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Aus der Neuen Solidarität Nr. 45/2005
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MoviSol: SISMI-Akte Ledeen offenlegen!
Paolo Raimondi, der Vorsitzende des italienischen Zweigs der LaRouche-Bewegung Movimento Solidarietà, hat Regierung und Parlament in Rom aufgefordert, dem Militärgeheimdienst SISMI die Offenlegung seines Dossiers über den Mitarbeiter des American Enterprise Institute (AEI) und erklärten Universalfaschisten Michael Ledeen zu gestatten. Die Offenlegung dieser Akten, die Ledeens Tätigkeit in Italien zwischen 2002 und 2005 dokumentieren, sei von grundlegender Bedeutung, um die Wahrheit über die Fabrikation der gefälschten Dokumente hinsichtlich Saddam Husseins angeblichen "Niger-Uranerz-Geschäfts" herauszufinden. Auf dieser Fälschung beruhte die Behauptung, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen, die wiederum entscheidend dafür war, im US-Kongreß die Zustimmung zum Irakkrieg zu erreichen.
Raimondi begründet seine Forderung mit Verlautbarungen des SISMI-Direktors Nicolò Pollari. In einem Interview mit den Journalisten Carlo Bonini und Giuseppe D'Avanzo, das am 28. November 2004 in der Zeitung La Domenica di Repubblica erschienen war, hatte Pollari erklärt, nach seiner Rückkehr von einem Treffen mit CIA-Chef George Tenet Anfang 2002 habe er SISMI-Beamten angewiesen: "Von heute an ist Michael Ledeen euer ,Ziel'. Ich will alles wissen, was er tut, wen er trifft, wann, wie, wo, und an welchen Geschäften er beteiligt ist." Im gleichen Interview hatte Pollari berichtet, wie er auf Ersuchen eines Ministers der italienischen Regierung aufgefordert wurde, Ledeen zu empfangen und in Rom ein Treffen zwischen Ledeen und einer Gruppe von Iranern zu organisieren. Pollari zufolge, der Ledeen als "dunkle Figur" bezeichnete, hat SISMI nicht nur Ledeens Aufenthalt überwacht, sondern auch die Aktivitäten Rocco Martinos beobachtet und gefilmt, der die gefälschten Niger-Dokumente fabrizierte.
Wenn Pollaris Angaben zutreffen, dann existiert bei SISMI eine Akte Ledeen, die dem Geheimdienstkontrollausschuß (Copaco) des Parlaments vorgelegt werden sollte, sagte Raimondi. Teile davon sollten veröffentlicht werden, ohne dabei die Sicherheit italienischer Beamter zu gefährden.
ccc