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Aus der Neuen Solidarität Nr. 44/2005

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Auch bei der Vogelgrippe versagt Bush

Bereits im letzten Jahr war die Regierung Bush scharf kritisiert worden, weil man sie dafür verantwortlich machte, daß über die Hälfte der üblicherweise verfügbaren Grippeimpfdosen von den Herstellern nicht geliefert wurden. Jetzt sagt ein Bericht, an dem die US-Regierung mehrere Jahre lang gearbeitet hat, für den Fall eines Ausbruchs einer weltweiten Grippepandemie in den USA chaotische Zustände voraus. Die New York Times zitierte bereits am 10. Oktober aus diesem Pandemic Influenza Strategic Plan, der Ende des Monats offiziell vorgestellt werden soll.

Eine Grippepandemie könnte, so der von besorgten Gesundheitsbeamten vorzeitig in Umlauf gebrachte vertrauliche Regierungsbericht, die "schlimmste Katastrophe in der Geschichte der USA" auslösen. "Krankenhäuser könnten die Infizierten nicht mehr fassen, um die Impfstoffverteilung würden Unruhen ausbrechen, ... Strom und Nahrungsmittel könnten knapp werden", heißt es laut Times in dem Bericht.

Im schlimmsten Fall würden 1,9 Millionen Amerikaner an der Grippepandemie sterben und 8,5 Millionen Infizierte müßten in Kliniken behandelt werden. Kosten von mindestens 450 Mrd. Dollar entstünden.

Nach dem katastrophalen Versagen der Regierung beim Hurrikan Katrina könnte die Vogelgrippe Bush endgültig ins politische Aus befördern. Denn es gibt bereits massive Vorwürfe, der Präsident habe die Vorbereitung auf eine Grippepandemie vernachlässigt. Nicht nur habe die Fertigstellung des Influenza-Plans mehrere Jahre gedauert, auch lasse das Papier wichtige Fragen offen. Es dürften nicht wieder die gleichen Fehler wie bei Katrina gemacht werden, als niemand wußte, wer wie reagieren sollte, zitierte die Times einen ungenannten Gesundheitsbeamten.

wol