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Aus der Neuen Solidarität Nr. 50/2005 |
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Im Anschluß an ein internationales strategisches Seminar über die dramatischen politischen Veränderungen in den USA und ihre Auswirkungen auf das transatlantische Verhältnis fand am Nachmittag und Abend des 7. Dezember ein öffentliches Forum der Bürgerrechtsbewegung Solidarität mit rund 200 Teilnehmern statt.
Im dem überfüllten Konferenzraum, in dem sich auch viele Aktivisten der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) eingefunden hatten, sprach zunächst die BüSo-Vorsitzende Helga Zepp-LaRouche. Nach einem ausführlichen Bericht über den "revolutionären Charakter" der Veränderungen in den USA, müsse Europa diesen historischen Moment für eine wirtschaftliche und kulturellen Renaissance nutzen, wobei das Anknüpfen an die Werte der Wiederaufbaugeneration nach dem Zweiten Weltkrieg unabdingbar sei. Wenn sich Amerika wieder zu seiner wahren Tradition durchringen könne, dann müsse auch Deutschland in der Lage sein, an die stolze Tradition seiner Dichter und Denker anzuknüpfen.
Dann sprach die 94jährige Bürgerrechtlerin Amelia Boynton Robinson. Sie begeisterte die Anwesenden durch die Schilderung ihres persönlichen Lebenswegs. Nach den Kämpfen der Bürgerrechtsbewegung habe sie durch die LaRouche-Bewegung, insbesondere der Jugendbewegung, eine neue lebenserfüllende Aufgabe bekommen, die sie innerlich jung erhalte. Die Stärke der Liebe sei das wichtigste Potential im Kampf gegen Ungerechtigkeit. Nach ihrer Rede erhielt Frau Robinson stehenden Applaus.
Dann folgte eine vertiefende Analyse der Lage in den USA von Standpunkt der LaRouche Bewegung durch Jeffrey Steinberg. LaRouches Mobilisierung der letzten Monate habe Amerika aus einem Zustand der Hoffnungslosigkeit angesichts der Bedrohung durch die Neokonservativen herausgeholt. Spätestens in den Wochen nach der Rede des Präsidenten zur Lage der Nation Ende Januar werde Cheney sein Amt verlieren.
Als Vertreter der LYM sprach Alexander Pusch davon, daß man der Realität der Lage ins Auge sehen müsse, um dann mit Leidenschaft an die Lösung der vor uns stehenden Aufgaben zu gehen.
Im Anschluß an Alexander Pusch trat Reinhard Maßberg an das Mikrophon und stellte sich als "kämpferischer Mittelständler" vor, der sich für den Erhalt des Mittelstandes als Zentrum für produktive Arbeit und innovative Ideen einsetze. Herr Maßberg forderte alle Mittelständler auf, sich die Zeit zu nehmen, Ideen und politisches Handeln zu diskutieren, bevor der eigene Betrieb Opfer der Wirtschaftskrise geworden sei.
Als letzer Redner zeichnete der Vorsitzende der Französischen Partei Solidarité & Progrès, Jacques Cheminade, ein Bild von der Lage in Frankreich. Die wirtschaftlichen Lösungen für Frankreich und Europa seien erst durchsetzbar, wenn der Kulturpessimismus beseitigt sei. Deshalb knüpfe er mit seinem Präsidentschaftswahlkampf 2007 an die wahrhaft republikanische Tradition De Gaulles und Jean Bodins an.
Nach mehr als sechs Stunden intensivster Vorträge und Diskussion endete das BüSo-Forum mit mitreißendem Chorgesang der LYM. An diesem Nachmittag und Abend war in Berlin Zuversicht angesagt.
Lesen Sie dazu auch unseren Bericht über das Seminar mit Lyndon LaRouche sowie LaRouches Rede.
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