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Aus der Neuen Solidarität Nr. 45/2005
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Japan muß sich der Zukunft stellen
Folgenden Aufruf veröffentlichte Lyndon LaRouche am 24. Oktober 2005:
Der Aufstieg Japans zu einer modernen Nation geschah weitgehend in Zusammenarbeit mit amerikanischen Kreisen, darunter Mitarbeiter Präsident Abraham Lincolns wie Henry Carey, der führende Wirtschaftswissenschaftler seiner Zeit, der auch für die großen Bismarckschen Reformen in Deutschland und die unter Zar Alexander III. begonnene Entwicklung Rußlands entscheidende Bedeutung hatte. Leider wechselte Japan dann die Seiten und entschied sich gegen die Vereinigten Staaten und für ein Bündnis mit der britischen Monarchie des Prinzen von Wales: Edward VII. In der Folge machte sich Japan von 1894-1945 zur Marionette der Vereinbarung mit dem britischen Empire für den ersten seiner Kriege 1894-1905 und bis 1945 zum ständigen Feind der Vereinigten Staaten, vor allem in der Frage der Chinapolitik.
Die neue japanische Regierung unter Ministerpräsident Koizumi hat den Verstand wie auch das Gesicht verloren, indem sie die Lehren der Geschichte mißachtet. Sie hat auch Japans vitales Interesse an einer Mitwirkung an den sich anbahnenden neuen wirtschaftlichen Realitäten in Asien verraten.
Es ist nicht unwichtig für die Lage, in die sich die neue Regierung Koizumi gebracht hat, daß Japan, das sich in den 20er Jahren während der Verhandlungen über die Stärken der Marinen mit den Briten gegen die USA verbündete, dieses Bündnis mit England fortsetzte bis zu dem planmäßigen Angriff auf Pearl Harbor zu einem Zeitpunkt, als Großbritannien verzweifelt auf die Hilfe der USA als Rettung vor Hitlers Angriff angewiesen war. Viele japanische Patrioten wurden sinnlos in den Tod geschickt, aus patriotischer Anhänglichkeit an das herrschende japanische Regime, das diesen Krieg über die Frage seiner kriminell imperialistischen Chinapolitik gegen die Vereinigten Staaten anfing. Die japanischen Soldaten und Matrosen erfüllten die ihnen zugewiesene Aufgabe als ehrenwerte Männer, aber die Regierung, die sie in diesen Krieg und in diese Niederlage führte, war ehrlos.
Derselbe imperiale Impuls, dieselbe Chinafrage wie damals, zieht sich durch die törichten bisherigen Trends unter der Regierung Koizumi. Ehrenwerte Kräfte in Japan sollten handeln, um das sinn- und ehrlose Verhalten dieser Regierung zu berichtigen, solange noch Zeit ist, eine unsägliche, selbstverschuldete Katastrophe, die noch schlimmer wäre als die von 1941-45, zu verhindern.