Neue Solidarität
Nr. 34, 24. August 2005
 


AMERIKA

"Diese Leute sind zu allem fähig"

Lyndon LaRouche gab am 17. August dem libanesischen Fernsehsender "NewTV SAT" ein halbstündiges Live-Interview. Es folgen Auszüge aus dem Gespräch mit Maria Maalouf in der Talkshow "Bila Rakib".
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Cheney und seine "Löffelverbieger"-Militärs

Die Hinweise auf Vorbereitungen für einen Krieg gegen den Iran und die Inszenierung eines Terroranschlags, der als Kriegsvorwand dienen soll, mehren sich. LaRouche legt jetzt ein Dossier über diejenigen im US-Militär - "Löffelverbieger" genannt - vor, die Cheneys Plan eines atomaren "Präventivkrieges" gegen den Iran unterstützen.
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Offene Worte eines Kriegstreibers

Das folgende, hier gekürzt wiedergegebene Interview führte der EIR-Korrespondent im Weißen Haus William Jones mit General a.D. Paul Vallely, der zu den Wortführern eines militärischen Vorgehens gegen den Iran gehört. Vallely ist Militärkommentator des ultrarechten Fernsehsenders FoxTV, betätigt sich für das "Zentrum für Sicherheitspolitik" (CSP), das von Frank Gaffney geleitet wird, und gehört dem neokonservativen "Ausschuß für Iranpolitik" an.
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In den 80er Jahren gehörte der damalige Oberst Paul Vallely, Kommandeur der 7. Gruppe Psychologischer Operationen der US-Armeereserve in Presidio, Kalifornien, zu den Mitverfassern eines umstrittenen Diskussionspapiers mit dem Titel "Von PsyOps zum MindWar. Die Psychologie des Sieges". Die Anregung dazu kam von einem Oberstleutnant John Alexander, der sich mit "außersinnlicher Wahrnehmung", "telepathischen Verhaltensänderungen", "Parapsychologie" und "Psychokinese" beschäftigte, die nunmehr Eingang in die militärische nachrichtendienstliche Arbeit finden sollten. Für solche uniformierten Anhänger Uri Gellers, der auf dem Wege der Telepathie Löffel und Gabeln verbiegen zu können behauptete, haben wir nun einen passenden Namen: spoonbenders oder "Löffelverbieger".


WIRTSCHAFT

Immobilienblase vor der Implosion

Die Finanzmanipulationen der Zentralbanken haben durch immer neue Liquidität die Inflation angeheizt. Bei höheren Zinsen droht den spekulativen Blasen die Luft auszugehen. Lothar Komp verweist auf weitere Merkwürdigkeiten: Hedgefonds stoßen massiv US-Regierungsanleihen ab, irgendwer kauft ebenso massiv US-Unternehmensanleihen.
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Schulden für produktive Investitionen sind kein Problem!

Dieselben neoliberalen Wirtschaftsinstitute, die das "Schuldenmachen" der öffentlichen Hand verteufeln, haben gar nichts dagegen, wenn mit Hilfe großzügigster Zentralbankliquidität immer neue Spekulationsblasen aufgeblasen werden. Öffentliche Schulden hingegen sind völlig in Ordnung, wenn damit sinnvolle Investitionen finanziert werden.
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Fritz Baade, damals landwirtschaftlicher Sprecher der SPD-Reichstagsfraktion, gehörte zusammen mit dem Vorsitzenden der Holzarbeitergewerkschaft Fritz Tarnow und dem eigentlichen Autor Wladimir Woytinsky zu den Unterzeichnern des nach seinen Urhebern benannten WTB-Plans (Woytinsky, Tarnow, Baade) von 1932. Der Arbeitsbeschaffungsplan sollte eine Million Arbeitslose u.a. in öffentlichen Bauprojekten zu beschäftigen. Die daran beteiligten Firmen sollten Schuldverschreibungen erhalten, die z.B. von der Reichskredit AG ausgezahlt werden und bei der Reichsbank diskontierbar sein sollten.

Visteon-Chef legt Produktion still
und streicht Millionen ein

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Ex-Premier Rocard
für Neues Bretton Woods

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- Archiv -

Das Erbe Friedrich von Hayeks

Neoliberale Wirtschaftspraktiken haben das Weltfinanzsystem in ein Spielkasino verwandelt und rettungslos zerrüttet. Unsere Industrie wird von Heuschreckenfonds ausgeschlachtet oder in Länder mit Sklavenlöhnen verlagert. Und in der Mehrzahl der Wirtschaftsfakultäten und Wirtschaftsredaktionen herrscht heute die neoliberale Wirtschaftslehre als "neue Orthodoxie" vor. Dies ist das Ergebnis einer langjährigen gezielten Kampagne, die sich selbst als "Konservative Revolution" bezeichnet. Der folgende Artikel erschien vor zehn Jahren schon einmal in der Neuen Solidarität (26. April 1995).
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In der Neuen Zürcher Zeitung vom 13./14. August 2005 lesen wir in einem Feature des Neokonservativen Gottfried Dietze: "Carl Schmitt, der sich selbst auch als Liberalen sah, schätzte bei aller Betonung des Wertes staatlicher Ordnung das Werk Friedrich August von Hayeks, wie dieser umgekehrt den wissenschaftlichen Rang Schmitts anerkannte. So trug ich gerne zu Festschriften für beide bei." Der Artikel mit der Überschrift "Das 'Streben nach Glück' als Gefahr für den Liberalismus" endet mit Angriffen auf Roosevelts New Deal und Thomas Jeffersons berühmte Formulierung in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, worin er als unveräußerliche Menschenrechte "life, liberty and the pursuit of happiness" aufzählte, während John Locke im gleichen Zusammenhang "nicht vom Streben nach Glück gesprochen hatte, sondern vom Privateigentum".
Friedrich von Hayek
Carl Schmitt


WISSENSCHAFT

Indien setzt auf Kernfusion

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FEUILLETON

Strukturwandel in der Technikgeschichte

Buchbesprechung. Manfred Rasch, Dietmar Bleidick: Technikgeschichte im Ruhrgebiet - Technikgeschichte für das Ruhrgebiet, Festschrift für Wolfhard Weber zum 65. Geburtstag, Klartextverlag Essen 2004, 992 Seiten Euro 39,90.
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Der August 1914 und heute

Buchbesprechung. "The Guns of August" (deutsche Ausgabe: "August 1914"), von Barbara W. Tuchman, erschienen im Januar 1962. Lyndon LaRouche hatte seine Presseerklärung, in der er vor Cheneys Kriegsplänen warnte, mit "Stoppt die 'Guns of August'" überschrieben.
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The Guns of August
Barbara Tuchman

Friedrich Schiller beim Wort genommen:
Kolumbus

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Neue Broschüre im Dr. Böttiger-Verlag

Wo ist unsere Kultur geblieben?

Wie konnte es geschehen, daß Deutschland, das Land der Dichter, Denker und Erfinder, so weitgehend von seinen kulturellen und geistigen Wurzeln abgeschnitten worden ist?

Eine Antwort darauf gibt die dritte Broschüre über die Neokonservativen in der Regierung Bush und ihre historischen Vorläufer, die unter dem Titel Children of Satan III: Der (Sex)Kongreß für Kulturfaschismus in den USA erschienen ist und nun auch auf deutsch vorliegt.

Das Zusammenspiel zwischen dem amerikanisch gesteuerten Kongreß für kulturelle Freiheit (Congress of Cultural Freedom, CCF) und der Frankfurter Schule bei dieser Kulturzerstörung in der Nachkriegszeit ist höchst aufschlußreich.

Aus dem Inhalt