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Aus der Neuen Solidarität Nr. 14/2006 |
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Lyndon LaRouche gab Hector Benavides vom Sender Multimedios TV ein einstündiges Interview, das am 9. April in der Talkshow "Cambios" ausgestrahlt werden wird. In einem achtminütigen Ausschnitt, der am 29. März ausgestrahlt wurde, wird gezeigt, wie LaRouche auf die Frage, ob Mexiko nach der Präsidentschaftswahl am 3. Juli unregierbar werden könne, antwortet, dies sei keine mexikanische Frage, sondern eine internationale. Das weltweite Finanzsystem sei bankrott und könne noch vor der Präsidentschaftswahl kollabieren. "Wenn man also über eine bevorstehende Wahl in Mexiko redet, dann muß man diese Gefahr eines drohenden Kollapses berücksichtigen." Dieser Kollaps werde schreckliche Folgen für die Volkswirtschaften und die Lage der Menschen in der Weltwirtschaft haben. Man müsse, wie ein kommandierender General im Krieg, eine Strategie verfolgen, die all diese Aspekte berücksichtige. Aber genaue Prognosen seien unmöglich. Man brauche in dieser Krise starke, patriotische Regierungen, die das Volk respektieren könne.
Die Abschlußveranstaltung des Weltwasserforums in Mexico City endete etwas anders, als es die Organisatoren geplant hatten: Nachdem sich die Redner über den Erfolg der Konferenz ausgelassen hatten, der Kyoto-Preis verliehen und Grußbotschaften des französischen Präsidenten Jacques Chirac, des Bürgermeisters von Mexico City und mehrerer Abgeordneter des mexikanischen Kongresses vorgetragen worden waren, sollten ein Tenor und eine Mariachi-Band den Abschluß der Konferenz musikalisch gestalten. Nun erhoben sich aber vier Mitglieder der LaRouche-Jugendbewegung, entfalteten zwei Transparente: "LaRouche sagt: Hütet euch ['Aguas'] vor dem IWF" und "Nur Tiere sparen Wasser, Menschen erzeugen es". Sie sangen zur Melodie der Bürgerrechtshymne Oh Freedom einen neuen Text, in dem der Bau von Kernkraftwerken zur Wasserentsalzung gefordert wurde.
Obwohl sie schon bald von den "offiziellen" Musikanten übertönt wurden, hatten sie die Aufmerksamkeit der handverlesenen Teilnehmer der Veranstaltung - es waren nur Vertreter der 140 beteiligten Regierungen und der Presse zugelassen - und der Massenmedien auf sich gezogen. Zwei führende Zeitungen Mexikos, El Universal und La Cronica, erwähnten die Intervention in ihren Berichten über die Konferenz an prominenter Stelle und brachten Nahaufnahmen der beiden Transparente.
Mit einer Sonderausgabe der Zeitung Ny Solidaritet eröffnete die schwedische EAP ihren Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 17. September. In der 16seitigen Ausgabe werden die Spitzenkandidaten der EAP, Ulf Sandmark, Hussein Askary und Steve Brawer mit ihren Plänen für den Wahlkampf vorgestellt. Den Schwerpunkt des Wahlkampfs der EAP werden die wirtschaftlichen Fragen bilden; deshalb enthält die Sonderausgabe auch längere Auszüge aus LaRouches Artikel "Defizite als Kapitalgewinne" und einen Bericht über die fehlenden Investitionen in die Infrastruktur. Außerdem berichtet ein Mitglied der LYM über die Aktivitäten der LaRouche-Jugendbewegung. Schließlich enthält die Zeitung eine Werbung für die gerade erschienene schwedische Ausgabe von LaRouches Buch Die nächsten 50 Jahre.
Hussein Askary war als Kandidat der EAP mit auf dem Podium bei einer Diskussion über die Mohammed-Karikaturen, die von iranischen Exilgruppen veranstaltet wurde. Auf dem Podium waren auch zwei Abgeordnete (von den Sozialdemokraten und der Liberalen Partei), die Vorsitzende der Jugendorganisation der Linken Partei, eine Sprecherin der jungen Muslime Schwedens, ein Vertreter der Islamischen Vereinigung, ein iranischer Kommunist sowie Vertreterinnen zweier iranischer Frauenorganisationen.
Askary erklärte in seinem Diskussionsbeitrag, man müsse die Mohammed-Karikaturen im strategischen Kontext sehen, denn die Finanzinteressen hinter Bush und Blair seien entschlossen, einen Konflikt der Zivilisationen und einen Krieg gegen den Iran zu provozieren, um ihre Kontrolle über die Rohstoffversorgung der Welt zu konsolidieren. Auch wenn man sich für die Freiheit im Iran einsetze, dürfe man sich nicht zum Instrument derer machen, die den Iran zerstören wollen. Askarys Äußerungen gaben der Diskussion eine neue Richtung und lösten zahlreiche Fragen aus dem Publikum aus. Er wurde eingeladen, sich an weiteren Diskussionen zu beteiligen.
Eine Delegation der LaRouche-Bewegung besuchte am 24. März im Rahmen eines Aktionstages die Stadt Bologna. Der Tag begann mit einem Treffen in einer technischen Schule, das von einem Schüler organisiert worden war. Ein Mitglied der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) berichtete über die Rolle der LYM im Kampf gegen die Regierung Bush und über die Bedeutung der Kampagne der BüSo in Deutschland für die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Souveränität der Länder Europas, um eine Aufbaupolitik verwirklichen zu können. Dann folgte ein Vortrag, in dem anhand von Gemälden Holbeins eine am Gemeinwohl und am Konzept der Nächstenliebe orientierte Wirtschaftspolitik dem Denken der Oligarchie, dem ein heidnisches Menschenbild zugrundeliegt, gegenübergestellt wurde. Am Nachmittag wandte man sich mit einem Informationsstand an die Studenten der nahegelegenen staatlichen Universität und die übrige Bevölkerung, mit dem Erfolg, daß zehn Gäste zur abendlichen Veranstaltung - einem Vortrag über die derzeitige Weltlage mit der Irankrise als Schwerpunkt - kamen.
Zwei Mitglieder der LaRouche-Bewegung in Italien intervenierten bei der Eröffnung der Ausstellung "Der Renaissance-Mensch - Leon Battista Alberti und die Kunst in Florenz zwischen Vernunft und Schönheit" in Florenz. Nachdem bei der Pressekonferenz ein Journalist die Frage gestellt hatte, wie man heute die Ideen der Renaissance verbreiten könne, und dem Kurator der Ausstellung als Antwort nichts Besseres eingefallen war, als auf die Benennung eines Parkplatzes nach Alberti hinzuweisen, forderte Andrew Spannaus die Anwesenden auf, eine Rückkehr zum Humanismus der Renaissance damit zu beginnen, daß man zugebe, daß die heute populäre Kultur häßlich und der kulturelle Relativismus, der die heutige Gesellschaft zerstöre, zu bekämpfen ist. Im Anschluß an die Pressekonferenz entwickelten sich intensive Diskussionen mit mehreren Teilnehmern der Pressekonferenz.
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