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Aus der Neuen Solidarität Nr. 41/2005

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Es droht eine Hyperinflation wie 1923

In ihrem Aufruf an die Dresdner Wähler, bei der Nachwahl am 2. Oktober die BüSo-Kandidatin Katarzyna Kruczkowski zu wählen, sprach die BüSo-Vorsitzende Helga Zepp-LaRouche auch die unmittelbar drohende Gefahr einer Hyperinflation an.

Sie haben es sicher schon schmerzlich zu spüren bekommen: Die Energie- und Rohstoffpreise explodieren! Und das hat absolut nichts mit Angebot und Nachfrage zu tun, sondern die Preisexplosion bei Benzin, Heizöl, Gas und Rohstoffen ist ausschließlich das Resultat einer gigantischen Spekulation seitens der Hedgefonds, der sogenannten Heuschrecken. Diese Hedgefonds haben seit dem Frühjahr als Folge des Bankrotts der amerikanischen Autoindustrie enorme Verluste erlitten, und jetzt nutzen sie ihre Kontrolle über den Energie- und Rohstoffsektor, um diese Verluste durch eine riesige Spekulation wettzumachen. Wenn ein Faß Öl z.B. 65 Dollar kostet, dann sind davon 30 bis 40 Dollar Spekulation!

Und da die Inflation bei Rohstoffen und Energie sich letztlich auf alle Preise auswirkt, droht jetzt Hyperinflation. Schon jetzt ist die Rate des Ölpreisanstiegs so hoch wie der Preisanstieg in der Weimarer Republik im Sommer 1923! Nur daß diese Hyperinflation diesmal nicht auf ein Land beschränkt ist, sondern sich auf die ganze Weltwirtschaft auswirkt. Wenn diesen Spekulanten nicht Einhalt geboten wird, kommt es bald zu einem hyperinflationären Zusammenbruch wie im November 1923!

Dagegen kann etwas getan werden: Die nächste Bundesregierung muß die Preise für Energie und Rohstoffe festlegen, den Ölpreis z.B. auf 25 bis 30 Dollar pro Faß und den Benzinpreis auf rund 70 Cent. Die Hedgefonds ruinieren mit ihrer Derivatspekulation die ganze Weltwirtschaft und müssen durch die Regierungen verboten werden. Als Bundeskanzler Schröder beim letzten G-7-Gipfel versucht hat, die Energiespekulation zum Thema zu machen, verhinderten die USA und Großbritannien jegliche Maßnahmen zu ihrer Eindämmung. Dann müssen eben die anderen Regierungen, ohne USA und Großbritannien, zusammenarbeiten, um die Spekulation unter Kontrolle zu bringen.

Welche Koalition auch immer die nächste Regierung stellt, sie muß diese hyperinflationäre Entwicklung unter Kontrolle bringen, sonst gibt es bald kein Deutschland mehr. Die Großelterngeneration erinnert sich noch, wie es 1923 war, als das Brot schließlich eine Million und dann eine Milliarde gekostet hat, und die Menschen letztendlich alles verloren haben. Eine Partei, die nicht bereit ist, gegen die Spekulation vorzugehen, ist nicht kompetent, sich an der Regierung zu beteiligen...