtschneider

Herzlichen Glückwunsch zu dem Beitrag von Herrn Prof. Schachtschneider in Neue Solidarität Nr. 22 "Europa nicht als Großstaat sondern als ,Republik der Republiken' organisieren". Was Prof. Schachtschneider hier ausführt, ist so unglaublich, daß man fast die Angst verliert - weil für das 21. Jh. undenkbar. Leider ist die Brutalität der Entscheider noch viel größer. Es kann nur eine Möglichkeit geben: Weiter sagen, was die Sache ist! Deshalb meine Frage: Wird es von diesem Interview einen Nachdruck geben?

Franz Cizerle


Heißer Herbst steht bevor

Ganz offenbar setzt sich in führenden Politikerkreisen, angeheizt durch die Abstimmungsniederlagen, die Erkenntnis zunehmend durch, daß die Maastrichtkriterien nicht mehr länger haltbar sind. Nach de Villepins und Debrés Äußerungen wurde nun auch in einer "Geheimkonferenz" mit Bundesfinanzministerium (Eichel) und führenden Finanzexperten sogar der Ausstieg aus dem Euro diskutiert. Auch wenn das offiziell mit sichtlicher Nervosität sogleich dementiert wurde, die Nerven liegen blank. Man spürt offenbar, daß weit mehr als "nur" eine zu verlierende Wahl auf dem Spiel steht.

Interessant sind auch die Kommentare, die immer mehr bestätigen, daß die derzeitige Euro-Politik Europa schadet, vor allem wenn sich Deutschland von der Sparkur zur Hungerharke degradiert und so ganz Europa mit nach unten zieht. Genau dies war ja die Intention bei der Einführung des Euro durch die Finanzoligarchie, die Warnungen der BüSo bestätigen sich ein weiteres Mal. Nun liegt es an Frankreich und Deutschland, diese Initiativen zu koordinieren und zu einem großen Schlag auszuholen. Die große Gefahr kann eben auch hier zur großen Chance werden. Doch eine bloße Flucht zurück in die alten Währungen ist keine Lösung. Die Finanzoligarchie muß aus der Geld- und Finanzpolitik ein für alle mal herausgedrängt werden. Der Herbst wird heiß.

André Nikolai, Stuttgart

 

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