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Aus der Neuen Solidarität Nr. 9/2005 |
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Eine Gesellschaft, die es zuläßt, daß ihre Kinder hungern müssen, und die ihre Kranken sterben läßt, indem ihnen aus Kostengründen die lebensnotwendige medizinische Versorgung versagt wird - die ist selbst krank! Ich will niemanden verurteilen, aber ich frage mich, wie und warum ist das so?
Ich kann und darf diesen menschenverachtenden Zustand auf keinen Fall hinnehmen! Ich fühle mich Gott, der Wahrheit und allen Menschen, auch den noch nicht geborenen, gegenüber verpflichtet, diesen verbrecherischen Zustand nach bestem Wissen und Gewissen zu bekämpfen! Das habe ich mir zur Lebensaufgabe gemacht.
Dazu muß ich erst einmal herausfinden, wie es zu diesen Katastrophen gekommen ist. Anschließend muß ich einen Weg finden, wie ich diesen selbstmörderischen Zerfall unserer Gesellschaft verhindern kann. Ich muß also nach Lösungen suchen. Wenn ich das geschafft habe, muß ich Mitstreiter suchen, Mitstreiter, die ähnlich wie ich denken und fühlen, und die sich ihrer Verantwortung stellen, diesen alptraumhaften Zustand zu beenden und eine am Gemeinwohl ausgerichtete Gesellschaft zu schaffen. Es müssen viele, sogar sehr viele Mitstreiter sein. Und die Gesellschaftsform, die ich anstrebe, zeichnet sich durch Nächstenliebe aus. Es ist genau der Zustand, der für jeden Menschen lebensnotwendig ist!
Einen wichtigen Teil dieser Lösungen habe ich bereits gefunden. Auch Mitstreiter habe ich schon gefunden - bzw. die haben mich gefunden. Doch wir sind noch viel zu wenige. Damit haben wir ein echtes Problem. Genauer gesagt, haben wir ein Problem mit den Antworten, die wir auf die Frage bekommen: "Wollen Sie uns und unsere Politik unterstützen"? Wir - das ist das international tätige Schiller-Institut und hier in Deutschland die Partei Bürgerrechtsbewegung Solidarität, kurz BüSo.
Wir sind also eine internationale Bewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, allen Menschen die gleichen Rechte zu verschaffen: das Recht, satt und gesund zu werden und zu bleiben, sowie das Recht und die reale Möglichkeit, sich frei entwickeln und entfalten zu können. Diese Rechte sprechen wir jedem Menschen zu.
Und um dies alles umzusetzen, kämpfen wir für eine neue gerechte Wirtschaftsordnung, die sich auf neue wissenschaftliche, moralische und naturrechtliche Grundlagen stützt, sodaß der Mensch und sein Wohl im Mittelpunkt stehen, und nicht wie heute das Geld und die Interessen der Banker! Die Souveränität der Nationalstaaten muß wieder hergestellt und garantiert werden, und die heutigen Zentralbanken müssen wieder in Nationalbanken umgewandelt werden!
Das heutige Wirtschaftssystem ist in steigendem Maße geprägt von Wucher, Unterdrückung, Vergiftung durch Drogen, Ausbeutung, Erpressung, bis hin zu Raub und Mord! Es ist also kein Wunder, daß sogar in Deutschland Kinder heute hungern und unsere Kranken die lebensnotwendige medizinische Versorgung aus Kostengründen nicht erhalten!
Das Wirtschaftssystem, für das wir weltweit kämpfen, soll sich durch Nächstenliebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und die Freiheit, als Mensch zu leben, auszeichnen! Je länger das heutige Wirtschaftssystem beibehalten wird, desto mehr Menschen werden ihm noch zum Opfer fallen. Jede "Reform" im Rahmen dieses unhaltbaren Systems beschleunigt die Not und das Elend! Sollen wir es erst so weit kommen lassen, daß auch bei uns Kinder nicht nur hungern, sondern verhungern?
Verantworten müssen diese Politik unsere etablierten, leider oft geistig unterbemittelten Politiker, wenn sie auch unter dem Diktat des internationalen Währungsfonds stehen. Dieses Wirtschaftssystem führt uns geradewegs in den Faschismus mit all seinen Grausamkeiten. Ich glaube, es ist ein Anzeichen der Krankheit unserer Gesellschaft, wenn man sich selbst nicht klar macht, wohin wir steuern. Weitere Anzeichen sind persönliche Unsicherheit, Existenz- und Zukunftsangst sowie eine mangelnde Bereitschaft, sich der Verantwortung zu stellen!
Die Frage lautet nach wie vor: "Wollen Sie uns und unsere Politik unterstützen"?
Folgende Antworten bekommen wir:
"Das kann ich nicht."
"Ich habe keine Zeit."
"Politik interessiert mich nicht."
"Ich habe kein Geld."
"Ich lese nicht."
"Da kann man sowieso nichts dran ändern."
Mit diesen Antworten haben wir ein Problem, genauer gesagt: Sie haben das Problem, denn Ihr Verhalten kostet Menschenleben, und ich weiß nicht, wie Sie das mit Ihrem Gewissen verantworten wollen!
