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Aus der Neuen Solidarität Nr. 7/2005

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Prof. Menschikow zur Dollarkrise

In der Ausgabe des international verbreiteten russischsprachigen Magazins Slowo vom 4. Februar befaßt sich Prof. Stanislaw Menschikow mit der Dollarkrise und den Schlußfolgerungen, die Rußland aus ihr ziehen sollte. Menschikow hatte an dem EIR-Seminar Anfang Januar in Berlin teilgenommen und dort intensiv mitdiskutiert. Er schreibt in Slowo, es sei ein wirkliches Problem, daß Zentralbanken, Investoren und Spekulanten Unmengen Dollar auf den Markt werfen können. Doch in Washington verstehe man das nicht und habe keinerlei Lösung anzubieten.

"Wer etwas davon versteht, sind dagegen diejenigen, die der Ansicht sind, daß die Ursache der gegenwärtigen Krise im existierenden Weltfinanzsystem begründet liegt und daß keinerlei Flickwerklösungen sie bereinigen können. Der amerikanische Politiker Lyndon LaRouche macht sich schon seit vielen Jahren für die Ersetzung des alten Systems stark. Er hält den Zusammenbruch des Dollar für unaufhaltsam. Früher oder später werde Washington seinen offiziellen und privaten Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Das Ergebnis wäre unweigerlich eine weltweite Wirtschaftskrise, die keinem nutzte, auch den USA nicht. Sie verlören ihre führende Rolle in der Finanzwelt, der Dollar verwandelte sich in nutzloses Papier ...

Unabhängig vom Willen der USA wird dieser Zusammenbruch des Dollar kommen. Man stelle sich vor, was geschähe, wenn China beschließt, seine hohen Dollarreserven in Euro, Yen oder Pfund umzutauschen. Dann fiele der Dollar so schnell, daß es zu einer Kettenreaktion käme, weil andere ebenfalls ihre Dollar auf den Markt werfen, und eine amerikanische Zahlungsunfähigkeit wäre praktisch unausweichlich."