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Aus der Neuen Solidarität Nr. 41/2005

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LaRouche-Internetforum am Jahrestag des 12. Oktober 1988

Am 12. Oktober 1988, gut ein Jahr vor dem Fall der Berliner Mauer und zwei Jahre vor der deutschen Wiedervereinigung, machte Lyndon LaRouche einen bahnbrechenden Vorschlag, der damals mit großem Unglauben aufgenommen wurde, mit dem LaRouche aber recht behalten sollte: Washington solle der Sowjetunion Unterstützung bei der Bewältigung der verheerenden Versorgungskrise im gesamten Ostblock zusagen und dafür als Gegenleistung Konzessionen hinsichtlich der Westbeziehungen Polens und der deutschen Wiedervereinigung verlangen.

LaRouche sagte damals u.a.:

"Ich möchte heute darüber sprechen, welche Rolle die amerikanische Politik für die Aussichten der deutschen Wiedervereinigung spielen kann... Viele Menschen sind heute der Meinung, daß unter den richtigen Bedingungen die Zeit gekommen ist, erste Schritte hin zu einer baldigen deutschen Wiedervereinigung einzuleiten. Es ist offensichtlich, daß Berlin dann wieder die deutsche Hauptstadt werden sollte...

Ich sehe die Möglichkeit für eine Wiedervereinigung nach de Gaulles Vorstellungen. Diese Möglichkeit ergibt sich aus der verheerenden weltweiten Nahrungsmittelkrise, die seit einigen Monaten offen zum Ausbruch gekommen ist und die die Weltpolitik mindestens für die nächsten zwei Jahre bestimmen wird...

Entschlösse sich der Westen zu einer solchen Politik der Nahrungsmittelversorgung und zur Lösung anderer wichtiger Wirtschaftsfragen, würden Bedingungen entstehen, unter denen eine Wiedervereinigung Deutschlands im Sinne der Deutschen beiderseits der Mauer vollzogen werden könnte. Ich schlage vor, daß die nächste Regierung der Vereinigten Staaten dies zum wichtigsten Teil ihrer Außenpolitik gegenüber Mitteleuropa macht...

In Antwort auf unseren guten Willen sollten wir dann gemeinsam etwas tun, um beispielhaft die wirtschaftliche Krise im gesamten Sowjetblock lösen zu helfen. Die Vereinigten Staaten und Westeuropa sollten deswegen beim erfolgreichen Wiederaufbau der polnischen Wirtschaft zusammenarbeiten. Es wird keine Einmischung in das politische Regierungssystem geben, sondern lediglich eine Art Marshallplanhilfe für die polnische Industrie und Landwirtschaft. Wenn die Deutschen dem zustimmen, sollte mit der Wiedervereinigung der Wirtschaft beider Teile Deutschlands begonnen werden. Das würde zugleich der punctum saliens für die westliche Hilfe beim Wiederaufbau Polens.

Die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik Deutschland sollten dem Sowjetblock erklären: ,Zeigen wir, was wir mit diesem Projekt, das Sie wirklich nichts kostet, für die Völker Osteuropas tun können. Urteilen Sie dann selbst anhand der Ergebnisse, ob Sie dieses Beispiel auch in anderen Fällen anwenden wollen.' ...

Ergeben sich die Bedingungen, unter denen das geschieht, so wird Präsident de Gaulles Traum von einem Europa vom Atlantik bis zum Ural das friedliche Ergebnis geduldiger dreißigjähriger Staatskunst sein. Ein dauerhafter Frieden würde in Europa und der Welt dann noch zu Lebzeiten jener herrschen, die heute gerade die Universitäten verlassen. Heute bin ich auch ein Berliner."

Genau 17 Jahre nach seiner berühmten Berliner Rede am "Kolumbus-Tag" wird Lyndon LaRouche ein Internetforum zum Thema "Die Wiederentdeckung Amerikas" veranstalten. LaRouche wird darlegen, wie er die strategische Krise einschätzt und was gegen Cheneys katastrophale Politik von "permanentem Krieg" und "permanenter Revolution" unternommen werden kann und muß. Das Forum wird am 12. Oktober ab 19.00 Uhr auf www.larouchepac.com übertragen.

 

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