Ich frage Sie jetzt noch einmal: Sie haben keine Zeit, für Ihre und Ihrer Kinder Rechte und Freiheit zu kämpfen? Ihr und das Schicksal Ihrer Kinder interessiert Sie wirklich nicht? Sie haben keine zehn Euro monatlich übrig für die Menschen, die für und um Ihre Zukunft kämpfen? Ich muß Ihnen diese unbequemen Fragen stellen, weil Ihre Kinder auch meine Kinder sind, und Ihre Zukunft auch meine Zukunft ist!
Ihre Verantwortung ist etwas, das Ihnen keiner abnehmen kann! Lernen Sie uns, unsere Lösungsvorschläge und Ideen für die Zukunft kennen! Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, dann besprechen wir, wie Sie sich selbst und uns am besten und sinnvollsten helfen können! Selbstverständlich sind wir auch für jede konstruktive Kritik offen und dankbar! Doch geben Sie uns keine Ausflüchte mehr, dafür ist die Lage zu ernst!
Sie müssen sich darüber klar werden, daß etwa neun Millionen teils gut ausgebildete und hochqualifizierte Menschen von ihrer Arbeit ferngehalten werden, weil die Arbeitsplätze willkürlich zerstört wurden!
Sie müssen sich so oft wie möglich daran erinnern, daß jeden Morgen in fast jeder deutschen Großstadt immer mehr Kinder an einer bestimmten Anlaufstelle für eine Mahlzeit anstehen müssen, weil ihre Eltern sie nicht mehr ernähren können, da sie willkürlich und unverschuldet in bittere Armut gestürzt wurden!
Wir alle müssen uns ständig vor Augen führen, in welch einer dunklen und grausamen Zeit wir leben, und uns bewußt machen, welche Konsequenzen es hätte, wenn wir versagten.
Wissen Sie, wie es heute in Afrika, Südamerika und Indien aussieht? Kennen Sie das zum Himmel schreiende Elend und die schier unfaßbare Not in diesen Ländern? Schuld daran ist u.a. der Internationale Währungsfonds, und es gereicht dem Bundespräsidenten Horst Köhler nicht zur Ehre, einige Jahre Chef des IWF gewesen zu sein. Wir alle müssen uns allzeit deutlich machen, daß auch wir über kurz oder lang dieser Menschenfeindlichkeit zum Opfer fallen werden, wenn wir uns nicht dagegen wehren! Jeder muß sich gegen dieses Unrecht wehren - das ist Ihre einzige Chance, diese Tyrannei beenden zu können!
Und noch eins muß klargestellt werden: Dieser Kampf muß absolut gewaltfrei geführt werden, wir wollen uns nicht mit Verbrechern auf eine Stufe stellen. Vernunft und Nächstenliebe müssen unbedingt die Oberhand behalten!
Beschließen möchte ich meinen Appell mit einem Gedicht, verfaßt von einem unserer wirklich großen und zeitlosen Freiheitskämpfer, Friedrich Schiller, um Ihnen Hoffnung und Mut zu machen für unsere gemeinsame Zukunft!
Hoffnung
Es reden und träumen die Menschen viel
Von besseren künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung!
Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben.
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er - die Hoffnung auf.
Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren.
Im Herzen kündet es laut sich an,
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht!
Erwin Kürten, 51515 Kürten, nrw@bueso.de
In der Ausgabe 7/2005 der Neuen Solidarität schreibt ein Peter Junne einen Leserbrief mit der Überschrift "Straße schlägt Schiene". Er gibt sich als Mitarbeiter im Verkehrsministerium des Bundes zu erkennen. Dieser Feind der Schiene maßt sich an, ein Urteil über das Verkehrsmittel Eisenbahn zu fällen. Wenn dem so wäre, wie er meint, hätte es nie eine Eisenbahn gegeben. Geradezu dummes Zeug ist es, wenn er meint, bei der Eurasischen Landbrücke betriebswirtschaftliche Kriterien zugrunde legen zu müssen. Bei staatlichen Mitteln müssen volkswirtschaftliche Kriterien gelten. Die Schiene ist niemals defizitär, sondern sie ist so gemacht worden.
Was dagegen Unsummen von Geld kostet, ist die Straße, es sei denn irgend jemand erfindet einen Fahrbahnbelag, den LKWs und Busse nicht kaputtfahren - obgleich es hier immer zwei Möglichkeiten gibt: Entweder geht die Straße mit Fahrbahnbelag kaputt oder das Fahrzeug. Beweis: Man sehe sich Autobahnen und Landstraße sowie vor allem die Straßenbelagszustände in den Städten an.
Nun zu den angeblichen "Schnelligkeiten" des LKW. Der Herr aus dem Verkehrsministerium hat wohl noch nie etwas von Staus gehört. Los Angeles hat es uns nun vorgemacht: Auch 13spurige Autobahnen nützen nichts - es bilden sich Staus.
Ingo Naefcke, 22941 Bargteheide
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